Weitermachen Sanssouci
18. Deutsche Filmwoche

Max Linz, Deutschland, Spielfilm, 2019, 80 Min.

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„Mit den richtigen Messinstrumenten betrachtet hat der Planet Erde nicht etwa die ideale Gestalt einer Kugel. Nein, er sieht viel mehr aus wie eine Kartoffel. Man könnte also sagen: Die Erde sieht gar nicht aus wie die Erde. Sie ähnelt ihr nur.“

Das Institut für Kybernetik befindet sich kurz vor der Schließung, denn die Berliner Universität will ihm die finanziellen Mittel streichen. Zur Rettung des Instituts muss ein erfolgreiches Projekt her und so fokussiert die Institutsleiterin Brenda Berger ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine virtuelle Simulation des Klimawandels. Mit dabei: Die Klimaforscherin Phoebe Phaidon, neu am Institut und eigentlich Lehrbeauftragte, nun aber auch zur Mitarbeit an Bergers Projekt verpflichtet. Obwohl Berger sogar eine Unternehmensberaterin einstellt, geht es in ihrer Einrichtung ziemlich drunter und drüber: Ein neues Projekt zum Thema Ernährungskontrolle zieht alle Aufmerksamkeit auf sich, die Studierenden legen erbost den Universitätsbetrieb lahm und Phoebe steht kurz davor, das Geheimnis um die Apokalypse zu lüften. Die Zeit läuft ab. Der jüngste Tag ist nah.

Max Linz illustriert gekonnt überspitzt Phoebes Arbeitsalltag zwischen idealgesteuerten Studierenden und institutionalisierten Uniangestellten, angeführt von der völlig grotesken Persona Brenda Berger, und blickt mit seiner Satire auf die Verstrickung des Universitätsbetriebs in kapitalistische Machtgefüge.
 
Max Linz (*1984) studierte Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne Nouvelle in Paris, sowie Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher arbeitet er auch als Dozent und veröffentlicht Publikationen mit filmpolitischen und ästhetischen Themen.
 
Filmografie (Auswahl): 2019 Weitermachen Sanssouci; 2014 Faust hoch zehn (Kurzfilm); 2014 Ich will mich nicht künstlich aufregen; 2011 Die Finanzen des Großherzoges Radikant Film (Kurzfilm).

Programm

Samstag, 10.8.      16:30 Cineteca Nacional  
Dienstag, 13.8.      16:00 Cineteca Nacional  
Donnerstag, 15.8.  18:00 Goethe-Institut  
Donnerstag, 15.8.  21:55 Cinépolis Diana  
Freitag, 16.8.          20:30 Cineteca Nacional  
Samstag, 17.8.       16:00 Casa del Cine