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18:00 Uhr

European Book Club: Witold Szabłowski

Buchclub

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  • Sprache Englisch
  • Preis Kostenlos

European Book Club: Witold Szabłowski ©GOETHE-INSTITUT

Die diesjährige Saison des European Book Clubs unter dem Motto Young Voices wird von Januar bis Juli 2022 als siebenteilige Veranstaltungsreihe präsentiert.

In der kommenden Veranstaltung, präsentiert von der Polnischen Botschaft in Dublin, wird der preisgekrönte polnische Journalist und Autor Witold Szabłowski aus seiner Sammlung von Reportagen, Dancing Bears: True Stories of People Nostalgic for Life Under Tyranny, lesen.

Zudem schildert Szabłowski seine Eindrücke aus der Ukraine, wo er aus erster Hand von der Belastung der ukrainischen Bevölkerung durch den Krieg berichtet.

Die Veranstaltung findet am 2. Juni 2022 um 18:00 Uhr über Zoom statt.
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Über das Buch

Über hunderte von Jahren haben bulgarische Sinti und Roma Bären beigebracht zu tanzen, sie in ihre Familien integriert und für Aufführungen mit auf ihre Routen genommen. Nach dem Fall des Kommunismus in den frühen 2000er-Jahren wurden sie gezwungen, die Bären in Naturschutzgebieten freizulassen. Noch heute stellen die Bären sich auf ihre Hinterbeine und tanzen, wenn sie einem Menschen begegnen.

In der Tradition Ryszard Kapuścińskis erzählt der Journalist Witold Szabłowski die außergewöhnlichen Geschichten von Menschen in Osteuropa und Kuba, die – wie die Bären aus Bulgarien – frei sind, aber scheinbar dennoch nostalgisch auf eine Zeit blicken, in der sie es nicht waren. Seine Berichte vor Ort reichen vom Schmuggel eines Autos in die Ukraine, vom Fahren per Anhalter durch den Kosovo während dessen Unabhängigkeitserklärung über das Diskutieren mit Stalin-freundlichen Reiseführern im Stalin-Museum oder dem Übernachten in Londons Victoria Station neben einer obdachlosen Polin bis hin zu Taxifahrten mit Kubaner*innen, die um das Leben von Fidel Castro fürchten. Sie zeichnen ein faszinierendes Porträt der sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche und lehren uns die Grenzen von Freiheit wie die Verführungen autoritärer Herrschaft.

Über den Autor

Witold Szabłowski ist ein preisgekrönter polnischer Journalist. Mit 25 Jahren wurde er zum jüngsten Reporter der wöchentlichen Beilage Duży Format der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza, für die er international aus Kuba, Südafrika und Island berichtete. Mit seinen Reportagen zu den Fluchtbewegungen in die EU gewann er den Preis für Journalismus des Europäischen Parlaments; seine Reportage über das Massaker von polnischen Menschen in der Ukraine 1943 gewann den Ryszard Kapuściński-Preis der polnischen Presseagentur; während sein Buch über die Türkei, The Assassin from Apricot City, den Beata Pawlak- sowie den English PEN-Preis gewann und für Polens renommierten Nike Preis nominiert war. Szabłowski lebt in Warschau.