Freie darstellende Künste Freies Theater - Flausen + Bundeskongress #2

Politik und Kunst: Flausen+Bundeskongress#2
Foto: © Kathrin Hrusanova

Im 2019 veranstaltet das Flausen + Bundesnetzwerk, in dem zur Zeit 24 Theater und Orte künstlerischer Forschung aus 13 Bundesländern zusammengeschlossen sind, den Flausen + Bundeskongress #2. Die zweite Ausgabe bringt Akteur_innen aus den Freien Darstellenden Künsten, aus Politik, Wissenschaft und Förderinstitutionen zusammen. Kathrin Hrusanova erzählt über Ihre Eindrücke vom Kongress.
 

Schon immer wollte ich Tagebuch führen über Stadtbesuche und Reisen. Doch niemals habe ich es geschafft, denn jedes Mal versetze ich mich zu sehr in den Prozess des Erlebens hinein, tauchte in die Gespräche mit Menschen, in erwartete und unerwartete Begegnungen, wurde von Aufregungen im Einklang mit dem Pulsschlag der jeweiligen Stadt erschüttert. Die Unterstützung des Goethe-Instituts Bulgarien für meine Teilnahme an einer wichtigen Veranstaltung zur Entwicklung der freien darstellenden Künste war für mich die Motivation, eine kurze Beschreibung meiner Eindrücke vom Flausen + Bundeskongress #2 vorzulegen, der zwischen dem 5. und 7. Februar in Köln stattgefunden hat.
 
Das Flausen + Bundesnetzwerk bringt Vertreter der freien darstellenden Künste, Politiker und Förderorganisationen zusammen und organisiert jedes Jahr einen nationalen Kongress oder ein Festival (nach dem Biennale-Prinzip). Das Flausen + Bundesnetzwerk vereinigt 24 Theater aus Deutschland und ist ein Teil der Allianz für freie darstellende Künste in Deutschland.
 
Auf Einladung der Veranstalter hatte ich die Möglichkeit am Kongress teilzunehmen und die EAIPA - The European Association of Independent Performing Arts vorzustellen. Unter dem Motto Stronger together wurde Ende 2018 die Vereinigung der 12 europäischen nationalen Netzwerke zur Unterstützung und Entwicklung der freien Künste offiziell gegründet. ACT Assoziation für freies Theater hat das Privileg, Mitbegründer und Mitinitiator zu sein, und die Organisation beginnt schon mit sicheren Schritten, die freien darstellenden Künste der verschiedenen Länder zu „kartografieren“ und bessere Bedingungen für ihre Tätigkeiten zu schaffen.
 
Die Begegnung mit der deutschen Theaterszene und ihren Vetretern vor Ort sowie mit internationalen Gästen aus sechs Ländern verliefen im Geist des Dialogs und des Ideenaustausches. Die Veranstaltung war organisiert durch und für die Teilnehmer, die sich mit freien darstellenden Künsten beschäftigen. Mitgewirkt haben Theaterdirektoren, Sprecher politischer Parteien, Vertreter von Förderinstitutionen, Bürgervereinigungen und viele andere.
 
Veranstaltungen wie der Flаusen + Bundeskongress sind ein gutes Beispiel für den öffentlichen Dialog bei der Suche nach einer gemeinsamen Entwicklungsrichtung des Phänomens freies Theater in Deutschland.