25. Deutsches Filmfestival

   Offizielles Plakat des Festivals © Mónica Loya

Das Goethe-Institut Mexiko präsentiert die 25. Ausgabe des Deutschen Filmfestivals, eines der bedeutendsten internationalen Filmfestivals in Mexiko. Das Festival findet von Donnerstag, dem 24. September, bis Samstag, dem 3. Oktober 2026 statt. in diesem Jahr zum Thema:

WIDERSTÄNDIGE ZUKÜNFTE

 

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Zum Thema und Konzept dieser Ausgabe

Wir leben in einer Zeit, in der uns die offiziellen Diskurse scheinbar unausweichlich in Richtung Konfrontation führen: Grenzen verhärten sich, Kriege nehmen zu, und Gesellschaften zerfallen zunehmend in polarisierte Lager. In diesem Kontext wird die Vorstellung von anderen Zukünften zu einem zutiefst politischen und zugleich poetischen Akt.

Angesichts dieser Welt bietet das Kino einen Raum zum Nachdenken über Alternativen. Filme können vorherrschende Narrative infrage stellen und neue Formen des Sehens, Erzählens und Vorstellens dessen, was vor uns liegt, erproben.

Die Filme dieser Ausgabe des Deutschen Filmfestivals zeigen nicht nur technologische Visionen oder spektakuläre Dystopien - sondern vor allem Zukünfte, deren Radikalität in ihrer in ihrer Alltäglichkeit liegt. Es sind persönliche, unbequeme, sensible und überraschende Zukünfte, die auf Zweifeln, Fragilität und manchmal Widerstand beruhen. Geschichten, die Machtstrukturen hinterfragen, Gemeinschaftsformen neu erfinden und neue Wege der Begegnung erkunden, beruhend auf Liebe, Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit.

Die Filme versuchen keine einfachen Antworten zu liefern. Stattdessen verbindet sie etwas weitaus Wertvolleres: die Vorstellungskraft.

In einem Moment, in dem sich die Gegenwart scheinbar selbst blockiert, erinnert uns das deutsche Kino daran, dass auch Widerstand eine Geste der Hoffnung sein kann. Jede Geschichte, die das Bestehende herausfordert, jedes Bild, das es wagt, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, eröffnet die Möglichkeit einer anderen Zukunft.

Deshalb steht die 25. Ausgabe des Deutschen Filmfestivals – als Teil der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Goethe-Instituts in Mexiko – unter einem gemeinsamen thematischen Leitmotiv: WIDERSTÄNDIGE ZUKÜNFTE. Denn vielleicht sind die Zukünfte, die wir heute am dringendsten brauchen, nicht Ordnung oder Gewissheiten versprechende, sondern jene, die es wagen, Unerwartetes in Frage zu stellen. Zukunftsversionen, die aus Empathie und der Überzeugung entstehen, dass jeder Wandel mit der Vorstellung einer anderen Welt beginnt.

ÜBER DAS PLAKAT

Mónica Loya (Chihuahua, 1990) ist eine mexikanische bildende Künstlerin, deren Werk dem Pop-Surrealismus zuzuordnen ist. Durch Malerei und Illustration erforscht sie die menschliche Figur, vor allem die weibliche, sowie Emotionen wie Angst, Melancholie und Sehnsucht. Ihr Werk verbindet Alltagsszenen mit traumhaften Stimmungen und nutzt dabei sanfte Farbpaletten und Kompositionen, die eine Spannung zwischen dem Intimen und dem Beunruhigenden offenbaren. 

 

Meine wichtigsten Inspirationsquellen für dieses Plakat waren die illustrierten Plakate des deutschen Expressionismus der 1920er Jahre, aber auch die Zukunftsvision und die futuristische Ästhetik jener Zeit, das Make-up der 1920er Jahre, die ausdrucksstarken Gesichter und die rebellische Haltung des Punk. Außerdem hat mich die Idee des Ungehorsams inspiriert, die sich gerade im Titel des Festivals widerspiegelt. Ich wollte die Illustration und den Titel analog gestalten, damit das Werk besser mit dem Thema harmoniert und einen organischeren, ausdrucksstärkeren und rebellischeren Charakter behält.
Mónica Loya

  Courtesy: Mónica Loya