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Deutschland
Jubiläum 70 Jahre Goethe-Institut

70 Jahre Goethe-Institut | Foto: Michael Friedel © Goethe-Institut
Das Goethe-Institut feiert dieses Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Mit Jubiläumswebseite, Publikation und Rahmenprogramm in Berlin und München blickt das Goethe-Institut auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. | Foto: Michael Friedel © Goethe-Institut

Das Goethe-Institut feiert in diesem Jahr mit verschiedenen Publikationen und Veranstaltungen in Berlin und München sein 70-jähriges Bestehen. Eine Jubiläumswebseite zeichnet seine Entwicklung zudem multimedial nach: Wie hat sich das internationale Netzwerk vom ersten Auslandsinstitut in Athen 1952 zu heute 158 Instituten in 98 Ländern erweitert? Wie wurde aus einem Verein, der ausländische Deutschlehrer*innen unterrichtete, die größte deutsche Mittlerorganisation?
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Online, Berlin und München
November 2021

Am 9. August 1951 wurde das Goethe-Institut in München zunächst mit der Aufgabe gegründet, ausländische Deutschlehrer*innen an Instituten in Deutschland zu unterrichten. Schon im folgenden Jahr eröffnete in Athen das erste Goethe-Institut im Ausland, zehn Jahre später wurde das Tätigkeitsgebiet um die auswärtige Kulturarbeit erweitert. Heute verbindet die größte deutsche Mittlerorganisation mit 158 Instituten in 98 Ländern weltweit Menschen durch Sprache, Kultur und Bildung und bietet Orte für freien Austausch sowie künstlerisches Experimentieren.

Sprach- und Kulturarbeit weltweit – und im Weltall

Ein interaktiver Zeitstrahl auf der Webseite zum 70. Jubiläum zeichnet diese Entwicklung nach und lädt zu einem Streifzug durch sieben Jahrzehnte ein. Außerdem ermöglichen Multimedia-Reportagen, tiefer in die ereignisreiche Geschichte des Goethe-Instituts einzutauchen.

Der Zeitstrahl präsentiert wichtige Meilensteine, Krisen und kuriose Anekdoten aus 70 Jahren internationaler Sprach- und Kulturarbeit. So erfährt man beispielsweise, dass die frühen Sprachfilme in den 1960er-Jahren die Deutschlerner*innen nicht nur auf Alltagssituationen, sondern auch auf einen Ausflug zu einer Raumstation vorbereiteten. Nationale und globale Umbrüche wie die Student*innenproteste Ende der 1960er-Jahre oder das Ende des Kalten Krieges haben auch die Arbeit des Goethe-Instituts verändert. Die Webseite zeigt, wie die Institution auf solche Umbrüche reagiert hat.

Tanzende Roboter, klimafreundliche Institute

Wieso reisen zwei Roboterdamen quer durch Europa und lernen Fußball spielen und tanzen? Wie vermittelt man Literaturklassiker wie Kafkas „Die Verwandlung“ im virtuellen Raum? Und wieso sorgte die Indientour eines bayerischen Trachtenballetts 1961 für eine Kontroverse? Diese Fragen beantworten die Multimedia-Reportagen, die jeweils einen Aspekt der Tätigkeit des Goethe-Instituts genauer beleuchten und dabei einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft schlagen.  

Unter dem Motto „Im Wandel“ fragt die erste Reportage, wie technischer Fortschritt und Digitalisierung die Sprach- und Kulturarbeit des Goethe-Instituts verändert haben. „In der Welt“ erzählt die Geschichte der Institutsgebäude, welche politischen Umbrüche, Krisen und Naturkatastrophen sie überstehen mussten und mit welchen Maßnahmen sie zu nachhaltigen und klimafreundlichen Städten beitragen. Bis zum Ende des Jahres folgen weitere Reportagen: Das europäische Engagement des Kulturinstituts beleuchtet etwa die Reportage „In Europa“, während „In Gesellschaft“ verhandelt, wie die Institute zu sicheren Häfen in politischen Krisenzeiten werden und als verlässliche Partner eng mit der Kulturszene vor Ort zusammenwirken.

Buchvorstellung in München und Kulturprojekte in Berlin

Im November wird das Jubiläum in Berlin und München mit weiteren Aktivitäten begangen. Im Rahmen einer Festveranstaltung in München wird das Buch „Das Goethe-Institut. Eine Geschichte von 1951 bis heute“ von der Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz und Marie-Christin Gabriel vorgestellt. Die Publikation bietet eine konzise Geschichte des Goethe-Instituts und seiner sich historisch wandelnden Aufgaben, ebenso wie Erfahrungsberichte von ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter*innen. Sie wird am 17. November im Klett-Cotta Verlag erscheinen.

Am 29. November veranstaltet das Goethe-Institut eine Jubiläumsfeier in Berlin und lädt zu einem begleitenden Kulturprogramm ein. Verschiedene Projekte des Goethe-Instituts werden öffentlich vorgestellt, die sich künstlerisch-kritisch mit aktuellen Fragestellungen auseinandersetzen. Am Südeingang des Reichstagsgebäudes wird die interaktive Installation „Verschwindende Wand“ zu sehen sein, die die gedankliche Vielfalt Europas sicht- und fühlbar macht. Auf rund 6.000 Holzklötzen vereint sie Zitate aus der europäischen Hoch- und Popkultur – und nach der Enthüllung hat jede*r Besucher*in die Möglichkeit, Zitatklötze mitzunehmen, bis die Wand verschwunden ist.

Im Hamburger Bahnhof in Berlin werden zudem die Ausstellungen „Take Me to the River“ (bis 12. Dezember 2021) und „Nation, Narration, Narcosis“ (bis 3. Juli 2022) gezeigt. Die bisher nur digital zugängliche multimediale Ausstellung „Take Me to the River“ von Goethe-Institut und Prince Claus Fund präsentiert kulturelle und künstlerische Antworten auf globale Umweltveränderungen. Kuratiert von Maya El Khalil eröffnen die Arbeiten aus Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, der Karibik und Osteuropa kreative Räume, die für die Auswirkungen des Klimawandels sensibilisieren. „Nation, Narration, Narcosis“ fragt nach den oft brutalen Prozessen der Nationenbildung und der Rolle, die der Kunst dabei zukommt. Die Ausstellung wird kuratiert von Anna-Catharina Gebbers und ist Teil eines langjährigen Dialogs zwischen der Galeri Nasional Indonesia, dem MAIIAM Contemporary Art Museum in Chiang Mai, der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und dem Singapore Art Museum unter dem Titel „Collecting Entanglements and Embodied Histories“.

Kontakt

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und Bereichsleiterin Kommunikation
Tel.: +49 89 15921-249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de

Viola Noll
Stellv. Pressesprecherin
Tel.: +49 30 25906-471
viola.noll@goethe.de

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