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Frankreich Paris

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19:00–20:30 Uhr

Leseclub: „Lichtspiel“ von Daniel Kehlmann

Literatur|Austausch über ein Werk der deutschsprachigen Literatur auf Deutsch und Französisch

  • Goethe-Institut Paris, Paris

  • Sprache Auf Deutsch und Französisch
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: Leseclub

grafische Illustration von drei Personen, die im Kreis sitzen, sie stehen mit ihren Rücken nahe beieinander und sind in ihre Bücher vertieft. Blauer Hintergrund, helle Farben. Darüber steht in orangener Schrift "Leseclub" © Goethe-Institut Paris

grafische Illustration von drei Personen, die im Kreis sitzen, sie stehen mit ihren Rücken nahe beieinander und sind in ihre Bücher vertieft. Blauer Hintergrund, helle Farben. Darüber steht in orangener Schrift "Leseclub" © Goethe-Institut Paris

Alle zwei Monate laden wir zu einem Treffen des Leseclubs ein und diskutieren in deutscher und französischer Sprache einen Text, den Sie zuvor in einer der beiden Sprachen gelesen haben.

Der besprochene Roman für den Leseclub am 4. März ist Lichtspiel von Daniel Kehlmann (Rowohlt, 2023).

Zur Zeit der Machtergreifung Hitlers arbeitet G. W. Pabst – einer der größten Regisseure seiner Ära – in Frankreich. Vor den Schrecken des neuen Deutschlands flieht er nach Hollywood. Doch in der glänzenden Sonne Kaliforniens fühlt sich der einstige Weltstar plötzlich unbedeutend. Selbst Greta Garbo, deren Ruhm er geprägt hat, kann ihm nicht helfen. Und so findet sich Pabst, fast wie von selbst, wieder in Österreich, das nun Ostmark heißt. Die barbarische Brutalität des neuen Regimes wird der heimgekehrten Familie sofort klar. Der Propagandaminister in Berlin jedoch will Pabst für seine Zwecke gewinnen, er kennt keine Ablehnung und lockt mit großzügigen Versprechungen. Während Pabst noch glaubt, der Versuchung widerstehen zu können und sich keiner Diktatur außer der Kunst unterwerfen zu müssen, hat er bereits den ersten Schritt in eine ausweglose Falle gemacht.

Daniel Kehlmann, geboren 1975 in München, gehört zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern der Gegenwart. Mit seinem Roman Die Vermessung der Welt (2005) erzielte er internationalen Erfolg und wurde zu einem der meistgelesenen Werke der deutschen Nachkriegsliteratur. Kehlmanns Mischung aus historischem Erzählstil und philosophischen Fragestellungen brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein. Auch sein späteres Werk Tyll (2017), das die Geschichte des berühmten Gaukler Tyll Ulenspiegel neu erzählt, fand großen Anklang und erreichte Platzierungen auf internationalen Bestsellerlisten sowie eine Nominierung für den International Booker Prize. Heute lebt Kehlmann abwechselnd in New York und Berlin und gilt als eine der prägenden Stimmen der modernen Literatur.

Moderation: Andrea Schäfer

Am 17.03. stellt Daniel Kehlmann sein Buch im Goethe-Institut Paris vor


Am 20.03. zeigen wir den Film Die Büchse der Pandora (1928) des Regisseurs G. W. Pabst.
 
Anmeldung erforderlich per Mail : bibliothek-paris@goethe.de

Der Roman kann bei den Pariser Buchhandlungen, die auf deutschsprachige Literatur spezialisiert sind, bestellt werden:

Librairie « Le neuvième pays »
84 rue Bonaparte
75006 Paris
09.75.38.57.80
Dienstag-Samstag 11:30 Uhr - 19:30 Uhr
leneuviemepays@gmail.com

Bouquiniste - Deutsche Buchhandlung
Gegenüber von 17, Quai Voltaire
75007 Paris
quaivoltaire@bouquinisteallemande.fr
Öffnungszeiten unter:
https://www.instagram.com/bouquinisteallemande/
https://www.facebook.com/bouquinisteallemande/

Der Roman ist in unserer Bibliothek auf Deutsch und Französisch verfügbar.