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Europa
Konferenz der Abwesenden

Konferenz der Abwesenden | Foto: Sebastian Hoppe
Konferenz der Abwesenden | Foto: Sebastian Hoppe

Am 1. Juni feiert die jüngste Produktion des Performance-Kollektivs Rimini Protokoll mit dem Titel „Konferenz der Abwesenden“ am Staatsschauspiel Dresden Premiere. Keiner der internationalen Konferenzteilnehmenden muss dafür anreisen, dennoch sind alle physisch präsent. Anschließend schickt das koproduzierende Goethe-Institut das ressourcenschonende Stück auf „nichtreisende Gastspieltournee“ durch sechs europäische Hauptstädte sowie zur Architekturbiennale in Venedig.

Dresden
1. Juni 2021

Schon seit längerem wird auch in der Theaterszene diskutiert, wie ein nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Produzieren gelingen könnte. Zudem hat in der Corona-Pandemie die Frage an Dringlichkeit gewonnen, wie ein unmittelbarer internationaler Austausch auch ohne die Möglichkeit des Reisens aufrecht zu erhalten ist.
 
Antworten liefert jetzt die jüngste Arbeit des Berliner Performance-Kollektivs Rimini Protokoll, das selbst seit vielen Jahren weltweit tourt. Die „Konferenz der Abwesenden“ ist ein Stück, zu dem niemand anreist. Die geladenen Expert*innen treten im Stück nicht selbst physisch in Erscheinung – stattdessen werden sie von freiwilligen Performer*innen vor Ort vertreten, die ihr Skript erst zu Beginn ihres Vortrags erhalten. Das Publikum beobachtet Menschen aus der eigenen Stadt dabei, wie sie die Identität eines abwesenden Konferenzgastes übernehmen.

Austausch ohne CO2-Ausstoß und flache Bildschirme

Die „Konferenz der Abwesenden“ ist eine Performance über globale Zusammenarbeit in einer globalen Krise – ohne CO2-produzierende Reisen, ohne digitale Hilfsmittel. Das Konzept bezeichnen die Künstler*innen als „performative Telepräsenz“. Im Zentrum des Geschehens stehen Menschen, die sich sowohl Biografien von Expert*innen als auch deren Ideen spielerisch aneignen.
 
Das Stück feiert am 1. Juni am Staatsschauspiel Dresden Premiere, anschließend ist es bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen sowie in Kooperation mit dem Goethe-Institut am Mousonturm in Frankfurt zu sehen. Im Herbst schickt das Goethe-Institut die Produktion dann auf eine Europatournee, ohne die Notwendigkeit eines reisenden Ensembles oder anreisender Podiumsgäste. Gastspielorte sind die europäischen Hauptstädte Brüssel, Lissabon, Luxemburg, Madrid, Paris und Rom.

Die „Abwesenden“ zu Gast im Deutschen Pavillon in Venedig

Im Herbst 2021 wird die „Konferenz der Abwesenden“ im Kontext der Projektreihe „Performing Architecture“ zu Gast im Deutschen Pavillon der Internationalen Architekturbiennale in Venedig sein. Zuvor veranstalten das Goethe-Institut und seine Partner in Lissabon, Luxemburg und Rom mit Rimini Protokoll eine Reihe von „Akademien der Abwesenheit“, in denen die Technik der performativen Telepräsenz an andere Akteure aus Theater und Zivilgesellschaft weitergegeben werden soll.
 
Die lokalen Spuren der „nichtreisenden Gastspiele“ dokumentiert das Goethe-Institut auf seinen internationalen Webseiten. 
 
Die Konferenz der Abwesenden ist eine Produktion von Rimini Protokoll.
 
Konzept / Text / Regie: Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel
Bühne / Video- und Lichtdesign: Marc Jungreithmeier
Musik: Daniel Dorsch
Recherche / Dramaturgie: Imanuel Schipper, Lüder Pit Wilcke
mit der Stimme von: Nadja Stübiger
und den Soufflierstimmen von: Henriette Hölzel, David Kosel, Hans-Werner Leupelt und Karina Plachetka
Mitarbeit politisch-kulturelle Bildung: Dr. Werner Friedrichs
Produktionsleitung: Epona Hamdan
Dramaturgie Assistenz: Sebastian Klauke
Regieassistenz: Lisa Homburger und Maximilian Pellert
Bühnenbildassistenz: Maksim Chernykh
Produktionsmitarbeit: Federico Schwindt
 
Eine Produktion von: Rimini Apparat
In Koproduktion mit: Staatsschauspiel Dresden, Ruhrfestspiele Recklinghausen, HAU Hebbel am Ufer (Berlin) und dem Goethe-Institut.
Die Konzeption wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
 
Kooperationspartner der nichtreisenden Gastspiele und Akademien in Südwest-Europa: Centre Pompidou Paris, Kaaitheater (Brüssel), Matadero Madrid, Romaeuropa Festival (Rom), Teatro do Bairro Alto (Lissabon), Théâtre National du Luxembourg, sowie Master PACS - Performing Arts and Community Spaces (Rom). Performing Architecture ist eine Programmreihe des Goethe-Instituts anlässlich der 17. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia, in Kooperation mit dem Deutschen Pavillon und dem Künstlerhaus Mousonturm.

 

Kontakt

Dr. Joachim Bernauer
Direktor Goethe-Institut Italien
Tel.: +39 06 84400 51
bernauer@goethe.de
 
Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de

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