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Künstlerresidenzen

Residenzprogramme für Kulturschaffende sind inzwischen sehr populär geworden. Auch das Goethe-Institut Bulgarien hat im Jahr 2020 an einem Residenzprogramm der Akademie Schloss Solitude als Partner mitgewirkt. Wir wollten wissen, wie sinnvoll solche Aufenthalte sind – für Künstler*innen und für die Gesellschaft – und vor allem, wie Residenzprogramme mit COVID-19 umgehen.

Geöffnetes Fenster, Blumen am Fensterbrettt, ein Baum in Herbstfärbung im Hintergrund© Canva

Inspiration in der Fremde


Residenz "Luftstudio"

LUFTSTUDIO ist ein Konzept die unabhängige Kunstszene, welche in den letzten Jahren verschiedene Teile des Kulturprogramms des Goethe-Instituts in Bulgarien gebildet hat, zu unterstützen und ihr mehr Raum zu bieten. Von 2017 bis 2019 war „Luftstudio“ ein physischer Raum im Gebäude des Goethe-Institut, der kostenlos lokalen Künstler*innen und Kollektiven zur Verfügung gestellt wurde, um ihn für Veranstaltungen, Proben, Workshops usw. zu nutzen. Seitdem ist es eine Idee, die die verschiedenen Aktivitäten des Instituts vereint, um Raum für künstlerische Forschung und Entwicklung und den Austausch zwischen Bulgarien und Deutschland zu bieten (wie z.B. die kuratorische Residenz CLICK, die Partnerresidenz Rad.Ost usw.). Im Jahr 2021 setzt das Goethe-Institut Bulgarien das Programm "Luftstudio" mit einem Artist-in-Residence- und Austauschprogramm mit der Akademie Schloss Solitude fort, die Teil seines osteuropäischen Netzwerks ist. Die ersten Residenten, die jeweils drei Monate in Sofia bzw. in Stuttgart verbringen werden, sind Alicja Wisocka und Krassimira Butseva.
 

Resident*innen

Aljca Wysocka © Yulia Krivich Alicja Wysocka ist eine Künstlerin vom Netzwerk der Akademie Schloss Solitude, die im Rahmen der Luftstudio-Residenz 3 Monate in Bulgarien verbringt. Sie studiert an der Städelschule in der Klasse von Haegue Yang. Davor hat sie Grafikdesidn an der Kunstakademie in Poznan, sowie kognitive Wissenschaft und Philosophie des Denkens studiert. Letztens hat sie in MoMA Warschau und Jo-Anne Galerie Frankfurt (Einzelausstellung) ausgestellt. Demnächst wird ihre Arbeit in Ausstellungen in Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, im Kunstverein Wiesbaden und in der Galerie Garage, Prague gezeigt. Stipendien: Stipendium der Stadt Warschau 2019, DAAD-Preis 2018, Stipendium des Polnischen Kultusministeriums 2017. Teilnahme an Residenzen: Akademie Schloss Solitude 2020, JAF Indonesia 2019, Senegal, St Louis 2018. “Workshops mit Gemeinschaften prägen häufig meine künstlerische Praxis und initiieren weitere lokale Recherchen, die auf Interaktionen rund um persönliche Erzählungen und Geschichten basieren. Ich interessiere mich für alternative Ökonomien, Handwerk und Kostüme als Teil einer Identität – individuell sowie in der Gemeinschaft. Ich untersuche wirtschaftliche Modelle und gemeinschaftliche Formen des Zusammenlebens, wie z. B. handwerkliche Tätigkeiten, identitätsstiftende Rituale oder Formen der Zusammenarbeit, die als kollektive therapeutische Erfahrung dienen können.“
 
 
Krasimira Butseva © Krasimira Butseva Krasimira Butseva ist eine bulgarische Künstlerin, die ausgewählt wurde, 3 Monate an der Akademie Schloss Solitude im Rahmen des Programms Luftstudio zu verbringen. Sie ist eine visuelle Künstlerin, Forscherin und Erzieherin, die in Sofia (Bulgarien) und London (England) lebt. Sie hat einen Master of Arts (2017) und Bachelor of Arts (Honours) (2016) in Fotografie an der University of Portsmouth in England abgeschlossen. Sie ist Lehrbeauftragte an der Media School, London College of Communication, University of the Arts London. Krasimira ist außerdem im Jahr 2021 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart/Deutschland. Sie untersucht Menschenrechtsverletzungen, politische Gewalt, traumatische Erinnerung, offizielle und inoffizielle Geschichte im Kontext Osteuropas. Ihre Arbeiten wurden in der Singer-Zahariev Foundation, Malak Izvor/Bulgarien (2021), Sofia History Museum, Sofia/Bulgarien (2020), Seen Fifteen Gallery (2020), London/UK, District Six Museum, Kapstadt/Südafrika (2019), Phoenix Art Space, Brighton/UK (2018), Four Corners Gallery London/UK (2017), Pingyao International Photography Festival, Pingyao/China (2016) ausgestellt. Krasimiras Artikel "The Politics of Traumatic Memory & Visual Art in Contemporary Bulgaria", "Vernacular Memorial Museums: Memory, Trauma and Healing in Post-communist Bulgaria" und "Institutional and self-initiated archiving practices. Wie manifestiert sich APTART auf dem Bildschirm?" werden im Jahr 2022 erscheinen.
 

 


Residenz „Orpheus“

Am Ende des turbulenten Jahres 2020 hat das Goethe-Institut Bulgarien es nicht versäumt, der Musik eine besondere Beachtung zu schenken – in der ersten, digitalen Ausgabe der Musikresidenz „Orpheus“ stellen wir die Berliner Musiker O.T.T.O. dem bulgarischen Produzenten Puma & The Dolphin vor.

OTTO / Berlin, DE © Florian Reimann O.T.T.O. | Berlin
Der Klang vom Duo um Alexander Arpeggio und Cid Hohner ist frisch und zugleich mit zahlreichen Referenzen elektronischer Orgel-Musik der alten Schule versehen. Die Grundrezeptur ihrer Musik besteht aus dem Zusammenspiel von Orgelklängen, Preset-Rhythmusbegleitung, einem von einer Streichermaschine getragenem Discogefühl und den monophonen Wellen eines 1970er Jahre Synthesizers. Mit ihrem Debut-Album „Over The Top Orchester“ auf dem renommierten Deutschen Indielabel „Bureau B“ ist ihnen 2019 auch der Sprung in die Reihen der meistversprechenden neuen Namen gelungen.


 
 
Puma & The Dolphin © Victoria Nesheva Puma & The Dolphin | Sofia
Das Solo-Projekt von Nikko Names (1000 names), bettet instrumentale, ethnische Klänge in einer warmen und eklektischen Soundkulisse ein. Das Debütalbum von Puma & The Dolphin, die „Primitive“ EP, konzentriert sich auf mystische Grooves, exotische Percussion, sowie einen Dub- und Post-Punk-Ansatz, während das Zweite – „Indoor Routine“ mit einem afro-tribal Sound besticht und dabei beweist, dass der Produzent aus Bulgarien es auch in den dunklen Tagen des ersten Lockdowns geschafft hat, einen leichten, fröhlichen und spielerischen Klang zu entwickeln.


 

Puma & The Dolphin © Victoria Nesheva Puma & The Dolphin | Sofia Das Solo-Projekt von Nikko Names (1000 names), bettet instrumentale, ethnische Klänge in einer warmen und eklektischen Soundkulisse ein. Das Debütalbum von Puma & The Dolphin, die „Primitive“ EP, konzentriert sich auf mystische Grooves, exotische Percussion, sowie einen Dub- und Post-Punk-Ansatz, während das Zweite – „Indoor Routine“ mit einem afro-tribal Sound besticht und dabei beweist, dass der Produzent aus Bulgarien es auch in den dunklen Tagen des ersten Lockdowns geschafft hat, einen leichten, fröhlichen und spielerischen Klang zu entwickeln.


Abgeschlossene Residenzen

2020

Rad.Ost © Rad.Ost RAD.OST ist ein Residenzprogramm im Rahmen des osteuropäischen Netzwerkprogramms von Schloss Solitude in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Bulgarien und wird von drei unabhängigen bulgarischen Kunstinitiativen realisiert wird — Æther, Radar Sofia und Swimming Pool. Das Programm, das 2020 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, mehr Aufmerksamkeit auf die kulturelle und künstlerische Produktion aus Südosteuropa zu lenken und einen gegenseitigen, langfristigen Austausch zwischen den teilnehmenden Organisationen und ihren Stipendiant*innen zu ermöglichen. Jedes Jahr erhält ein*e ehemalige*r Artist in Residence der Akademie Schloss Solitude ein dreimonatiges Residenzstipendium in Sofia, während ein*e Künstler*in aus Bulgarien die Möglichkeit bekommt, drei Monate in Stuttgart zu leben und in Schloss Solitude kreativ tätig zu sein.

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