Freiheit in der digitalen Welt
Filmpädagogische Workshops für Jugendliche
Über das Programm
Die Kamera versprach einst, uns die Welt so zu zeigen, wie sie wirklich ist. Heute kann künstliche Intelligenz innerhalb weniger Sekunden ein Foto, eine Stimme oder ein Video von einem Ereignis erzeugen, das nie stattgefunden hat.
Woran erkennen wir, was wir glauben können? Und warum zeigen uns soziale Netzwerke bestimmte Bilder und verbergen andere vor uns? Im Workshop werden die Schüler:innen zu Ermittler:innen der digitalen Realität. Sie decken manipulative Botschaften auf, analysieren Bilder mithilfe von KI, entwickeln modellhafte Medienkampagnen und erarbeiten eigene Regeln zur Überprüfung von Bildinhalten. Das Ziel ist nicht, nichts mehr zu glauben, sondern zu lernen, den richtigen Fragen an Bilder zu stellen.
Ablauf und Anmeldung
Datum: 9. November 2026 | 09:00 – 15:00 Uhr (mit Mittagspause im Café des Goethe-Instituts)
Ort: Goethe-Institut Prag, Masarykovo nábřeží 32, Praha 1
Programm:
9:30 – 10:00 Einführung. Grundlegende Fragen dazu, welche Sprachmodelle die Teilnehmer:innen nutzen und wie sie über die Realität von Fotos denken, Eröffnung des Themas.
10:00 – 11:30 Film
11:30 – 12:00 Diskussion zum Film
12:00 – 13:00 Mittagessen im Goethe-Institut
13:00 – 15:00 Workshop von AI dětem
Kapazität: max. 30 Schüler:innen im Alter von 14 bis 18 Jahren
Anmeldung an: tereza.stastna.extern@goethe.de
Das Programm bieten wir Ihnen kostenlos an.
Die Filme werden im Original mit englischen oder tschechischen Untertiteln gezeigt. Die anschließende Diskussion und Reflexion finden auf Tschechisch statt. Deutschkenntnisse sind daher nicht erforderlich.
Über den Film
Der Film Fantastic Machine, ausgezeichnet beim Sundance Festival, zeichnet die Entwicklung der Medien in den letzten 150 Jahren nach. Eine faszinierende Collage aus Videos zeigt eine von Bildern besessene Menschheit und verwebt berühmte virale Ausschnitte aus unserem kollektiven visuellen Gedächtnis, die die Zuschauer:innen durch Zeit, Raum und Erfahrungen tragen. Diese audiovisuelle Explosion regt dazu an, den Blick auf uns selbst und die Welt um uns herum zu verändern. Der fesselnde und provokante Film, produziert von Ruben Östlund (Triangle of Sadness, The Square), wirft zahlreiche Fragen auf, zum Beispiel, wie weit wir gehen würden, um möglichst viele „Likes" und Views zu bekommen.
Die Projekttage finden im Rahmen des Projekts Cinemocracy statt, das durch Kreatives Europa MEDIA kofinanziert wird.