Ausstellung EARTHBOUND

Earthbond © Tolia Astakhishvili

Mi, 28.08.2019 -
Fr, 20.09.2019

Goethe-Institut Sofia

Budapesta Str. 1
1000 Sofia

Tales of Man and Nature

EARTHBOUND. Tales of Man and Nature

28.08.-20.09.
Eröffnung: 28.08., 18:30 Uhr, Goethe-Institut Bulgarien
Hauptausstellungsort: Goethe-Institut Bulgarien, Budapesta Str. 1
Außenstelle: Nationalmuseum “Mensch und Erde”, Videoinstallation von Nico Joana Weber

KünstlerInnen: Tolia Astakhishvili, Dani Jakob, Albena Mihaylova, Ani Schulze, Radostin Sedevchev, Dimitar Shopov, Martina Vacheva und Nico Joana Weber

Kuratorin: Marie Himmerich



„EARTHBOUND. Tales of Man and Nature“ vereint Arbeiten in Deutschland und Bulgarien lebender KünstlerInnen, die sich unter ästhetischen, politischen, ökologischen und psychologischen Prämissen mit Natur und Naturräumen auseinandersetzen.

Im Rahmen der CLICK-Curatorial Residency entstanden, ist die Ausstellung vom Besuch des Sofioter „Earth and Man Museum“ inspiriert. Nur wenige Jahre vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion eröffnet, sollte das Museum die reichen mineralischen Bodenschätze des Landes aber auch ferner Orte einer breiten Öffentlichkeit vor Augen führen. Eigens für die Präsentation teils mannshoher Kristalle und Steine geschaffene Displayflächen zeigen die ästhetische Wertschätzung, die diesen Exponaten neben ihrer erdgeschichtlichen Bedeutung zugewiesen wurde. Großformatige Wandmalereien wiederum erzählen von der universellen Verbindung von Mensch und Erde und setzen eine Assoziationskette in Gang, die von der Tradition kosmologischen Denkens über die künstlerische Faszination für geologische Formen und Materialien bis hin zur ideologischen und ökonomischen Ausschöpfung natürlicher Ressourcen führt.

Betrachtet man darüber hinaus die Bedeutung kultureller Bodenschätze – darunter mythen-umwobene Goldfunde oder in der Erde lagernde archäologische Objekte – für das nationale Selbstverständnis Bulgariens, lassen sich die Bezüge von sedimentierter Geschichte und menschlicher Zivilisation auch politisch ausdeuten. Wie steht es um den Zusammenhang von Erde, geographischem Naturraum und (individueller, kollektiver, nationaler) Identität?

Bezugspunkt der ausgestellten Arbeiten ist dabei vielfach der menschliche Körper: als organische Schnittstelle zur Materialität der Erde, als sensorisches Zentrum intuitiven oder geografisch ausgerichteten Weltbezugs oder ästhetischer Ausdrucksträger.


Partner: Nationalmuseum "Der Mensch und die Erde"
 

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