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Frankreich Paris

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19:00–20:30 Uhr

Rose Ausländer – Une grande voix juive de la Bucovine

Literaturgespräch|Gespräch mit Sabine Aussenac

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Sprache Auf Französisch
  • Preis Eintritt frei; Anmeldung empfohlen

Links Farbporträt und Nahaufnahme von Sabine Aussenac, in der Mitte Buchumschlag 'Rose Ausländer - Une grande voix juive de la Bucovine' rechts Schwarz-Weiß-Porträt von Rose Ausländer, Blick in die Kamera und, das Kinn auf die Hand gestützt © alle Rechte vorbehalten

In Anwesenheit von Sabine Aussenac und Laurent Cassagnau

Rose Ausländer zählt zu den wichtigsten Figuren der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts. Auch wenn sie zusammen mit Nelly Sachs als eine der großen Dichterinnen des Holocaust gilt und von ihrem Freund Paul Celan sehr geschätzt wurde, blieben ihre Werke in Frankreich außerhalb akademischer Kreise jedoch nahezu unbeachtet. Diese Ungerechtigkeit wollte Sabine Aussenac wiedergutmachen: Zunächst zeichnete sie den kulturellen Glanz von Czernowitz, dem „kleinen Wien“, nach, um anschließend die Lücken des Ghettos, der Shoah und des Exils bis zur Wiedergeburt in der Poesie Rose Ausländers festzuhalten. Die leidenschaftliche Bindung der Dichterin an ihr deutsches Publikum knüpft an diese grundlegende Zäsur des Völkermords und der Problematik des Judentums an – als Spiegelbild der intimen und allgemeinen Beziehung, die sie mit ihrem Volk und ihrer Religion verbindet.

Rose Ausländer - Une grande voix juive de la Bucovine von Sabine Aussenac und mit einem Vorwort von Laurent Cassagnau ist im Verlag éditions du Bord de l’Eau (2022) erschienen.

Sabine Aussenac ist Deutschdozentin und schreibt sowohl auf Deutsch und Französisch als auch auf Okzitanisch. Als Romanautorin, Dichterin und Bloggerin gewann sie bereits zahlreiche literarische Wettbewerbe. Aussenac ist zweifache Preisträgerin der Jeux Floraux 2020 in Toulouse und übersetzt Texte von Rose Ausländer, über welche sie aktuell ebenfalls einen Roman schreibt. Im Rahmen ihrer Promotionsarbeit beschäftig sicht Aussenac mit den Künstlerinnen von Worpswede. Im Jahr 2023 erhielt sie ein Stipendium des deutsch-französischen Bürgerfonds, um ihre Recherchen über Rose Ausländer im Rheinland zu präsentieren.

Laurent Cassagnau ist Übersetzer und Germanistikdozent an der École Normale Supérieure de Lyon und beschäftigt sich mit moderner und zeitgenössischer deutscher Lyrik
 
In Zusammenarbeit mit dem Verlag éditions du Bord de l’Eau