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Podcast Hiberno Goethe

Logo Hiberno Goethe German Irish Conversations© Goethe-Institut

HIBERNO GOETHE: GERMAN IRISH CONVERSATIONS

Dieser Podcast taucht ein in die bunte Vielfalt von Kunst, Sprache und kulturübergreifendem Leben. St. Pauli-Fan und ehemaliger Düsseldorfer Ciarán Murray und seine Gäste sprechen über Momente, die deutsches und irisches Leben verbinden. Was nehmen Musiker*innen, Tänzer*innen, Künstler*innen, Autor*innen von der jeweils anderen Kultur auf? Wodurch werden sie inspiriert und bereichert? Für alle Hörer*innen, die grenzüberschreitend denken. 

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Alle Episoden

Episode 6 Hiberno Goethe: Gerard Byrne

In dieser Episode spricht Ciarán mit dem Künstler Gerard Byrne, der an der Städelschule in Frankfurt unterrichtet. Die Unterhaltung reicht von Brecht bis Beckett und Kasper König.

Gerard und Ciarán sprechen über die Städelschule als eine der einflussreichsten Kunsthochschulen Deutschlands, und darüber, dass dieser Arbeitzplatz durch die Anwesenheit einer Reihe international annerkannter Künstler*innen als Kolleg*innen sehr aufregend ist.
Sie schauen durch die irische Brille, und betrachten Städte wie Kopenhagen und Frankfurt als sehr ähnlich - nämlich "kontinental", weil Irland traditionell eher anglozentristisch geprägt ist, so dass die Modelle aus dem Vereinigten Königreich stammen. Was das Reisen angeht, sehen beide, wie anders Zugreisen in Deutschland im Vergleich zur Erfahrung in Dublin sind; dass man sehr leicht und schnell in viele interessante Städte gelangt.
Obwohl Gerard nicht deutschsprachig ist, entdeckte er Kraftwerk relativ früh für sich, und versteht Deutschland in seiner zentralen Rolle in der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst des 20. Jh. Zur Sprache kommt auch, dass Bildende Kunst in Deutschland einen vordergründigeren Platz einnimmt als in Irland, welche sozio-politischen Gründe es dafür gibt, und die Dokumenta in Kassel als Zelebrierung der Wichtigkeit von Kunst in Deutschland, wo selbst Taxifahrer*innen über Kunst sprechen möchten.

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Empfehlungen
Gerard arbeitet zur Zeit mit Studierenden der Städelschule in der Return Galerie des Goethe.Institut Irlands an einem Projekt für das 60-jährige Jubiläum.

 

Episode 5 Hiberno Goethe: Don Morgan

In dieser Episode ist Donnchadh Morgan zu Gast. Er ist Rechtsanwalt und der Sohn von Dermot Morgan und Susanne Morgen, (geb. Garmatz), die aus Deutschland stammt. Donnchadh erzählt von seiner Erfahrung mit der deutsch-irischen Kulturwelt - mit einigenl witzigigen, aber auch schmerzlichen Momenten aus den Geschichten der Großeltern, als sie Schlesien und Pommern verließen bis hin zur Reise seiner Mutter von Hamburg zur Dublin Horse Show, wo sie seinen Vater traf.  

Don Morgan NearFM  Ciarán und Donnchadh sprechen über Veränderungen in Irland - von den tristen 1980ern ohne richtigen Kaffee hin zur Schickimick-Gegenwart - dem Konzept der Wutbürger, wenn etwas im Schlamassel endet, wie der verzögerte Bau der Elbphilharmonie. Außerdem besprechen sie, wie ernst Deutsche die Welt nehmen, aber auch sehr loyal und witzig, ja sogar auf eine 19. Jh-Art romantisch sen können.

Donnchadh fühlt sich als Europäer, und sieht - angesicht des Austritts von UK aus der EU - viele Gelegenheiten für stärkere Bindungen zwischen Irland und Deutschland: "Wir haben ihnen das Christentum gegeben, dann können wir ihnen auch mehr Butter geben."

Episode 5 - Spotify


·  Golo Mann: Erinnerungen und Gedanken. Eine Jugend in Deutschland. Thomas Manns Sohn über Deutschland als es ins Totalitäre rutschte. Eins der wenigen Bücher, die mein Großvater aktiv empfohlen hat. Außedem: Thomas Mann: Buddenbrooks.

·  Stefan Zweig: Sternstunden der Menschheit  – Zugegeben, Zweig ist Österreicher, aber das Buch war stets im Bücherregal meiner Großeltern. 

·  Album: Die Mathematik der Anna Depenbusch (bestes Lied: “Tim liebt Tina”). Eigentlich alles von Anna Depenbusch. Sie ist das Beispiel für die nicht wahrgenommene Fähigkeit, gleichzeitig spielerisch und tiefgründig mit der deutschen Sprache umzugehen.

·  Claudia Rusch, Meine Freie Deutsche Jugend; mitreißende und oft witzige Erinnerungen des Aufwachsens in Ostdeutschland. 

·  Die Abenteuer des Baron Münchausen (Rudolf Erich Raspe); Erich Kästners Nacherzählung dieser Geschichten ist großartig.

·  Heinrich Böll: Irisches Tagebuch – Das Buch sagt mehr über Deutschland als über Irland aus, gibt aber Einblick in das Bild vieler Deutscher von Irland. Manche irischen Menschen empfinden diese Darstellung Irlands als problmatisch, aber ich denke, es ist beispielhaft für eine naive Faszination, die auch heute noch existiert.

·  Hugo Hamilton: The Speckled People. Der Identitätskonflikt der Menschen in meiner Situation wurde in Prosa nie ergreifender dargestellt als in Hamiltons Memoiren.

·  Walter Kempowski: Alles umsonst; Günther Grass: Im Krebsgang; Svenja O’Donnell, Inge’s War. Alle handeln auf unterschiedliche Weise von der Ausweisung Deutscher aus dem Gebiet östlich der Oder am Ende des Zweiten Weltkriegs. Das letzte ist relativ neu und auf meiner Liste für dieses Jahr.

Episode 4 Hiberno Goethe: Ulrike Gasser

Ciarán spricht diesen Monat mit Ulrike Gasser, der neuen Leiterin des Goethe-Institut Irlands und nun stolze Dublin "Northsider".

Ulrike Gasser NearFM Ulrike stammt ursprünglich aus München, identifiziert sich jedoch mit vielen anderen Kulturen und wertschätzt sie; insbesondere die des Mittleren Ostens. Während ihrer Arbeit mit Künstler*innen in Ankara und Istanbul, sprach sie Türkisch, und beschreibt die Sprache als sehr poetisch - versehen mit vielen Symbolen und Bildern. Im Gespräch geht es um einige Besonderheiten Bayerns, das türkische Deutschland und dass der Mittlere Osten oft unzureichend dargestellt wurde und wird. Andere Themen sind die Freude an Büchern und anderen Kunstformen, und wie Deutsche Weihnachten feiern - mit Christkind und Krampus.
Ulrike liest eine Passage aus Heinrich Bölls Werk, das nach dem Zweiten Weltkrieg eine Irland-Affinität in Deutschland auslöste.

Episode 4 - Spotify

Episode 3 Hiberno Goethe: John Scott

John Scott, Choreograph und Artistic Director des Irish Modern Dance Theatre, ist Gast dieser Episode.

John Scott John Scott | NearFM John wuchs als Sohn künstlerischer Eltern auf und lernte das Abbey Theatre schon in jungen Jahren kennen. Seine Liebe zum Tanz wurde geweckt, nachdem er Kurt Jooss Meisterwerk "Der Grüne Tisch" sah.
Er spricht über großartige Tänzer*innen, Choreograph*innen, Musiker*innen und den Einfluss, den sie auf sein Leben hatten.
John errinert sich an seinen ersten Besuch in Deutschland Anfang der 1980er und wie bezaubert er war, dass Kultur in Deutschland so wichtig genommen wurde; die wunderschönen Tanzräume, wunderbaren Theater, Opernhäuser und Buchläden. Ciarán und John sprechen über Herausforderungen und Freuden, Tänzer - und später Heldentenor - zu werden. Sie reden außerdem über deutsche Filme, Bücher, über Essen und verschiedene Landschaften in Deutschland. John rezitiert einen Teil von Beethovens einziger Oper "Fidelio", wo Fidelio ihren Ehemann Florestan aus dem Gefängnis rettet. Aufgrund seiner intensiven Erfahrung mit der deutschen Sprache beschreibt John sie als sowohl spirituell und reich als auch als dunkel in ihren fast bedrohlichen Klängen.
Wir erfahren, welche COVID-Beschränkungen die Tanzwelt beeinflussen, wie Tänzer*innen sich in Aufführungen nicht mehr berühren können, das Tragen von Masken jedoch seinen Platz im Tanz hat. Für John ist es nicht durchweg negativ; es lehrt ihn, Hürden mit neuem Blick zu betrachten, um im Leben weiterzukommen.

Episode 3 - Spotify
 


1 - link to my solo, ‘Heroes’: which I mention in the interview 
1a - Dances for Inside and Outside: my Pandemic choreography
2 - The White Piece (one of my works with Survivors of Torture)
3 - It is better to, choreographed by German choreographer Thomas Lehmen for IMDT
4 - Gott, Welch dunkel hier! Aria from Beethoven’s Fidelio sung my me
5 - Dark, Netflix German series 
6 - Pina Bausch - seminal German choreographer
7 - William Forsythe, Seminal US choreographer based for many years in Frankfurt/Dresden 
8 - Dance On Ensemble: important Berlin based ensemble 
9 - Susanne Linke - seminal German choreographer 
10 - Joint Adventures - important German dance production agency based in Munich
11 - Fassbinder Foundation: Foundation for German filmmaker Rainer Werner Fassbinder
12 - Bauhaus Movement history
13 - Beethoven - article from The Guardian
14 - Wagner - Beyrouth Festival
15 - William Forsythe: One Flat Thing (excerpt filmed at Bockenheimer Depot, Frankfurt Main)
16 - William Forsythe: The Loss of Small Detail finale
17 - Pina Bausch: Sacre du Printemps extract 
18 - Introduction to the work of Heiner Muller
19 - Wagner: Liebestod from Tristan und Isolde, Conducted by Daniel Barenboim, Directed by Heiner Muller
20 - Wagner: Ride of the Walkures

Episode 2 Hiberno Goethe: Botschafterin Deike Potzel


Deike Potzel und Ciarán Murray NearFM Diesen Monat spricht Ciarán mit der Deutschen Botschafterin Deike Potzel, die schon seit ihrer Interrailing-Erfahrung in Europa direkt nach dem Fall der Berliner Mauer 1989, ein großes Interesse an irischen Menschen, irischer Geschichte und Sprache hatte.
Sie sprechen über die irische Grenze, darüber, wie die Botschafterin in Ost-Berlin aufwuchs und über das Aufkommen von Rechtsextremismus. Wir erfahren, dass deutsche Stereotype in Dublin, Singapur oder Teheran offenbar dieselben sind; auch wie wichtig es ist, unsere Vergangenheit zu verarbeiten und dass kulturelles Verständnis offene Debatten braucht.
Im Gespräch taucht die Schönheit der Ostsee auf, insbesondere die autofreie Insel Hiddensee, Brittas Bay in Wicklow und viele großartige deutsche und Irische Schriftsteller*innen, die Deike inspiriert haben und manchmal mit einem Glas Wein genossen werden.
Sie vermisst zwar keine spezifisch deutsche Spezialität - und bestimmt nicht Sülze, aber vielleicht Kirschmarmelade - jedoch werden Ost-Berlin und die DDR immer ein wichtiger Teil ihrer Identität sein.

Episode 2 - Spotify
 


Hugo Hamilton: The Speckled People; Heinrich Böll: Irisches Tagebuch; Stan Nadolny: Die Entdeckung der Langsamkeit; Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt, (a wonderful book about Alexander von Humboldt, won many awards; made into a movie); Daniel Kehlmann: Tyll (translated; about Till Eulenspiegel and the 30 Year War in Europe); Jenny Erpenbeck: Gehen, Ging, Gegangen; Julie Zeh; Dörte Hansen: Altes Land; Ferdinand von Schirach: Terror (and many other crime stories); Bernhard Schlink: Der Vorleser (made into a movie with Kate Winslet); Lutz Seiler: Kruso; Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts; Wladimir Kaminer: many, many books; Uwe Timm: Die Erfindung der Currywurst; Peter Schneider: Der Mauerspringer ( a guy going back and forth between East and West Berlin in times of the wall)

Einige Klassiker – jedoch aus dem 20. Jh
Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein (wonderful story about a couple in resistance fight to Hitler)
Siegfried Lenz: Die Deutschstunde
Christa Wolf: Kassandra (and others)
Stefan Heym: any of his books
Walter Kempowski: any of his books

Musiker*innen:
Die Ärzte; Die Toten Hosen; Paul van Dyck; Seed; The Boss Hoss; Udo Lindenberg; Herbert Groenemeyer; Marius Mueller-Westernhagen; Annenmaykantereit; Nena; Silbermond; Juli; Die Fantastischen Vier; Sarah Connor; Mark Forster

Episode 1 Hiberno Goethe: Sharon Carty

Sharon Carty at NearFM ©NearFM Ciarán unterhält sich mit Mezzosopranistin Sharon Carty. Wir erfahren, wie sie von ihrem Beruf als Sportlehrerin zur Opernsängerin wechselte, und dass sie mit Country-Musik aufwuchs – Willie Nelson und ‘Wailing’ Jennings! Die beiden sprechen über ihre Begegnung mit Deutsch an der Schule, der Grammatik, das Lernen von ‚Der, die, das, die‘ und wie Sharons Begeisterung für die Sprache wuchs, besonders als sie anfing, deutsche Opern zu singen. Außerdem geht es um Aufführungen, aufwendige Garderobe und warum man immer ein Reservekleid dabei haben sollte. Verglichen werden Leben in Wien, Frankfurt und Irland und auch, wie unterschiedlich Oper in diesen Ländern wahrgenommen wird. Sharon erzählt, dass manche Lieder ursprünglich sehr emotionale Gedichte sind, und liest „Winterabend“ von  Karl Gottfried von Leitner.

Episode 1 - Spotify

Intro Episode Hiberno Goethe: Oya Demirci


 

Oya and Ciarán NearFM Ciarán Murray spricht mit der Leiterin der Bibliothek des Goethe-Institut Irlands, Oya Demirci. In der Unterhaltung geht es um Musik, Essen, Tanz, Bücher und James Joyce natürlich. Insbesondere geht es um das Leben in verschieden Kulturen und welche Inspirationen und Einflüsse sich dadurch ergeben. Oya erzählt, wie es zu der Podcast-Serie kam und von den zukünftigen Gästen, die mit einem Bein in der deutschen und mit dem anderen in der irischen Kultur stehen.

Intro Episode - Spotify

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