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Europäische Experten
Adreas Reckwitz

Adreas ReckwitzFoto (Abschnitt): © Jürgen Bauer

Die spätmoderne Gesellschaft produziert Singularitäten. Sie zielt nicht mehr allein auf das Allgemeine, Standardisierte und Durchschnittliche, sie fördert und erwartet die Einzigartigkeit. Dinge, Individuen, Ereignisse, Orte und Communities – alles will besonders sein. Das Ergebnis ist ein Aufmerksamkeits- und Bewertungswettbewerb um den Status dieser Einzigartigkeit, der sogenannten Singularität. Menschen verlieren und gewinnen. Die digitalen Technologien, wie Social Media Plattformen und Smartphone, sind eine notwendige Bedingung des Prozesses. Andreas Reckwitz fragt in seinem Vortrag zur Gesellschaft der Singularitäten: Inwiefern lässt sich die Digitalisierung als Mechanismus der gesellschaftlichen Singularisierung deuten und was sind die Folgen?

Andreas Reckwitz ist Professor für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina. Seine Arbeiten sind großangelegte soziologische Studien zu gesellschaftlichen Tendenzen wie Subjektivierung, Ästhetisierung oder Singularisierung. Zuletzt herausgegebene Bücher sind Die Erfindung der Kreativität (Suhrkamp 2012) sowie Ästhetik und Gesellschaft (Suhrkamp 2015), Ende 2017 ist das Buch Die Gesellschaft der Singularitäten (Suhrkamp) erschienen, das auch die Digitalisierung als Mechanismus gesellschaftlicher Entwicklungen in den Blick nimmt. Von April bis Juli 2019 ist Reckwitz Thomas Mann Fellow im Thomas Mann House in Los Angeles.

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