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19:00 Uhr

Deutschland - Namibia, 120 Jahre nach dem Genozid

Diskussion |Eine deutsch-französische Annäherung aus historischer und künstlerischer Perspektive

  • Goethe-Institut Lyon, Lyon

  • Sprache Auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung
  • Preis Freier Eintritt

Eine Frau und ein Ast © Théâtre de la Croix-Rousse

Eine Frau und ein Ast © Théâtre de la Croix-Rousse

Der Genozid an den OvaHerero und Nama gilt als der erste des 20. Jahrhunderts: Die deutschen Kolonialtruppen betrieben im heutigen Namibia eine systematische Vernichtung dieser Volksgruppen, der zwischen 1904 und 1908 bis zu 100.000 Menschen zum Opfer fielen. 

Neben der historischen Forschung widmen sich in jüngerer Zeit zunehmend auch Theater, Film und bildende Kunst dem lange in Vergessenheit geratenen Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte. Mit diesen neuen Formen der Auseinandersetzung gehen auch neue Fragestellungen einher: Inwiefern kann die künstlerische Praxis Räume eröffnen, die die historische Forschung allein nicht erreicht? Wie können die koloniale Erfahrung und ihre bis in unsere Gegenwart reichenden Spuren künstlerisch aufgearbeitet und sichtbar gemacht werden? Welche Darstellungsweisen sind hierbei angemessen? 
 
Anlässlich des Theaterstücks „Pistes…“, das vom 31. März bis zum 2. April Théâtre de la Croix-Rousse aufgeführt wird, nähern wir uns dem Thema aus historischer, soziologischer und künstlerischer Perspektive, und dies im Gespräch mit der Regisseurin Penda Diouf, der Professorin für Global African Arts und wissenschaftliche und künstlerische Leiterin des Iwalewahauses Natasha A. Kelly und dem Historiker Matthias Häussler. Moderiert wird das Gespräch von der Germanistin Isabell Scheele

In Zusammenhang mit der Filmvorführung "Der vermessene Mensch" von Lars Krause und den Darbietungen von "Pistes..." (Penda Diouf) im Théâtre de la Croix-Rousse.
 
Eine Kooperation des Goethe-Instituts Lyon mit der Heinrich Böll Stiftung Paris, dem CIERA und dem Théâtre de la Croix-Rousse.