Der Kick. Ein Lehrstück über die Gewalt
Theater|Hartes dokumentarisches Theater am Omsker „5. Theater“:
Am 14. und 15. Juli ist „Der Kick“ zu sehen, ein Stück der Dramaturgen Andres Veiel und Gesine Schmidt.
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5. Theater, Omsk
- Sprache Russisch
Marinus Schöberl war 16 Jahre alt, als er von drei Kumpels gefoltert und durch einen »Bordsteinkick« zu Tode getreten wurde. Es gibt erwachsene Zeugen, die nicht eingreifen. Täter und Opfer kennen sich, sie alle kommen aus demselben Dorf in der Uckermark. Der "Mordfall Potzlow" und seine furchtbaren Begleiterscheinungen wurden in der Öffentlichkeit schnell als rechtsradikale Gesinnungstat vor dem Hintergrund einer verrohten Gesellschaft eingestuft. Durch verdichtete Gesprächsprotokolle will "Der Kick" die grausame Realität hinter der Tat sichtbar machen.
Diese Premiere inszeniert Nikita Grinspun, der der künstlerische Leiter des „5. Theaters“ ist. Das Projekt wird vom Goethe-Institut Nowosibirsk unterstützt. Die Aufführung ist auch als gesellschaftspolitische Geste zu verstehen. Sie bietet einen Anlass, über Gewalt und die moralische Verantwortung des Einzelnen zu diskutieren. Die an die Aufführungen anschließenden Diskussionen mit Jugendlichen aus unterschiedlichen sozialen Milieus sind ein wichtiger Bestandteil des Projektes.
Premiere: 14. und 15. Juli
FSK 14
Andres Veiel: geboren 1959 in Stuttgart, studierte ab 1982 Psychologie in Berlin und absolvierte parallel dazu eine Regie- und Dramaturgie-Ausbildung am Künstlerhaus Bethanien unter der Leitung des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski. Andres Veiel arbeitet seit 1988 an eigenen Drehbüchern, Kinofilmen und zeitweise eigenen Theaterstücken und Inszenierungen. Häufig thematisieren seine Werke die Hintergründe von historischer Gewalt. Dabei ist Veiel für seine intensiven, teilweise mehrjährigen vorbereitenden Recherchen bekannt geworden. Er ist Mitglied der Europäischen und der Deutschen Filmakademie und nimmt Lehraufträge an verschiedenen Filmhochschulen und Universitäten der Welt wahr. Für seine Filme und Theaterstücke wurde er mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt, darunter unter anderem mit dem Europäischen und Deutschen Filmpreis 2001/02 für "Black Box BRD", dem Preis der Deutschen Filmkritik 2004 für "Die Spielwütigen", dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 für „Der Kick“ und dem Deutschen Filmpreis 2011 für "Wer wenn nicht wir"..
Gesine Schmidt: geboren 1966 in Köln, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Nach dem Studium arbeitete sie als Regieassistentin am Theater der Stadt Duisburg und am Theater Oberhausen, als Dramaturgieassistentin am Schauspiel Essen, als Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Berliner Ensemble. Von 2001 bis 2003 unterrichtete Schmidt an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Seit 2004 arbeitet sie als Dramaturgin an verschiedenen Theatern, darunter das Maxim Gorki Theater, Deutsches Theater Berlin, Theater Basel und das Theater Nürnberg. Als Quelle ihrer doku-fiktionalen Stücke dient authentisches Interviewmaterial. Gesine Schmidt lebt als freie Autorin in Berlin.
Diese Premiere inszeniert Nikita Grinspun, der der künstlerische Leiter des „5. Theaters“ ist. Das Projekt wird vom Goethe-Institut Nowosibirsk unterstützt. Die Aufführung ist auch als gesellschaftspolitische Geste zu verstehen. Sie bietet einen Anlass, über Gewalt und die moralische Verantwortung des Einzelnen zu diskutieren. Die an die Aufführungen anschließenden Diskussionen mit Jugendlichen aus unterschiedlichen sozialen Milieus sind ein wichtiger Bestandteil des Projektes.
Premiere: 14. und 15. Juli
FSK 14
Andres Veiel: geboren 1959 in Stuttgart, studierte ab 1982 Psychologie in Berlin und absolvierte parallel dazu eine Regie- und Dramaturgie-Ausbildung am Künstlerhaus Bethanien unter der Leitung des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski. Andres Veiel arbeitet seit 1988 an eigenen Drehbüchern, Kinofilmen und zeitweise eigenen Theaterstücken und Inszenierungen. Häufig thematisieren seine Werke die Hintergründe von historischer Gewalt. Dabei ist Veiel für seine intensiven, teilweise mehrjährigen vorbereitenden Recherchen bekannt geworden. Er ist Mitglied der Europäischen und der Deutschen Filmakademie und nimmt Lehraufträge an verschiedenen Filmhochschulen und Universitäten der Welt wahr. Für seine Filme und Theaterstücke wurde er mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt, darunter unter anderem mit dem Europäischen und Deutschen Filmpreis 2001/02 für "Black Box BRD", dem Preis der Deutschen Filmkritik 2004 für "Die Spielwütigen", dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 für „Der Kick“ und dem Deutschen Filmpreis 2011 für "Wer wenn nicht wir"..
Gesine Schmidt: geboren 1966 in Köln, studierte Komparatistik und Theaterwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Nach dem Studium arbeitete sie als Regieassistentin am Theater der Stadt Duisburg und am Theater Oberhausen, als Dramaturgieassistentin am Schauspiel Essen, als Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Berliner Ensemble. Von 2001 bis 2003 unterrichtete Schmidt an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Seit 2004 arbeitet sie als Dramaturgin an verschiedenen Theatern, darunter das Maxim Gorki Theater, Deutsches Theater Berlin, Theater Basel und das Theater Nürnberg. Als Quelle ihrer doku-fiktionalen Stücke dient authentisches Interviewmaterial. Gesine Schmidt lebt als freie Autorin in Berlin.
Links zum Thema
Ort
5. Theater
Krasnij Put, 153
Omsk
Russische Föderation
Krasnij Put, 153
Omsk
Russische Föderation