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19:00–20:30 Uhr
Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper
Literaturgespräch|Neue Übersetzung
-
Goethe-Institut Paris, Paris
- Sprache Auf Französisch
- Preis Eintritt frei; Anmeldung erforderlich
In Anwesenheit von Alexandre Pateau, Claire Stavaux und Vincent Leterme
Moderation: Laurent Muhleisen
Bertolt Brechts Dreigroschenoper ist ein satirisches Theaterstück mit Musiknummern von Kurt Weill, inspiriert von John Gays Beggar’s Opera. Die Uraufführung fand 1928 in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm statt, welches später das Berliner Ensemble beheimatete.
Im Jahr 1959 veröffentlichte der Verlag L’Arche Éditeur die Dreigroschenoper in einer Sammlung der Brecht’schen Theaterstücke erstmals auf Französisch. Aufgrund des bewussten Bruchs mit der Tradition der nicht politisch orientierten Operette zu Beginn des 20. Jahrhunderts, konnte die Dreigroschenoper schnell einen großen Erfolg verzeichnen, der bis heute nicht abreißt.
Der Übersetzer Alexandre Pateau hat sich ein ganzes Jahr lang der Neuübersetzung der Dreigroschenoper gewidmet. Die neue französische Übersetzung erschien im Juni 2023 bei L’Arche und wird im Herbst diesen Jahres unter der Regie von Thomas Ostermeier in einer Inszenierung mit dem Ensemble der Comédie-Française aufgeführt.
Auf die Geschichte seiner Neuübersetzung blickt Alexandre Pateau gemeinsam mit seiner Verlegerin Claire Stavaux in einem Gespräch mit Laurent Muhleisen zurück. Die neuen Übersetzungen der Lieder, von denen einige zu weltweiten Erfolgen geworden sind, stehen im Vordergrund des Abends und werden von dem Übersetzer in einer musikalischen Performance live vorgestellt. Begleitet wird Alexandre Pateau dabei auf dem Klavier von Vincent Leterme, Pianist und Korrepetitor der Comédie-Française, mit dem er im Rahmen dieser musikalischen Neukreation eng zusammenarbeitete.
Alexandre Pateau, geboren 1988, setzt sich für die Übermittlung deutscher Lyrik in die französische Sprache ein. Er übersetzte unter anderem Werke von Carolin Emcke und Rainer Maria Rilke. Für seine Übersetzung der Regentonnenvariationen (Hanser-Verlag) von Jan Wagner erhielt Pateau 2020 die Literaturpreise Nelly-Sachs und Max-Jacob.
Claire Stavaux absolvierte die französische Agrégation im Fach Deutsch und ist Übersetzerin. Seit 2017 leitet sie zudem den Arche-Verlag.
Vincent Leterme wurde am Conservatoire National de Musique in Paris ausgebildet. Er ist Pianist, Lehrer, Musikdirektor sowie Korrepetitor an der Comédie-Française.
Laurent Muhleisen ist freiberuflicher Übersetzer mit Spezialisierung auf das zeitgenössische deutsche Theater. Seit 1999 ist er künstlerischer Leiter des internationalen Zentrums für Theaterübersetzung Maison Antoin Vitez. Seit Oktober 2006 ist Muhleisen literarischer Berater der Comédie-Française und Vorsitzender des 'Bureau des lecteurs'. Zudem ist er Chefredakteur der Nouveaux Cahiers.
Vollständiges Programm des Übersetzerfestivals ‚D’une langue vers l’autre‘
Moderation: Laurent Muhleisen
Bertolt Brechts Dreigroschenoper ist ein satirisches Theaterstück mit Musiknummern von Kurt Weill, inspiriert von John Gays Beggar’s Opera. Die Uraufführung fand 1928 in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm statt, welches später das Berliner Ensemble beheimatete.
Im Jahr 1959 veröffentlichte der Verlag L’Arche Éditeur die Dreigroschenoper in einer Sammlung der Brecht’schen Theaterstücke erstmals auf Französisch. Aufgrund des bewussten Bruchs mit der Tradition der nicht politisch orientierten Operette zu Beginn des 20. Jahrhunderts, konnte die Dreigroschenoper schnell einen großen Erfolg verzeichnen, der bis heute nicht abreißt.
Der Übersetzer Alexandre Pateau hat sich ein ganzes Jahr lang der Neuübersetzung der Dreigroschenoper gewidmet. Die neue französische Übersetzung erschien im Juni 2023 bei L’Arche und wird im Herbst diesen Jahres unter der Regie von Thomas Ostermeier in einer Inszenierung mit dem Ensemble der Comédie-Française aufgeführt.
Auf die Geschichte seiner Neuübersetzung blickt Alexandre Pateau gemeinsam mit seiner Verlegerin Claire Stavaux in einem Gespräch mit Laurent Muhleisen zurück. Die neuen Übersetzungen der Lieder, von denen einige zu weltweiten Erfolgen geworden sind, stehen im Vordergrund des Abends und werden von dem Übersetzer in einer musikalischen Performance live vorgestellt. Begleitet wird Alexandre Pateau dabei auf dem Klavier von Vincent Leterme, Pianist und Korrepetitor der Comédie-Française, mit dem er im Rahmen dieser musikalischen Neukreation eng zusammenarbeitete.
Alexandre Pateau, geboren 1988, setzt sich für die Übermittlung deutscher Lyrik in die französische Sprache ein. Er übersetzte unter anderem Werke von Carolin Emcke und Rainer Maria Rilke. Für seine Übersetzung der Regentonnenvariationen (Hanser-Verlag) von Jan Wagner erhielt Pateau 2020 die Literaturpreise Nelly-Sachs und Max-Jacob.
Claire Stavaux absolvierte die französische Agrégation im Fach Deutsch und ist Übersetzerin. Seit 2017 leitet sie zudem den Arche-Verlag.
Vincent Leterme wurde am Conservatoire National de Musique in Paris ausgebildet. Er ist Pianist, Lehrer, Musikdirektor sowie Korrepetitor an der Comédie-Française.
Laurent Muhleisen ist freiberuflicher Übersetzer mit Spezialisierung auf das zeitgenössische deutsche Theater. Seit 1999 ist er künstlerischer Leiter des internationalen Zentrums für Theaterübersetzung Maison Antoin Vitez. Seit Oktober 2006 ist Muhleisen literarischer Berater der Comédie-Française und Vorsitzender des 'Bureau des lecteurs'. Zudem ist er Chefredakteur der Nouveaux Cahiers.
In Zusammenarbeit mit dem Verlag L’Arche Éditeur und der Comédie-Française sowie im Rahmen des Übersetzerfestivals ‚D’une langue vers l’autre‘ (27.09-15.10.2023), das im Elsass und in mehreren französischen Städten stattfindet
Vollständiges Programm des Übersetzerfestivals ‚D’une langue vers l’autre‘
Ort
Goethe-Institut Paris
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich