Exit
18. Deutsche Filmwoche

Karen Winther, Deutschland / Norwegen / Schweden, Dokumentarfilm, 2018, 80 Min.
 

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Von einem Extrem ins andere: Die Filmemacherin Karen Winther war als Jugendliche erst in einer linksextremen Gruppe aktiv, dann schloss sie sich einer rechtsextremen an – bis ihr der Ausstieg gelang. In ihrem Dokumentarfilm begegnet sie anderen Aussteigern in Deutschland, Frankreich, Norwegen sowie den USA und stellt fest, dass sich alle den Mut, der eigenen Vergangenheit ins Auge zu blicken und über sie zu sprechen, hart erkämpft haben. Exit ist Karen Winthers ureigene Geschichte, weist jedoch schnell über den persönlichen Rahmen hinaus und zeigt allgemeine Mechanismen auf. Neben überraschend verbindenden Motivationen und Erfahrungen teilen alle Aussteiger ähnliche Schwierigkeiten, die mit ihrem jeweiligen Ausstieg zusammenhängen: Schuldgefühle, aber auch Drohungen oder Angriffe seitens weiterhin aktiver Mitglieder.
 
Im November 2018 erhielt Exit den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts für den besten deutschen Dokumentarfilm im Rahmen von DOK Leipzig. Zudem wurde Exit von der Jugendjury in Kooperation mit der Filmschule Leipzig e. V. mit dem Young Eyes Film Award desselben Festivals ausgezeichnet.
 
Karen Winther (*1978) wurde in Norwegen geboren und studierte im Vereinigten Königreich, wo sie 2012 ihren Abschluss an der National Film and Television School machte. Ihr Abschlussfilm, The Betrayal, in dem sie zum ersten Mal ihre extremistische Vergangenheit thematisierte, feierte auf dem IDFA seine Premiere und erhielt die Auszeichnung für den besten Studierendenfilm. Zudem wurde The Betrayal auf verschiedenen internationalen Festivals ausgezeichnet. Exit ist Winthers erster abendfüllender Dokumentarfilm.
 
Filmografie (Auswahl): 2018 Exit; 2011 The Betrayal.

Programm

Samstag, 10.8.   14:30 Cineteca Nacional  
Samstag, 10.8.   19:30 Cinépolis Diana  
Sonntag, 11.8.    19:45 Cinépolis Perisur  
Montag, 12.8.     16:00 Cineteca Nacional  
Montag, 12.8.     21:45 Cinépolis Diana  
Dienstag, 13.8.   18:00 Goethe-Institut  
Freitag, 16.8.      16:00 Casa del Cine  
Sonntag, 18.8     14:15 Cineteca Nacional