Schwimmen
18. Deutsche Filmwoche

Luzie Loose, Deutschland, Spielfilm, 2018, 102 Min.

SCHWIMMEN_STILL

Wenn man fünfzehn ist, werden aus familiären Krisen und Verletzungen durch Gleichaltrige schnell große Wunden und Abgründe. Die schüchterne Elisa kennt dies nur allzu gut und ihre Mitschüler nutzen es schamlos aus. Rettung scheint allein die gleichaltrige und selbstbewusstere Anthea zu versprechen. Mit ihren Handykameras zeichnen die Freundinnen ihren Alltag auf, doch was spielerisch beginnt, wird bald zu bitterem Ernst. Heimlich filmen Elisa und Anthea all jene Mitschüler, die es einst auf Elisa abgesehen hatten, und verwenden das Material, um die Mobbing-Situation umzudrehen: Aus dem Opfer wird eine Täterin und angestachelt von Anthea dreht sie die Rachespirale immer weiter. Was als rettende Freundschaft begann, entwickelt zunehmend eine sich verselbständigende, erbarmungslose und (selbst)zerstörerische Dynamik.
 
Schwimmen ist der erste abendfüllende Spielfilm der Berliner Regisseurin Luzie Loose und wurde mit dem Hofer Goldpreis für die Beste Regie sowie mit dem achtung berlin award für die beste Kamera  ausgezeichnet.
 
Luzie Loose (*1989) studierte an der Universität der Künste in Berlin und hat seitdem für verschiedenste Kino- und TV-Produktionen, als Regieassistentin am Theater sowie an eigenen Filmprojekten gearbeitet. 2018 beendete sie ihr Regiestudium für Spiel- und Werbefilm an der Filmakademie Baden-Württemberg mit Schwimmen als Abschlussfilm. Loose arbeitet als freie Autorin und Regisseurin in Berlin.
 
Filmografie (Auswahl): 2018 A New Normal (Kurzfilm); 2018 Schwimmen; 2015 French Fries (Kurzfilm); 2014 Nouveau Monde; 2013 Memphis (Kurzfilm); 2012 Lumen (Kurzfilm); 2012 Der Zauberer (Kurzfilm).

Programm

Freitag, 9.8. 16:30 Cinépolis Diana  
Sonntag, 11.8. 14:15 Cineteca Nacional  
Sonntag, 11.8. 16:00 Casa del Cine  
Mittwoch, 14.8. 15:30 Cineteca Nacional  
Mittwoch, 14.8. 18:00 Goethe-Institut