Literaturgespräch Volker Braun

Porträt von Volker Braun Foto (Ausschnitt): © Wolf-Dirk Skiba

Di, 02.04.2019

Goethe-Institut Paris

17, avenue d'Iéna
75116 Paris

Poèmes choisis

„Alles ist in den Gedichten enthalten: die Kritik am Regime, die Verurteilung der Bürokratie, die Infragestellung des kapitalistischen Systems ; mit einer feinen Schärfe und ziemlich viel Ironie.“ (Le Monde)

In Anwesenheit des Autors
Moderation: Alain Lance
 
Volker Braun ist in erster Linie Dichter, aber auch Romanschriftsteller und Dramaturg in Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble. Er ist 1939 in Dresden geboren. Sein Leben  und sein Werk sind eng mit der Geschichte der DDR verbunden. Zweifellos ist er einer der symbolträchtigsten Dichter dieser Zeit, trotz seiner frühzeitigen kritischen Distanzierung von den Übergriffen des bürokratischen Systems, das gegen grundlegende Prinzipien verstieß.
 
Als eine Art innerer Abtrünniger und von der Stasi überwacht, entwickelt er eine unzeitgemäße Dichtung, die der von Heine und Brecht sehr nahekommt. Ihr Untersuchungsgegenstand ist die Ironie, die virtuos und komplex in ihrer Form, seine Texte durchzieht. Gewiss, man erwartet eine Ernüchterung, der Dichter jedoch denkt bis heute, ohne Verzicht oder Rückzug, weiter über die Gründe des Scheiterns der DDR, sowie über die Sackgassen des westlichen kapitalistischen Modells nach.

Alain Lance, Übersetzer, Verfasser des Vorworts und langjähriger Freund des Dichters, bietet hiermit ein Nachschlagewerk, das es uns ermöglicht das Gesamtwerk, das von den bedeutendsten Literaturpreisen Deutschlands, nämlich dem Schiller, Heinrich-Mann und Georg-Büchner Preis ausgezeichnet wurde, zu erforschen.
 
Die Gedichtsammlung wurde von Jean-Paul Barbe und Alain Lance übersetzt und von Alain Lance eingeleitet.
 
Alain Lance ist Dichter und Übersetzer aus dem Deutschen. Er erhielt den Guillaume-Apollinaire-Preis für Temps criblé (2001) und den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis (2012).
    
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Gallimard
 
 

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