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Max Mueller Bhavan | Indien

Montag, 20. - Donnerstag, 30. Mai 2019, 18:30 Uhr (Programm s. u.)

Deutsche Spielfilme

Filmfestival

  • India International Centre (IIC), 40, Max Mueller Marg, New Delhi

  • Sprache Deutsch mit englischen untertiteln

IIC German Film Festival © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan

Der India Internatioanl Centre Film Club präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan New Delhi ein Festival preisgekrönter Spielfilme aus Deutschland.

Montag, 20. Mai - Donnerstag, 30. Mai 2019, 18.30 Uhr (Programm s. u.)
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Montag, 20. Mai 2019, 18:30 Uhr
Die innere Sicherheit | Quelle: Pegasos, DIF © Quelle: Pegasos, DIF Die innere Sicherheit Quelle: Pegasos, DIF
Die innere Sicherheit

Regie: Christian Petzold (Deutschland, 2000, Farbe, 106 min.)

Jeanne ist 15 Jahre alt und steckt mitten in der Pubertät – doch ein normales Teenagerleben kann das Mädchen nicht führen: denn Jeanne lebt mit ihren Eltern Clara und Hans, ehemaligen Terroristen, im Untergrund. Immer wieder muss die Familie kurzfristig umziehen, dauerhafte Freundschaften sind zu gefährlich und die permanente Anspannung verhindert jedes Gefühl einer bürgerlichen "Alltäglichkeit".

Doch eines Tages verliebt Jeanne sich in den jungen Surfer Heinrich. Und sie ist nicht bereit, dieses kleine Stück Normalität für ihre Eltern aufzugeben. Hans und Clara planen derweil einen Banküberfall um ihre weitere Flucht zu finanzieren. Sie ahnen nicht, dass die Polizei ihnen bereits dicht auf den Fersen ist.

Mittwoch, 22. Mai 2019, 18:30 Uhr
Alles Anderen | Quelle: PROKINO, DIF, © 2008 PROKINO Filmverleih GmbH © Quelle: PROKINO, DIF, © 2008 PROKINO Filmverleih GmbH Alles Anderen Quelle: PROKINO, DIF, © 2008 PROKINO Filmverleih GmbH
Alle Anderen

Regie: Maren Ade (Deutschland, 2019, Farbe, 124 min.)

Der Film erzählt die Geschichte von Gitti und Chris, einem ungleichen Paar, das sich in abgeschiedener Zweisamkeit durch einen Urlaub kämpft. Wir lernen zwei Menschen kennen, wie sie nur sein können, wenn sie allein sind, und ihre geheimen Rituale, Albernheiten, unerfüllten Wünsche und Machtkämpfe.

Ausgelöst durch ein scheinbar unwichtiges Ereignis – die Begegnung mit einem anderen Paar – gerät die Beziehung ins Wanken. Die anderen sind nicht nur erfolgreicher, sondern verstehen es zudem, eine konventionelle Mann-Frau-Rollenverteilung hinter einer modernen Fassade zu verstecken. Chris beginnt sich an den anderen zu orientieren und versucht seiner eigensinnigen Freundin ihre Grenzen zu zeigen, wodurch Gittis Vertrauen in ihren Freund zutiefst erschüttert wird. Ihr Versuch, sich seinem neuen Wunschbild anzupassen, entwickelt sich vom Spiel mit einer neuen Rolle zu einem stillen Kampf gegen sich selbst. Während Chris in der Rolle des Stärkeren aufblüht und sich Gitti auf neue Weise öffnet, droht sie sich zu verlieren.

Mit subtilem Humor und grausamer Genauigkeit erzählt der Film von den widersprüchlichen Sehnsüchten eines Paares auf der Suche nach der eigenen Identität. Ein intimer Liebesfilm, der in die Tiefen einer Beziehung eintaucht und die emotionale Orientierungslosigkeit einer Generation widerspiegelt. Maren Ade: "Ich wollte einen Film machen über das verworrene, einzigartige Gebilde, das zwei Menschen ergeben, wenn sie eine Liebesbeziehung führen. Die Hauptfigur sollte ein Paar sein und keine einzelne Person."

Frietag, 24. Mai 2019, 18:30 Uhr
Die Brücke am Ibar | Quelle: Movienet Film, DIF © Quelle: Movienet Film, DIF Die Brücke am Ibar Quelle: Movienet Film, DIF
Die Brücke am Ibar

Regie: Michaela Kezele (Deutschland, 2011/2012, Farbe, 91 min.)

Kosovo, 1999. Während Kampfjets der Nato das Morden zwischen Serben und Albanern stoppen sollen, lebt die junge Serbin Danica mit ihren zwei Söhnen in einer serbisch-albanischen Siedlung in ständiger Angst. Nur der Fluss trennt den serbischen vom albanischen Teil der Stadt. Danicas Ehemann wurde von albanischen Soldaten umgebracht, ihre beiden Söhne haben das Trauma dieser Bluttat noch nicht verarbeitet. Als sich eines Tages der schwerverletzte UCK-Soldat Ramiz in ihrem Garten versteckt, beschließt Danica ihm zu helfen, anstatt ihn an die serbischen Milizen auszuliefern – trotz der Gefahr, der sie sich und ihren Söhnen damit aussetzt. Als Ramiz schließlich von einer Nachbarin verraten wird und flüchten muss, spitzt sich die Situation immer weiter zu, denn Danicas Sohn Danilo folgt dem Mann in den albanischen Teil der Stadt.

Montag, 27. Mai 2019, 18:30 Uhr
Fack ju Göhte | Quelle: Constantin Film, DIF, © Constantin Film Verleih GmbH, Christoph Assmann © Quelle: Constantin Film, DIF, © Constantin Film Verleih GmbH, Christoph Assmann Fack ju Göhte Quelle: Constantin Film, DIF, © Constantin Film Verleih GmbH, Christoph Assmann
Fack Ju Göhte

Regie: Bora Dagtekin (Germany, 2013, colour, 118 min.)

Eigentlich schlägt sich Zeki Müller als Kleinganove durchs Leben – mit mäßigem Erfolg: sein letzter Coup hat ihm eine Haftstrafe eingebracht. Frisch entlassen, will er sich nun seine Diebesbeute holen. Aber das Schicksal hat etwas anderes für ihn vorgesehen, und so landet Zeki durch eine Verkettung von Zufällen als Aushilfslehrer an einer Schule. Mit seinen äußerst ruppigen Methoden irritiert er zwar seine Kollegen, kommt mit den Schülern seiner Problemklasse aber erstaunlich gut zurecht. Auch die hübsche Referendarin Lisi zeigt sich von dem unkonventionellen Lehrer sehr fasziniert. Angesichts seiner Erfolge in Beruf und Liebe kommen Zeki Zweifel, ob er überhaupt in sein kriminelles Leben zurückkehren will.
  
Dienstag, 28. Mai 2019, 18:30 Uhr
Die geliebten Schwestern | Quelle: Senator Film, DIF, © Senator Film © Quelle: Senator Film, DIF, © Senator Film Die geliebten Schwestern Quelle: Senator Film, DIF, © Senator Film
Die geliebten Schwestern

Regie: Dominik Graf (Deutschland/Österreich, 2012/2014, Farbe, 134 min.)

1788: Charlotte von Lengefeld, Tochter einer mittellosen Adelsfamilie in Thüringen, ist aus Weimar in ihre Heimatstadt Rudolstadt zurückgekehrt - vor allem zur Freude ihrer unglücklich verheirateten Schwester Caroline von Beulitz. Einst hatten sich die beiden Mädchen geschworen, alles in ihrem Leben miteinander zu teilen. Als der aus Württemberg verbannte Friedrich Schiller in Rudolstadt auftaucht, nehmen sie diesen Eid ernst. Sie beginnen eine „ménage à trois“, die sogar von Charlottes Heirat mit dem Dichter profitiert. Doch dieser Lebensentwurf erweist sich als zerbrechlich. Dominik Grafs Film ist eine Mischung aus belegten Fakten und Fiktionen; die private Utopie lässt sich ebenso schwer verwirklichen wie die politische im Hintergrund – die französische Revolution.

Donnerstag, 30. Mai 2019, 18:30 Uhr
Victoria | Quelle: Senator Film Verleih, DIF, © 2015 Senator Film © Quelle: Senator Film Verleih, DIF, © 2015 Senator Film Victoria Quelle: Senator Film Verleih, DIF, © 2015 Senator Film
Victoria

Regie: Sebastian Schipper (Deutschlad, 2014/2015, Farbe, 140 min.)

Selbstverloren tanzt die junge Spanierin Victoria durch die Berliner Szene. Vor einem Club lernt sie vier Kumpel kennen, die sich als Sonne, Boxer, Blinker und Fuß vorstellen. Schnell kommt man ins Gespräch. Sonne und Victoria interessieren sich füreinander und setzen sich bei erster Gelegenheit von der Gruppe ab. Ihr zarter Flirt wird jedoch jäh von den anderen unterbrochen, denn für die Kumpel ist diese Nacht noch lange nicht zu Ende. Um eine alte Schuld zu begleichen, müssen sie ein krummes Ding durchziehen. Weil einer von ihnen zu betrunken ist, soll ausgerechnet Victoria die Rolle der Fahrerin übernehmen. Aus Spiel wird plötzlich Ernst.

Nach eigenem Drehbuch skizziert Schauspieler und Regisseur Sebastian Schipper die Geschichte einer atemlosen Nacht in den Straßen der Metropole. Die Kamera verknüpft die vergehende Zeit und die zahlreichen Schauplätze nahtlos miteinander und bezieht den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen ein. Mit der verwegenen Truppe blickt man von Hochhausdächern über die Stadt, flaniert über menschenleere Bürgersteige und versteckt sich in abgelegenen Hinterhöfen. Scheinbar beiläufige Ereignisse verdichten sich zu einer dramatischen Tour de force.