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Über Die Stadt von Morgen

Die Stadt von Morgen
© Goethe-Institut Moskau, Foto von Sergey Kuzmin

Die Stadt von morgen zeigt die Evolution der sowjetischen modernistischen Architektur: von ihren Anfängen in den 1920er‑Jahren und der Wiederbelebung in den späten 1950er‑Jahren über den Zusammenbruch der Sowjetunion bis heute – zu den überlebenden Fragmenten in den ehemaligen Republiken der Sowjetunion. Mal als verfallene Ruine, mal als adaptiertes Wiederverwendungskonzept erzählt dieses in einem scheinbar homogenen Raum entstandene Erbe mit seinen eigenen Künstler*innen, lokalen Dialekten und unbesungenen Meisterwerken eine Geschichte der inneren Widersprüche und Eigenheiten. Die Stadt von morgen erkundet diese Landschaft und ihren Wandel anhand einer architektonischen Kultur, die bestrebt war, ein grundlegend anderes Gesellschaftskonzept zu schaffen als die neoliberale Ordnung, die in vielen Nachfolgestaaten entstanden ist.

Die Stadt von morgen zeigt alternative Entwürfe für den radikalen Umbau der urbanen Landschaft, deren soziales Potenzial sowie die kolonialen Aspekte. Sie beschreibt die enge Verflechtung der sowjetischen Architektur mit dem universellen Projekt des internationalen Modernismus, insbesondere mit den führenden Architekt*innen der Bauhaus-Schule in Deutschland und mit Ernst May, der in den 1930er‑Jahren mit seiner Architekt*innen-Brigade durch die UdSSR reiste.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Die Kernausstellung ist eine Wanderausstellung. Sie entfaltet die Geschichte eines Jahrhunderts modernistischer Visionen und Praktiken in der sowjetischen Architektur seit der frühen Avantgarde bis zu deren Ende und der Transition zur sowjetischen Postmoderne. Sie erzählt von der deutsch-sowjetischen Zusammenarbeit und den Debatten in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren. Schwerpunkte sind die Republiken und Regionen sowie die Architektur, die im Ergebnis dieses Dialogs in der Zeit des sowjetischen Vor- und Nachkriegsmodernismus entstand. Besondere Themen der Ausstellung folgen den Spuren der umgesetzten Prinzipien und Ideen. Der Aufbau der Präsentation ist nach den neuen Gebäudetypologien strukturiert, die für den sowjetischen Städtebau charakteristisch waren. Wie seit dem Ende der Sowjetunion mit diesem Erbe regional unterschiedlich umgegangen wird, zeigt die Ausstellung anhand des aktuellen Zustands. 

Der zweite Teil der Ausstellung ist der Geschichte und dem Kontext der Städte und Regionen gewidmet, in denen die Ausstellung gezeigt wird. Neben der Darstellung der lokalen modernistischen Konzepte, die keine Chance hatten, in den offiziellen sowjetischen Architekturkanon aufgenommen zu werden, beleuchten diese lokalen Erweiterungen der Ausstellung die Situation und den Umgang mit dem Erbe der sowjetischen Moderne vor Ort. Diese Erweiterungen präsentieren einzigartige Originalmaterialien, die von der Öffentlichkeit oder in Privatarchiven zusammengetragen wurden und zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

kolophon

Ein Projekt des
Goethe‑Institut

In Kollaboration mit:
Tranzit.at

Kurator*innen: Ruben Arewschatjan, Anna Kats, Georg Schöllhammer

Rechercher*innen: Iwan Atapin, Mark Akopjan, Irina Gorlowa (STG), Tatiana Efrussi, Nikolaj Jerofejew, Anton Karmanow (Kurator des lokalen Ausstellungsteils in Nowosibirsk), Olga Kasakowa, Dmitriy Sadorin (Kurator des lokalen Ausstellungsteils in Minsk), Arsenij Toskin, Boris Tschuchowitsch

Ausstellungslayout und grafisches Design: Future Anecdotes Istanbul; Can und Asli Altay; Projekt‑Team: Selin Karci und Selen Konuk

Projektkoordination: Larissa Agel und Michaela Geboltsberger (transit.at), Per Brandt, Anna Morosowa und Michail Kasanzew (Goethe‑Institut Nowosibirsk), Vera Dziadok (Goethe‑Institut Minsk), Serafima Gerasimowa (Ausstellung Moskau und Nowosibirsk), Natia Mikeladse-Bachsoliani (Goethe-Center Eriwan), Barbara von Münchhausen und Tamar Muskhelishvili (Goethe-Institut Tbilisi), Julia Smirnowa (STG), Astrid Wege und Iwan Uspenskij (Goethe‑Institut Moskau)

Projektpartner: „Alexander Tamanjan“ Nationales Museum und Institut für Architektur (Ausstellung Jerewan); Allrussisches staatliches Institut für Kinematographie (WGIK); Galerie Art Belarus (Ausstellung Minsk); Institut für Modernismus, Moskau; Integral Alltagsmuseum Akademgorodok, Nowosibirsk; Kulturzentrum ZK19 (Ausstellung Nowosibirsk); Moskauer Architekturinstitut und Museum MARCHI, Moskau; Museum der Architekturgeschichte von Sibirien S. N. Balandin bei Nowosibirskem Staatlichen Universität für Architektur, Design und Künste; Nationalarchiv Armenien; NER‑Gruppe Archiv; Staatliche Tretjakow-Galerie (Ausstellung Moskau); Staatliches A. W. Schtschussew‑Museum für Architektur, Moskau; Stiftung ERSTE Foundation (Hauptpartner von Transit.at); Verlag Tatlin, Jekaterinburg; GAUK TO Tjumenskoe musejno-proswetitelskoje objedinenije (Tjumener Museumsverein) 

Die Ausstellung verwendet Material aus folgenden Archiven:
„Alexander Tamanjan“ Nationales Museum und Institut für Architektur (Ausstellung Jerewan); Allrussisches staatliches Institut für Kinematographie (WGIK); Archiv des Institute of Architecture and Construction of Kaunas; ​Archiv der Philharmonie Omsk; Archiv Omskgraschdanprojekt; ArmProject Institute (Jerewan); Galerie Art Belarus (Ausstellung Minsk); Filiale des Verbandes der Architekten in Tomsk; Forma Architects, Kiew; Historisches Archiv des Omsker Gebiets, Institut für Modernismus, Moskau; Integral Alltagsmuseum Akademgorodok, Nowosibirsk; Moskauer Architekturinstitut und Museum MARCHI, Moskau; Museum der Architekturgeschichte von Sibirien S. N. Balandin bei Nowosibirskem Staatlichen Universität für Architektur, Design und Künste; Museum der estnischen Architektur; Museum der Geschichte von Autofarbrik Gorkij, Nishnij Nowgorod; Museum des Hauses der Wissenschaftler in Krasnoobsk; Museumszentrum „Ploschtschad Mira“ in Krasnojarsk, Museum für Architektur und Design an der Uraler Staatlichen Universität für Architektur und Kunst; Museum für Heimatkunde der Region Krasnojarsk, Nationalarchiv Armenien; Nowokusnezk Landeskundemuseum; NowosibirskTelefilm; Reservat-Museum Krasnaja Gorka in Kemerowo; Stadtarchiv Nowosibirsk; Staatliches Museum für Heimatkunde in Nowosibirsk; Staatliche Tretjakow‑Galerie (Ausstellung Moskau); Staatliches A. W. Schtschussew‑Museum für Architektur, Moskau; Staatliches Historisches Museum in Moskau; Staatsarchiv des Swerdlowsker Gebiets, GAUK TO Tjumenskoe musejno-proswetitelskoje objedinenije (Tjumener Museumsverein); Staatliches regionales Wrubel-Museum der Schönen Künste in Omsk; TUŞPA, Bezirksarchiv Vilnius; Verlag Tatlin, Jekaterinburg; Visual Culture Research Center, Kiew; Wohltötigkeitsstiftung für die Entwicklung von der Architektur im Namen von Chmutina (Kiew); Zentrales Staatsarchiv Litauen; Konstantin Antipin, Lewan Asabashwili, Iwan Atapin, Yuri Awwakumow, Wladimir Awksentjuk, Wasil Babajan, Orozbek Baigodzhojew, Alexander Barkow, Tatjana Beljaewa, Eduard Bilsky, Alexander Burlak, Alexei Bykow, Schanna Chachajewa, Lewon Cherkezyan, Sergej Chudjakow, Saken Chussainow, Wakhtang Dawitaja, Dawid Demirchanow, Irina Dewjatjarowa, Anatoli Dobrowolski, Ulan Dzhaparow, Ülewi Eljand, Walerij Filippow, Sergej Filonow, Jefim Frejdin, Ljubow Fuks, Ildar Galejew, Irina Golenko, Sergej Grebennikow, Artswin Grigorjan, Mark Grigorjan, Alexander Gutnow und Maria Panteleewa (Archiv der NER‑Gruppe), Swetlana Isotenko, Rafael Israjeljan, Rafik Jegojan, Anton Karmanow, Lewan Kiknadze,  Aleksandr Klimow, Marina Kolpakowa, Kaarel Kurismaa, Ksenija Kusmina, Andrej Kusnezow, Wilen Künnapu, Oleg Lazarew, Boris Lerman, Igor Loschtschilow, Aleksandr Loszhkin, Hovhannes Margarjan, Mikael Mazmanjan, Wladimir Melnichenko, Zhanna Meshcherjakowa, Anton Metelkow, Wjatscheslaw Misin, Sergej Mitjuschow, Ruslan Muradow, Saken Narjnow, Felix Nowikow, Wiktor Nowikow, Grachik Pogosjan, Jelena Polskaja, Julija Pirogowa, Michail Pirogow, Igor Popowski, Oleksij Radinski, Romualdas Rakauskas, Pawel Ratschkowski, Katarina Roters, Boris Sacharow, Irina Sacharowa, Andrej Sergejew, Wladimir Shewchenko, Iwan Schalmin, Anton Schatalow, Giwi Shawdia, Jegor Shulyk, Walentin Shtolko, Gennadi Skuratow, Jelena Skuratowa, Leonid Smirnow, Praskowja Smyschljajewa, Larissa Suchowa, Sergo Sutjagin, Arthur Tarkhanjan, Martin Towmasjan,  Andrej Tschernow, Sergej Tschertkow, Gennadij Tumanik, Igor Wasilievski, Marcus Waysbek, Wladimir Wesnin, Ekaterina Zhurawlewa, Ewgenij Zykow; Wahram Agasjan, Nini Palawandishwili, Lali Pertenawa und Joanna Warsha vom Projekt „Frozen moments. Architecture is responsible“, Tiflis; Forschungsgruppe „Modernism – Tolyatti“ (Toljatti); Forschungsgruppe „Modernism – Ulyanovsk“ (Uljanowsk)

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