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Freie Szene
Maria Milisavljević über die Unterstützung der freien Szene in Deutschland

Maria Milisavljević
Foto:© Linda Rosa Saal

In unserer Rubrik "Kultur in Krisenzeiten" informieren wir Sie über die Krise im Kultursektor in Bulgarien und Deutschland und welche Maßnahmen in den beiden Ländern zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft ergriffen werden.

Wir haben uns an die Dramatikerin Maria Milisavljevic aus Berlin mit einer Frage nach der Unterstützung der freien Szene in Deutschland gewendet. Hier ist was sie uns geantwortet hat und was sie sich „wünscht“ in Hinsicht auf die Unterstützung in der Krisenzeit.
 
„Zwar hat es in Berlin, wo ich lebe, eine spontane Soforthilfe für Künstler*innen, im Sinne der Unterstützung Solo-Selbstständiger gegeben, aber diese war schnell aufgebraucht, viele hingen in Warteschleifen, um zu erwarten, dass die Förderung an die Bundesebene abgegeben wurde. Diese beschloss kurz und knapp, dass Soforthilfe nur Betriebskosten, nicht aber Lebenshaltungskosten umfassen darf. Für uns freie Theatermacher*innen sind unsere Lebenshaltungskosten unsere Betriebskosten. Unsere Alternative bleibt: das Arbeitslosengeld 2.
 
Was würde ich mir wünschen? Dass die Theater, die meine Stücke nun nicht mehr spielen, mir meine Tantiemen, sei es auch in Anteilen, weiterzahlen. Deutsche Theater sind zu einem sehr hohen Prozentsatz durch Landesgelder gefördert. Nur ein einstelliger Prozentsatz des Budgets wird über den Verkauf von Eintrittskarten gedeckt. Der Wegfall dieser Geringeinnahme, ist kein Argument dafür, dass Theater Ihren Gästen keine Gagen zahlen.“
 

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