Future Young Entrepreneurs 2016 Die Zukunft beginnt heute – Ein Startup-Projekt für Schüler

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Eine App, die einen für das Leben in der Wildnis trainiert, ein Webportal, um Second-Hand-Läden für Schulbücher ausfindig zu machen, ein Fahrradschloss, das per Fingerabdruck geschlossen und geöffnet werden kann: Im Startup-Projekt „Future Young Entrepreneurs“ erwarben Schüler zwischen 15 und 18 Jahren aus Indien, Indonesien, Malawi, den Niederlanden, Rumänien, Vietnam und Deutschland die Grundlagen des Unternehmerseins. Zur Vorbereitungsphase gehörten Workshops zum Thema Design Thinking, zur Erstellung von Geschäftsplänen, interkultureller Geschäftskommunikation sowie zur rhetorischen Kunst des Elevator Pitches. „Beim Elevator-Pitch müssen die Schüler ihre Startup-Idee in nur zwei Minuten vor einer Jury präsentieren. Wie bei einem Gespräch im Fahrstuhl“, erklärt Projektleiterin Miriam Irle.

Zwischen November 2015 und März 2016 fanden nationale Pitching-Wettbewerbe statt. In Vietnam qualifizierten sich die Teams Lunat mit einer Fashion- und Jurvival mit einer Spiele-App für das internationale Finale in Berlin. Die 10 Power-Schülerinnen der Olympia Schools traten im September 2016 in Berlin gegen die zwölf Gewinnerteams der anderen sechs Länder an. Mit Erfolg: Das Team Jurvival erreichte mit einer App, die den Nutzer auf das Überleben im Dschungel vorbereiten soll, den zweiten Platz. „Bis zu acht Stunden täglich verbringen wir mit Smartphones und Tablets“, stellte die Schülerin Nguyen Thao Nguyen fest. Ihre App soll dazu beitragen, diese Zeit sinnvoll zu nutzen und Wissen über die Natur und die Ökologie Vietnams zu erwerben. Den dritten Platz belegte eine Gruppe der Bambino Private Secondary School aus Malawi, die mit dem Cedar Cultural Center zu einem breiteren Wissen über ihre Heimat beitragen will. Über den ersten Platz schließlich durfte sich ein Team aus Neu Delhi freuen, dessen Webportal PeekaBook die Jury begeistern konnte. PeekaBook hilft Schülern und Studenten mit wenig Geld, in Second-Hand-Buchläden das benötigte Lehrmaterial ausfindig zu machen.

Bewertet wurden die Pitches in Berlin von einer dreiköpfigen Fachjury, bestehend aus Cosima Stahr, Managerin des SEED-Programms der Vereinten Nationen zur Förderung nachhaltigen Unternehmertums, Anabel Ternès, unter anderem Professorin für E-Business an der SRH Hochschule Berlin sowie Felix Scharf, Business Innovation Manager bei der Volkswagen AG. Unter anderem schauten sie darauf, ob die Geschäftsidee auf kreative Weise ein bestehendes Problem löst, ob sie Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt, wie mit vorhandenen Ressourcen umgegangen wird – und natürlich, ob der Businessplan sich umsetzen ließe.
 
Der Fokus des Projektes „Future Young Entrepreneurs“ lag dabei allerdings weder auf dem Konkurrenzgedanken, noch auf dem Profitversprechen der entwickelten Vorhaben. Vielmehr standen die Mehrsprachigkeit und die damit verbundene berufliche Mobilität, sprich die Zukunftsperspektive der Beteiligten aus aller Welt und ihrer Altersgenossen im Vordergrund. 
 
In Kooperation mit
Olympia Schools


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