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19:00–20:30 Uhr

Daniel Kehlmann

Literaturgespräch|Lichtspiel

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Sprache Auf Deutsch und Französisch
  • Preis Eintritt frei – Reservierung empfohlen

Nahaufnahme von Daniel Kehlmann auf rotem Hintergrund, er trägt ein schwarzes Hemd und blickt fragend in die Kamera. Oben rechts befindet sich das Cover seines Buches Jeux de lumière (Lichtspiel), das in Schwarz-Weiß den unteren Teil des Gesichts einer Frau zeigt, wobei die Augen durch das Titelstirnband verdeckt sind, während darüber dichter schwarzer Rauch in den Himmel steigt Daniel Kehlmann © DR / Buchcover © Actes Sud

Daniel Kehlmann und Cover seines Buches Jeux de lumière (Lichtspiel) Daniel Kehlmann © DR / Couverture du livre © Actes Sud

In Anwesenheit von Daniel Kehlmann
Moderation: Katja Petrovic

Zur Zeit der Machtergreifung Hitlers arbeitet G. W. Pabst – einer der größten Regisseure seiner Ära – in Frankreich. Vor den Schrecken des neuen Deutschlands flieht er nach Hollywood. Doch in der glänzenden Sonne Kaliforniens fühlt sich der einstige Weltstar plötzlich unbedeutend. Selbst Greta Garbo, deren Ruhm er geprägt hat, kann ihm nicht helfen. Und so findet sich Pabst, fast wie von selbst, wieder in Österreich, das nun Ostmark heißt. Die barbarische Brutalität des neuen Regimes wird der heimgekehrten Familie sofort klar. Der Propagandaminister in Berlin jedoch will Pabst für seine Zwecke gewinnen, er kennt keine Ablehnung und lockt mit großzügigen Versprechungen. Während Pabst noch glaubt, der Versuchung widerstehen zu können und sich keiner Diktatur außer der Kunst unterwerfen zu müssen, hat er bereits den ersten Schritt in eine ausweglose Falle gemacht.

Daniel Kehlmann, geboren 1975 in München, gehört zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern der Gegenwart. Mit seinem Roman Die Vermessung der Welt (2005) erzielte er internationalen Erfolg und wurde zu einem der meistgelesenen Werke der deutschen Nachkriegsliteratur. Kehlmanns Mischung aus historischem Erzählstil und philosophischen Fragestellungen brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein. Auch sein späteres Werk Tyll (2017), das die Geschichte des berühmten Gaukler Tyll Ulenspiegel neu erzählt, fand großen Anklang und erreichte Platzierungen auf internationalen Bestsellerlisten sowie eine Nominierung für den International Booker Prize. Heute lebt Kehlmann abwechselnd in New York und Berlin und gilt als eine der prägenden Stimmen der modernen Literatur.

Lichtspiel ist das beim Leseclub am Dienstag, den 4. März besprochene Buch.
Am Donnerstag, den 20. März zeigen wir den Film Die Büchse der Pandora (1928) des Regisseurs G. W. Pabst.
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Actes Sud und dem Österreichischen Kulturforum

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