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19:00–21:00 Uhr
Thomas Bernhard in der Interpretation von Krystian Lupa
Literatur/Film/Theater|Projection et rencontre avec le metteur en scène
-
Goethe-Institut Paris, Paris
- Sprache Auf Deutsch und Französisch
- Preis Eintritt frei, Anmeldung empfohlen
In Anwesenheit von Krystian Lupa, Piotr Skiba, Jacek Cieslak und Thierry Bosc (u. V.)
Moderation: Mariola Odzimkowska
In diesem Jahr wäre Thomas Bernhard 95 Jahre alt geworden. Sein Werk, seine Sprachkunst und die moralische Kraft seiner Stimme prägen weiterhin die literarische Sensibilität des 21. Jahrhunderts. Doch die Zeiten haben sich geändert, und viele Themen wie auch Zugänge zur Literatur haben sich grundlegend gewandelt. Zu den Fragen, die für die nach Bernhards Tod im Jahr 1989 geborene Generation besonders relevant sind, zählt zweifellos sein Verhältnis zu Frauen.
Aus diesem Anlass möchten wir Bernhards Geburtstag in Paris mit zwei Bernhard-Abenden begehen. Gestützt auf die Erinnerungen seiner Wegbegleiter verbinden diese Veranstaltungen eine Diskussion zwischen Wissenschaftler*innen, Kritiker*innen und Theaterschaffenden mit der szenischen Interpretation und Lesung zweier bedeutender Texte Bernhards.
Beide Abende richten sich an ein breites Publikum und verzahnen die Auseinandersetzung mit seinem Werk eng mit dessen performativer Präsentation.
Im Rahmen des ersten Abends wird die Fernsehadaption des Romans Holzfällen: Eine Erregung gezeigt. Daran anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur Krystian Lupa, dem polnischen Schauspieler Piotr Skiba, dem französischen Schauspieler Thierry Bosc (unter Vorbehalt) sowie dem polnischen Journalisten Jacek Cieslak statt.
Der zweite Abend richtet den Fokus auf Bernhards Verhältnis zu Frauen.
Der polnische Regisseur Krystian Lupa entwickelt seit rund vier Jahrzehnten eine Form des „Theaters als Gesamtkunstwerk“. Als Dramaturg, Bühnenbildner und herausragender Schauspielregisseur schöpft er aus der Literatur den Stoff für zahlreiche Inszenierungen, die ihm internationale Anerkennung einbrachten, darunter 2009 den Europa-Preis für Theater. Sein besonderes Interesse gilt russischen, deutschen und österreichischen Autoren wie Musil, Dostojewski, Rilke, Bulgakow und Tschechow – und insbesondere für Thomas Bernhard, dessen dramatische wie auch literarische Texte er adaptiert und inszeniert.
Piotr Skiba, Schauspieler sowie Bühnen- und Kostümbildner, stand selbst an bedeutenden Bühnen unter der Regie namhafter Regisseur*innen. In den Produktionen von Krystian Lupa wirkt Skiba insbesondere als Kostümbildner maßgeblich mit.
Thierry Bosc ist ein französischer Schauspieler und Theaterregisseur.
Moderation: Mariola Odzimkowska
In diesem Jahr wäre Thomas Bernhard 95 Jahre alt geworden. Sein Werk, seine Sprachkunst und die moralische Kraft seiner Stimme prägen weiterhin die literarische Sensibilität des 21. Jahrhunderts. Doch die Zeiten haben sich geändert, und viele Themen wie auch Zugänge zur Literatur haben sich grundlegend gewandelt. Zu den Fragen, die für die nach Bernhards Tod im Jahr 1989 geborene Generation besonders relevant sind, zählt zweifellos sein Verhältnis zu Frauen.
Aus diesem Anlass möchten wir Bernhards Geburtstag in Paris mit zwei Bernhard-Abenden begehen. Gestützt auf die Erinnerungen seiner Wegbegleiter verbinden diese Veranstaltungen eine Diskussion zwischen Wissenschaftler*innen, Kritiker*innen und Theaterschaffenden mit der szenischen Interpretation und Lesung zweier bedeutender Texte Bernhards.
Beide Abende richten sich an ein breites Publikum und verzahnen die Auseinandersetzung mit seinem Werk eng mit dessen performativer Präsentation.
Im Rahmen des ersten Abends wird die Fernsehadaption des Romans Holzfällen: Eine Erregung gezeigt. Daran anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur Krystian Lupa, dem polnischen Schauspieler Piotr Skiba, dem französischen Schauspieler Thierry Bosc (unter Vorbehalt) sowie dem polnischen Journalisten Jacek Cieslak statt.
Der zweite Abend richtet den Fokus auf Bernhards Verhältnis zu Frauen.
Der polnische Regisseur Krystian Lupa entwickelt seit rund vier Jahrzehnten eine Form des „Theaters als Gesamtkunstwerk“. Als Dramaturg, Bühnenbildner und herausragender Schauspielregisseur schöpft er aus der Literatur den Stoff für zahlreiche Inszenierungen, die ihm internationale Anerkennung einbrachten, darunter 2009 den Europa-Preis für Theater. Sein besonderes Interesse gilt russischen, deutschen und österreichischen Autoren wie Musil, Dostojewski, Rilke, Bulgakow und Tschechow – und insbesondere für Thomas Bernhard, dessen dramatische wie auch literarische Texte er adaptiert und inszeniert.
Piotr Skiba, Schauspieler sowie Bühnen- und Kostümbildner, stand selbst an bedeutenden Bühnen unter der Regie namhafter Regisseur*innen. In den Produktionen von Krystian Lupa wirkt Skiba insbesondere als Kostümbildner maßgeblich mit.
Thierry Bosc ist ein französischer Schauspieler und Theaterregisseur.
In Zusammenarbeit mit dem Institut Polonais de Paris, dem Institut Bibliothèque Polonaise de Paris, dem Österreichischen Kulturforum in Paris und Sorbonne Université
Ort
Goethe-Institut Paris
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich