Voices of Memory
A Riverside Sound Art Installation

  • Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Irish National War Memorial Gardens
  • Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Ort der Klangkunst Installation in den Irish National War Memorial Gardens
  • Ort der Klangkunst Installation in den Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Ort der Klangkunst Installation in den Irish National War Memorial Gardens
  • Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Irish National War Memorial Gardens
  • Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Irish National War Memorial Gardens
  • Klangbrücke Karte GoogleMaps Data 2016
    Die Klanginstallation Voices of Memory befindet sich im Irish National War Memorial Park, am Südufer der Liffey. Entfernung von Heuston Station: 2km, Zugang per Auto über Con Colbert Road und South Circular Road. Busse vom Zentrum: Nr. 25, 51D und 67, Haltestelle Con Colbert Road, direkt am Park. Karte: GoogleMaps Data 2016
  • Irish National War Memorial Gardens Goethe-Institut / Eugene Langan
    Irish National War Memorial Gardens

 

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Voices of Memory. A Riverside Sound Art Installation at the Irish National War Memorial Gardens ist eine Klanginstallation der (international für ihre ortsbezogenen Arbeiten bekannten) Künstlerin Christina Kubisch zur Erinnerung an die insgesamt 49.000 Iren, die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Diese Namen wurden 1923 in Ireland‘s Memorial Records 1914-1918 publiziert. Die Auflistung in acht Bänden wurde vom irischen Künstler Harry Clarke wunderschön gestaltet und illustriert und ist in den Irish National War Memorial Gardens untergebracht.

Fast die gesamte Namensliste wurde von Freiwilligen verschiedenen Alters und mit verschiedenen Akzenten aus ganz Irland gelesen. Die Klanginstallation basiert auf dem Klangfluss dieser männlichen und weiblichen Stimmen, die am Ufer der Liffey erklingen. Die Namen sind in alphabetischer Reihenfolge zu hören. Es gibt viele Personen mit identischem Namen, die aber alle einzeln gelesen werden. Die Künstlerin hat die Aufnahmen nicht wesentlich verändert, sie variiert nur die Dichte, den Rhythmus und den Namensfluss in dieser Vierkanal-Installation. Kurze stille Momente werden durch Unterwasseraufnahmen von der Liffey unterbrochen, wie zum Beispiel dem Rhythmus der vorbei fahrenden Ruderboote, den Tönen der verborgenen Welt der dort lebenden Insekten und Tiere, und natürlich dem Flusslauf selber.

Die Installation wird vom 16. April bis zum 30. September 2017 in den Irish National War Memorial Gardens auf der Südseite der Liffey hörbar sein.

 

Royal Ulster Rifles an der Somme Quelle: commens.wikimedia.org

Historischer Hintergrund

David Fitzpatrick, emeritierter Professor für Neuere Geschichte am Trinity College Dublin, portraitiert Irland im Ersten Weltkrieg mit Fokus auf 1916. Er spricht über den größten militärischen Einsatz in der irischen Geschichte und bezieht sich auf die Schlachten auf Gallipoli und an der Somme. 

Installation Voices of Memory Foto: Eckehard Güther/Christina Kubisch

Das Kunstprojekt

Neben der Künstlerin Christina Kubisch spielten auch andere Akteure eine entscheidende Rolle für die Umsetzung des Klangkunstprojekts. Knapp 200 Freiwillige kamen zu den Aufnahmeterminen und gaben der Installation ihre Stimmen, indem sie über 40,000 Namen irischen Soldaten lasen.

Aufnahmeraum City Council Foto: Goethe-Institut/Franziska Hülshoff

Klangkunst im öffentlichen Raum

Der renommierte Klangkünstler Sven Anderson diskutiert Christina Kubischs „Voices of Memory“ und die Rolle der Klangkunst im öffentlichen Raum Dublins. Er bezieht sich auf seine Begegnungen mit Kubischs Werk und dem anderer Klangkünstler und greift damit auf seine jahrelange Erfahrung in der Klangkunstszene zurück.

Postkarte an Michael Nugent Quelle: Marie McLoughlin

Hinter den Stimmen

Hinter den zehntausenden Namen, die in der Klangkunstinstallation gelesen werden, stehen persönliche Schicksale der Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Ihre Geschichten, die manchmal in Vergessenheit geraten sind, sollen hier mit Hilfe ihrer Verwandten aufgedeckt werden.

Die Idee zu Voices of Memory von Christina Kubisch entstand vor zwei Jahren, als das Goethe-Institut Irland vorschlug, Christina Kubisch zu einem Arbeitsaufenthalt nach Dublin einzuladen. Diese Einladung basierte auf einer Reihe von Klangkunstarbeiten im Öffentlichen Raum, die das das Dublin City Council in Auftrag gegeben hatte, und der Überlegung, eine Klangkunstinstallation in den Irish National War Memorial Gardens zu entwickeln. Die Ireland’s Memorial Records 1914–1918, illustriert vom irischen Künstler Harry Clarke, sowie die Lage des Parks am Fluss beeindruckten die Künstlerin zutiefst, was den Beginn der Reise markierte, die zum Klangkunstwerk Voices of Memory führte. Diese Auftragsarbeit hat sich zu einer tiefgründigen Erinnerung an die Iren, die im Ersten Weltkrieg umgekommen sind, entwickelt.

Die Installation hätte niemals realisiert werden können ohne die Partnerschaft mit und Unterstützung und Begeisterung vieler Beteiligter und Organisationen. Die Aufgeschlossenheit der Trustees of the Irish National War Memorial Gardens und des Department of Arts, Heritage and the Gaeltacht gegenüber einer solchen Installation sowie die Mitwirkung des OPW waren unschätzbar für die Realisierung des Unternehmens.

Wir freuen uns, dass Christina Kubisch ein so inspirierendes Werk für Irland geschaffen hat.


Dr. Thomas Lier,
Institutsleiter, Goethe-Institut Irland
 
Ruairí Ó Cuív
Kurator, Dublin City Council
 
 
Danksagungen
Künstlerisches Konzept: Christina Kubisch
Klangtechnik: Eckehard Güther
Tonaufnahmen: Fergus Kelly
Technische Leitung: Dipl. Ing. Manfred Fox

Projektleitung: Ruairí Ó Cuív, Dublin City Council Arts Manager, Kurator
                       Dr. Thomas Lier, Goethe-Institut Irland
 
Projektmitarbeit: Olivia Laumenech, Dublin City Council
                          Kate McBride, Dublin City Council
                          Barbara Ebert, Goethe-Institut Irland
                          Heidrun Rottke, Goethe-Institut Irland
                          Franziska Hülshoff, Projektkoordination und Projektwebseite
                          Anna Labudde, Mitarbeit bei Projektentwicklung
 
 

Eine Auftragsarbeit des Goethe-Instituts Irland in Zusammenarbeit mit Dublin City Council, unterstützt vom Department of Arts, Heritage and the Gaeltacht, dem Office of Public Works und den Trustees of the Irish National War Memorial Gardens.
 

Kooperationspartner

 

Voices of Memory: Kooperationspartner Voices of Memory: Kooperationspartner