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19:00 Uhr, по МСК

Paula Modersohn-Becker und die Erfindung der modernen Malerei

Vortrag, Besprechung|Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker © Paula Modersohn-Becker. Selbstportrait, 1902

Paula Modersohn-Becker quer © Paula Modersohn-Becker. Selbstportrait, 1902

Im Rahmen der Vortragsreihe „Ich bin eine Künstlerin“ spricht die Kulturwissenschaftlerin Valeria Kosyakova am Donnerstag, 19. März um 19:00 Uhr Moskauer Zeit, über Leben und Werk der deutschen Malerin Paula Modersohn-Becker. Die Veranstaltung findet auf Zoom statt.

Paula Modersohn-Becker (1876–1907) zählt zu den ersten Künstlerinnen der Moderne und wird heute dem frühen deutschen Expressionismus zugerechnet. Obwohl sie zu Lebzeiten kaum öffentliche Anerkennung fand, hinterließ sie in nur 14 Jahren ein beeindruckendes Œuvre: rund 750 Gemälde, etwa 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen. Heute gilt sie als wegweisende Figur der Kunstgeschichte – als eine Künstlerin, „die den Mut hatte, sie selbst zu werden“.

Modersohn-Becker war eine der ersten Malerinnen, die den eigenen Körper zum Mittelpunkt ihrer Kunst machte. Ihre Selbstporträts, Darstellungen von Schwangeren und Müttern sowie ihre bewusst vereinfachten Formen markieren einen Bruch mit akademischen Traditionen. In ihrer Malerei suchte sie nach einer unmittelbaren, unverstellten Bildsprache – frei von idealisierenden Konventionen.

Im Vortrag zeigt Valeria Kosyakova, warum Modersohn-Beckers Kunst ihrer Zeit weit voraus war und wie ihr früher Tod die Wahrnehmung ihres Schaffens prägte. Dabei wird deutlich, weshalb die Künstlerin heute als Vorbotin des Expressionismus und als eine kraftvolle Stimme weiblicher Selbstbestimmung gilt.

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Valeria Kosyakova ist Doktorin der Kulturwissenschaften, Dozentin an der RGGU und Expertin auf dem Gebiet der visuellen Forschung. Sie ist Co-Autorin mehrerer Publikationen, darunter „Neueste Kunst. Auf der anderen Seite der Moderne“ und „Aktuelle Kunst: Moderne“.