Goethe-Kino Pandora’s Box

Tom Schilling als Nico in Oh Boy Foto: Oh Boy © Jan-Ole Gerster

Mi, 31.05.2017

19:00

Goethe-Institut London

Anlässlich des 50. Todestages von G.W. Pabst am 29. Mai 2017 präsentieren wir einen der berühmtesten Filme des österreichischen Regisseurs, der mit Fritz Lang und F.W. Murnau zu den großen Regisseuren des Weimarer Kinos zählt. Basierend auf zwei Theaterstücken von Frank Wedekind, Erdgeist (1895), das Pabst selbst für die Bühne inszenierte, und Die Büchse der Pandora (1904), erzählt das Stummfilmdrama das bewegte Leben der Tänzerin Lulu, deren unbefangene Sexualität all die, die sie lieben, und schließlich auch sie selbst in den Ruin stürzt.

Bei der Besetzung der Lulu gab Pabst einer noch wenig bekannten amerikanischen Schauspielerin den Vorzug vor der erfahreneren Marlene Dietrich. Diese gewagte Entscheidung verhalf Louise Brooks zu frühem Starruhm. Ihr unschuldiges Aussehen, ihre natürliche erotische Ausstrahlung und ihre Art sich zu bewegen – Brooks war auch Tänzerin – entsprachen genau Pabsts Vorstellung von seiner Heldin als arglose Verführerin. Seinerzeit durch das Herausschneiden vieler als „skandalös“ empfundenen Szenen verfremdet und von der Kritik wenig wohlwollend besprochen, gilt der Film heute als einer der kühnsten und modernsten Filme der Weimarer Zeit, der Pabsts Beherrschung von Kamerasprache und Montage besonders unter Beweis stellt.

Wir präsentieren den Film in der von der Deutschen Kinemathek betreuten restaurierten Fassung mit Musik von Peer Raben.

Deutschland 1929. Schwarz-weiß, DCP, 135 Minuten. Stummfilm mit aufgenommener Musik. Regie: G.W. Pabst. Mit Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Alice Roberts, Gustav Diessl.
 
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Präsentiert im Rahmen des Goethe-Kinos.

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