Ausstellung Ulay: So you see me

Ulay- So you see me Ulay, S’he, 1973/74. Polaroid type 108. 10.4x8.7 cm. Courtesy Staedel Museum, Frankfurt

Do, 26.10.2017 -
Sa, 16.12.2017

Cooper Gallery - Duncan of Jordanstone College of Art & Design

13 Perth Rd
DD1 4HT Dundee

Vernissage: Do, 26. Oktober, 17:30 - 19:30
Internationales Symposium: Sa, 2. Dezember, 14:00 - 18:00


Mit den vier Worten so you see me definiert Ulay, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Performancekünstler, eine dringliche Zone radikalen Handelns und Sprechens.

Seit den 1970er Jahren erlangte Ulay internationale Bekanntheit mit seinen Experimenten in den Bereichen Fotografie und Aktionskunst und durch seine wegweisende Zusammenarbeit mit Marina Abramović.

Ulays Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Fotografie, Performance und kritischer Intervention und untersuchen physische, emotionale und ethische Grenzen des individuellen und gegenderten Selbst, wobei Ulay „das Soziale“ als elementares Mittel bekräftigt, das alltäglichem Leben Bedeutung verleiht.

So you see me  positioniert Ulays Arbeit als eine philosophische und kreative „Praxis des Denkens und Verkörperns“, die den Körper als Ausgangspunkt sieht, um die Bedeutung der conditio humana ebenso zu befragen wie Dynamiken des „anderen Selbst“ oder „Verletzbarkeit als Form des Widerstands“ und adressiert damit tiefgreifende Implikationen einer ethischen Funktion von Kunst.

Als Gegenposition zu den Unsicherheiten, welche die zeitgenössische Politik kennzeichnen, bekräftigt Ulays Praxis auf radikale Weise die ethischen, moralischen und politischen Diskurse, die alternative Konzepte des Politischen und ihre Arten des Widerstands aufzeigen.

 

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