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Autopilot© Goethe-Institut / KIDS interactive

Multisensorischer Ansatz im Unterricht

Obligatorische Prinzipien des fach- und sprachenintegrierten Lernens (CLIL) sind die Einbeziehung aller Wahrnehmungskanäle, eine große Anzahl von motorischen Aktivitäten im Unterricht, die Nutzung verschiedener Anschauungen, einschließlich der Gegenstände. Im Unterricht zum Thema „Blindenschrift“ reicht es beispielsweise nicht aus, den Schüler/innen und Schülern in einem Video zu zeigen, wie man Schriftzeichen für Blinde mit Hilfe von Eiern auslegt oder diese Schriftzeichen auf Papier zeichnet. Die Schüler/innen sollten auf jeden Fall versuchen, die Buchstaben oder Wörter im Eigitter selbst auszulegen. Während dieser Aufgabe können die Kinder Eier oder Ersatzobjekte von Ort zu Ort selbst bewegen. Dies ermöglicht es den Schülern, Informationen über den motorischen Wahrnehmungskanal zu erhalten, der bei den meisten Grundschulkindern dominiert. Bei der Arbeit mit Video und Arbeitsblättern sind nur die visuellen und auditiven Kanäle involviert, wie es oft im gewöhnlichen Unterricht der Fall ist, und die kinästhetischen Kinder bekommen nichts. Gerade Eier können der Haupteindruck für Kinder sein und eine Möglichkeit, die Buchstaben in Brailleschrift in diesem Unterricht zu fühlen. Die Autoren des Kurses empfehlen, die Aufgaben, die mit der Einbeziehung verschiedener Wahrnehmungskanäle (insbesondere der taktilen) und der Motorik zusammenhängen, wie „Laufdiktat“, „lebendiges Memory“ und „lebendige Modellierung“ (die Arbeit der Blindenschreibmaschine, Autopilot, sich hinter der Sonne drehende Sonnenblumen, ein automatischer Eisenbahnübergang), nie aus den Unterrichtsszenarien auszuschließen. Solche Aufgaben erleichtern den meisten Kindern und insbesondere lernschwachen Schülern die Wahrnehmung, das Verständnis und das Behalten von Informationen. Das zweite Argument, das für diese Art von Arbeit spricht, ist die Forderung des föderalen staatlichen Bildungsstandards, dass außerschulische Tätigkeiten in einer anderen Form als dem Unterricht durchgeführt werden müssen. Das heißt, es muss im außerschulischen Unterricht etwas geben, das es im gewöhnlichen Unterricht nicht gibt. Mit dem Ausschluss von Arbeiten, die sich auf die Einbeziehung der taktilen und motorischen Kanäle der Informationswahrnehmung beziehen, besteht eine Gefahr, dass der außerschulische Unterricht zu einem gewöhnlichen Unterricht wird. Dabei werden zwei Normungsdokumente verletzt: föderaler staatlicher Bildungsstandard (FGOS) und sanitärtechnische Vorschriften und Normen (SanPiN).

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