Alle zwei Jahre werden im Rahmen des Theaterwelt Festivals Theaterautor*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen. Ziel ist, einen Raum für künstlerischen Austausch zwischen der deutschsprachigen und der mexikanischen Theaterszene zu schaffen. Die ausgewählten Theatertexte werden ins Spanische übersetzt und von mexikanischen Regisseur*innen und Ensembles als szenische Lesungen präsentiert.
Die Aktivitäten der zehnten Ausgabe von Theaterwelt finden vom 06. bis 30. August 2026 im Teatro El Granero im Centro Cultural del Bosque, im Goethe-Institut Mexiko und in Casa del Lago statt und beschäftigen sich mit dem Thema „Migration“. In einer Zeit globaler Umbrüche und gesellschaftlicher Polarisierung rückt das Festival damit ein hochaktuelles Thema in den Fokus. Die eingeladenen Stücke setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen von Zugehörigkeit und Identität auseinander.
Auch in diesem Jahr werden vier deutschsprachige Theatertexte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in dieser Ausgabe präsentiert: Fatma Aydemirs Roman „Dschinns“ in der Theateradaptation von Selen Kara; Ayşe Bosses Stück „Pembo“ für junges Publikum; Aslı Kışlals Theateradaption von Barbi Markovićs Roman „Minihorror“; sowie das Stück „die gegangen sind“ von Anaïs Clerc und Yazan Melhem.
Neben den szenischen Lesungen bietet das Festival ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Publikumsgesprächen, eine Diskussionsrunde sowie Workshops, die von den eingeladenen Autor*innen geleitet werden.
Erweiterung von Theaterwelt 2026 in Guadalajara
Zusätzlich zu den Aktivitäten des Theaterwelt Festivals 2026 in Mexiko-Stadt wird es in diesem Jahr auch ein zusätzliches Programm in Guadalajara in Kooperation mit dem Goethe-Zentrum Bezirk, dem Teatro Jaime Torres Bodet und der Secretaría de Cultura de Guadalajara geben. Am Montag, den 10.08. wird eine szenische Lesung von Ayşe Bosses Stück „Pembo“ unter der Regie von Karina Hurtado aufgeführt mit anschließendem Q&A mit der Autorin und der Regisseurin. Am Dienstag, den 11.08. wird ein Workshop für Kinder und Jugendliche mit Ayşe Bosse und Karina Hurtado stattfinden. Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden sich auf der Webseite des Goethe-Zentrums Bezirk.Das Theaterwelt Festival wird organisiert von der Secretaría de Cultura, dem Instituto Nacional de Bellas Artes durch die Coordinación Nacional de Teatro, der Cátedra Extraordinaria Ingmar Bergman für Theater und Film der UNAM und der Filmoteca der UNAM in Zusammenarbeit mit Casa del Lago, dem Goethe-Institut Mexiko, der Schweizerischen Botschaft in Mexiko, dem Österreichischen Kulturforum in Mexiko mit Unterstützung des Patronato de la Industria Alemana para la Cultura (PIAC), der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia und dem Goethe-Zentrum Bezirk Guadalajara.
Workshops
Die Workshops werden von den eingeladenen Autor*innen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich geleitet und finden auf Deutsch mit Live-Übersetzung ins Spanische statt.
Je nach Autor*in richten sich die Workshop-Formate an unterschiedliche Publika und behandeln unterschiedliche Themen. Alle Aktivitäten im Rahmen des Theaterfestivals, einschließlich der Workshops, sind kostenlos. Lediglich eine vorherige Anmeldung ist für die Workshops nötig. Alle Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der Cátedra Bergman.
Ziel des Festivals ist es den Austausch zwischen der deutschsprachigen
und der mexikanischen Theaterszene zu fördern und die zeitgenössische deutschsprachige Dramatik einem breiteren mexikanischen Publikum zu präsentieren, um ihr damit eine größere Bekanntheit zu verschaffen.
Außerdem soll durch die verschiedenen Formate wie Workshops und Diskussionen ein Raum für den Austausch und den kreativen Prozess zwischen den eingeladenen Fachleuten und der breiten Öffentlichkeit geschaffen werden.
Ein weiteres Ziel ist es, der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik durch ihre jeweiligen Vertreter*innen eine Plattform zu geben, und somit den Kreis der interessierten Fachleute (Intendant*innen, Regisseur*innen, Theatergruppen, Kritiker*innen, Theatertextverleger*innen etc.) und Theaterliebhaber auszuweiten.

