in der Region Mittelosteuropa (MOE)
Deutsch lehren lernen

DLL 1-16

Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn

Ab 2020 wird die erfolgreiche Fort- und Weiterbildungsreihe des Goethe-Instituts „Deutsch Lehren Lernen“ in MOE regional angeboten. Lehrerinnen und Lehrer aus den oben genannten Ländern können sich auf die Teilnahme bewerben. Damit möchten wir Ihnen noch mehr Flexibilität in der Auswahl der für Sie relevanten Themen und einen regen fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der Nachbarländer ermöglichen.

Auszeichnung

Das DLL-Programm ist mit dem „Studienpreis DistancE-Learning“ in der Kategorie „Studienangebot des Jahres 2020“ ausgezeichnet.
Das DLL-Programm ist mit dem „Studienpreis DistancE-Learning“ in der Kategorie „Studienangebot des Jahres 2020“ ausgezeichnet.

Was ist DLL?

Das innovative Konzept von DLL (Deutsch Lehren Lernen) wurde mit Blick auf das tägliche Handeln und die an eine Lehrkraft im Klassenzimmer gestellten Herausforderungen entwickelt. Themen wie die Vermittlung der Fertigkeiten von Grammatik und Wortschatz, Phonetik, Literatur, Sozialformen etc. werden in ein kompetenz- und praxisorientiertes Konzept von Fortbildung integriert.

Gute Gründe für DLL



© Goethe-Institut; DLL

Inhalt

  • 12 Fortbildungseinheiten (DaF: DLL 1 - 10; DaZ: DLL 15 + 16)
  • Selbstlernmaterial als Buch und online
  • Videomitschnitte aus authentischem DaF-/DaZ-Unterricht
  • interaktive Aufgabenbearbeitung auf der Lernplattform des Goethe-Instituts
  • inklusive Glossar, Lösungsvorschlägen und weiterführender Literaturhinweise
  • stöbern Sie hier in unserem Probekapitel und Schnupperkurs zu DLL 1

Hier finden Sie nähere Informationen zu den Inhalten der einzelnen Einheiten:


Die Lernenden selbst und all das, was sie mit in den Unterricht bringen, beeinflussen den Lehr- und Lernprozess. Je besser wir unsere Lernenden kennen, desto besser können wir unser unterrichtliches Handeln an ihnen orientieren und sie fördern und begleiten. 

Autorinnen:
Prof. Dr. Britta Hufeisen *
Dr. Johanna Klippel *
Dr. Lina Pilypaityte *
Sandra Ballweg *, M.A.
Sandra Drumm *, M.A.

* Fachgebiet Mehrsprachigkeitsforschung, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der Technischen Universität Darmstadt

Diese Einheit ist der Sprache selbst gewidmet, die wir unterrichten. Was ist charakteristisch für Deutsch als fremde Sprache in Bezug auf ihre Lexik, Grammatik, Phonetik und Pragmatik? Was muss ich wissen, um den Lernenden zu erklären, wie Deutsch funktioniert, damit Kommunikation gelingt? Wie wird die deutsche Sprache in Lernmaterialien dargestellt und wie können wir Wortschatz, Grammatik und Phonetik am besten vermitteln? 

Autoren:
Prof. Dr. Hans Barkowski *
Dr. Patrick Grommes (Institut für Germanistik I, Universität Hamburg)
Dr. Franziska Wallner *
Dr. Britta Winzer-Kiontke *
Beate Lex *
Sara Vicente (Fachgebiet Mehrsprachigkeitsforschung und DaF/DaZ, Technische Universität Darmstadt)

* Institut für Auslandsgermanistik. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Universität Jena

Aufgaben, Übungen und Interaktion im Klassenzimmer sind ein Weg, sprachlich handeln zu lernen. Wie dies im modernen Sprachunterricht geschieht, zeigt die Einheit anhand der Fertigkeiten Sprechen und Schreiben. 

Autoren:
Prof. Dr. Hermann Funk *
Dr. Christina Kuhn *
Dr. Dirk Skiba *
Dorothea Spaniel-Weise *
Dr. Rainer Wicke (Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA), Bundesverwaltungsamt Köln)

* Institut für Auslandsgermanistik. Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Universität Jena

Lernmaterialien und Medien sind von zentraler Bedeutung im Unterricht. Wie moderne Lernmaterialien aussehen, wie man sie einsetzt und auch selbst didaktisiert, zeigt diese Einheit anhand der Fertigkeiten Hören und Lesen. 

Autoren:
Prof. Dr. Dietmar Rösler (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Universität Gießen)
Prof. Dr. Nicola Würffel (Mediendidaktik, Pädagogische Hochschule Heidelberg) 

Worauf stützen wir uns, wenn wir unseren Unterricht planen, welche Konzepte von Lernzielen/Kompetenzen liegen unserem Handeln zugrunde? Wie planen wir eine Unterrichtseinheit, welche Vorstellungen sinnvoller Abfolgen von Phasen des Unterrichts gibt es? Die Art und Weise, wie wir Unterricht planen, wird beeinflusst durch Rahmenrichtlinien und didaktisch-methodische Prinzipien. Mit dieser Einheit erarbeiten Sie sich aktuelle Orientierungspunkte für Ihre tägliche Arbeit als Lehrkraft und lernen Neuerungen im Bereich des Planens von Unterricht kennen.

Autoren:
Prof. Dr. Rüdiger Grotjahn (Sprachlehrforschung, Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Karin Kleppin (Sprachlehrforschung, Ruhr-Universität Bochum)
Dr. Imke Mohr (Goethe-Institut München, Bildungskooperation Deutsch)
Karin Ende (Goethe-Institut München, Bildungskooperation Deutsch)

Welche Funktionen haben Prüfen, Testen und Evaluieren und welchen Prinzipien und Standards sollten sie genügen? Wie entwickelt man Prüfungsaufgaben für den eigenen Unterricht? Wie können die Ergebnisse der Evaluierung Eingang in den Lernprozess finden? Diese Fragen bilden den Fokus der neuen Einheit.
 
Autoren:
Prof. Dr. Rüdiger Grotjahn (Sprachlehrforschung, Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Karin Kleppin (Sprachlehrforschung, Ruhr-Universität Bochum)

Im Fokus stehen z.B. Spracherwerbsprozesse bei Kindern, entwicklungspsychologische Aspekte des frühen Lernens, Kompetenzerwerb und vor allem methodisch-didaktische Aspekte des Unterrichtens von Kindern.
 
Autorinnen:
Angelika Lundquist-Mog
Beate Widlok

DaF für Jugendliche richtet sich an Deutsch als Fremdsprache-Lehrkräfte, die Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahre unterrichten.
 
Die Einheit befasst sich mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und erklärt die kognitiven, körperlichen, sozialen und sprachlichen Entwicklungsprozesse bei Jugendlichen und deren Bedeutung für das Sprachenlernen. Ergebnisse der Befragung von Jugendlichen zeigen, welche Rolle die Lernmotivation spielt und wie sich Jugendliche eine gute Deutschlehrerin / einen guten Deutschlehrer vorstellen.
 
Autorinnen:
Dorothé Salomo
Dr. Imke Mohr (Goethe-Institut)

Die Einheit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich sprachliche Kompetenzen auch im Fachunterricht fördern lassen. „Sprachbildung in allen Fächern“ wendet sich nicht nur an Lehrerinnen und Lehrer, deren Klassen einen signifikanten Anteil von Kindern mit Migrationsgeschichte aufweisen, sondern zeigt Wege für eine generelle Förderung der Bildungssprache Deutsch in allen Fächern auf. Auch angrenzende Teilbereiche wie interkulturelles Lernen und Mehrsprachigkeit werden in dieser Einheit thematisiert. Anhand von Unterrichtsmitschnitte und Interviews werden anschauliche Beispiele aus der Schulpraxis diskutiert. 

Autoren:
Melanie Beese, Dr. Claudia Benholz, Christoph Chlosta, Erkan Gürsoy, Dr. Beatrix Hinrichs, Dr. Constanze Niederhaus, Sven Oleschko, (Universität Duisburg-Essen, Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaF/DaZ))

Studieren mit DLL

Goethe-Institut


Weltweit gibt es schon über 40 Hochschulkooperationen, sei es bilateral (ausländische Hochschule/Goethe-Institut) oder trilateral (ausländische Hochschule / Goethe-Institut / Friedrich-Schiller-Universität Jena).

In Tschechien gibt es zwei Hochschulkooperation mit der Schlesischen Universität in Opava (SU) und der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem (UJEP), die die universitäre DaF-Ausbildung und Weiterbildung auf Grundlage der DLL-Einheiten möglich macht.

Sollten Sie mehr Interesse an diesem Thema haben oder ebenfalls eine Hochschulkooperation eingehen wollen, melden Sie sich gerne bei uns.

Ablauf und Voraussetzungen


1. Sie wählen eines der zehn Module aus:
  • DLL 1: Lehrkompetenz und Unterrichtsgestaltung
  • DLL 2: Wie lernt man die Fremdsprache Deutsch?
  • DLL 3: Deutsch als fremde Sprache
  • DLL 4: Aufgaben, Übungen, Interaktionen
  • DLL 5: Lernmaterialien und Medien
  • DLL 6: Curriculare Vorgaben und Unterrichtsplanung
  • DLL 7: Prüfen, Testen, Evaluieren
  • DLL 8: DaF für Kinder
  • DLL 10: DaF für Jugendliche
  • DLL 16: Sprachbildung in allen Fächern
2. Sie bewerben sich mit dem Onlineformular und wir teilen Ihnen zeitnah das Auswahlergebnis mit. 

3. Nach erfolgter Bezahlung und kurz vor Kursbeginn stellen wir Ihnen Ihre Studienmaterialien auf der Online-Lernplattform zur Verfügung. Die Inhalte erarbeiten Sie sich in einer Kombination aus Selbststudium und Gruppenarbeit (beides online). So profitieren Sie von der Flexibilität des Selbststudiums und können sich gleichzeitig mit Ihrer regionalen Gruppe austauschen und sich gegenseitig unterstützen. Sie werden dabei von einer qualifizierten Tutorin / einem qualifizierten Tutor begleitet.

Aktivitäten:
  • Der wöchentliche Arbeitsaufwand beträgt etwa 10 Stunden.
  • Die Aufgaben können im online-Kursraum individuell bearbeitet werden.
  • Es gibt Gruppenarbeiten, für die Sie mit anderen Teilnehmer/-innen zusammen eine Aufgabe bearbeiten. Die Bearbeitung in der Gruppe ist obligatorisch.
  • Abgabefrist der Aufgaben ist jeweils sonntags.
  • Neue Aufgaben für die kommende Woche werden am Freitag schon frei geschaltet.

4. Jedes Modul schließen Sie mit einem Praxiserkundungsprojekt (PEP) ab. Sie entwickeln mit zwei weiteren Teilnehmenden im Tridem eine Fragestellung, mit der Sie Ihren eigenen Unterricht erforschen möchten. Sie führen das Projekt in Ihrem Unterricht durch, werten es im Tridem aus und präsentieren es gemeinsam in einer Online-Sitzung den anderen Teilnehmenden. Anschließend reichen Sie eine Dokumentation ein.

5. Sollte es die Situation im Herbst zulassen, wird jeder Kurs durch eine eintägige Präsenzveranstaltung in Ihrem Land ergänzt. Außerdem wird der Kurs durch Online-Live-Sitzungen begleitet. Sie werden zu Kursbeginn darüber informiert.

6. Laufzeit eines Moduls: 12 Wochen

7. Wöchentlicher Arbeitsaufwand: 10 Stunden

8. Für die Teilnahmebescheinigung müssen Sie:
  • 80% der Online-Aufgaben bearbeitet haben.
  • ein PEP in der Gruppe geplant, in Ihrem Unterricht durchgeführt, gemeinsam ausgewertet und den anderen Teilnehmenden vorgestellt haben (Adobe Connect)
  • das PEP dokumentiert haben.

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Geistes- oder Sozialwissenschaften
  • deutsche Sprachkenntnisse auf Niveau B2
  • Wohnsitz in einem der folgenden Länder: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn
  • Idealerweise haben Sie die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben im eigenen Unterricht umzusetzen. Falls dies nicht der Fall ist, geben wir gerne Tipps für die Bearbeitung der betreffenden Aufgaben.

Die Kosten für ein Modul betragen 150,- € (zu zahlen in der jeweiligen Landeswährung). Sie können sich um ein Teilstipendium bewerben (siehe Bewerbungsformular).

Frühjahr 2020
 

24. Februar – 03. Mai 2020: Onlinephase
7. März 2020: Präsenzphase (9-16 Uhr) am Goethe-Institut in Ihrem jeweiligen Land;
(Ausnahme: Estland, Lettland und Litauen am 13. März 2020 und Ungarn am 14. März 2020)
Module DLL 1, 2, 3
 
Herbst 2020
 
14. September – 6. Dezember 2020: Onlinephase
Module DLL 4, 6, 8, 10
Bewerbungsschluss: 20. August 2020

Jedes Modul hat eine Dauer von 12 Wochen und einen wöchentlichen Arbeitsaufwand von 10 Stunden.

NEU: Die Module werden – wenn möglich – von einem Präsenzseminar in Ihrem Land begleitet. Sie werden zu Kursbeginn darüber informiert.

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