Infrastructures of Care: on archival chain reactions
Infrastructures of Care: on archival chain reactions zielt darauf ab, bedeutende aber prekäre Archive feministischer Kunst durch kollaborative Forschung, öffentliche Programme und eine Ausstellung zu stärken und zu aktivieren.
Die Partner*innen verstehen das Archiv als eine wesentliche Infrastruktur für die Künste, als „bewohnbaren Grund“ (Butler), auf dem die zeitgenössische Kunstproduktion beruht. Infrastruktur wird nicht nur in ihrer stabilen und materiellen Dimension, sondern auch als soziale Formation verstanden, die fortlaufende Fürsorge, Pflege und Entwicklung erfordert, um ein solcher lebbarer Grund für zukünftige Generationen von Künstler*innen und Kulturpraktiker*innen zu bleiben. Indem das Archiv als performative Infrastruktur betrachtet wird, stellt das Projekt dessen Nutzung, Effekte und insbesondere die „archival chain reactions“ also die affizierenden Kettenreaktionen zwischen verschiedenen Archiv-Aktivist*innen, Künstler*innen, Archivmaterialien und Publikum in den Vordergrund.
Das Ziel des Projekts ist es, die Vernetzung und den Austausch von Methodologien zwischen diesen unterschiedlichen Archiven zu fördern, sie durch fokussierte Forschung und einen selektiven, multilingualen Übersetzungsprozess zu aktivieren und zugänglich zu machen, was zu einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des City of Women Festivals, Ljubljana (Oktober 2025) und einer Ausstellung im Museum für zeitgenössische Kunst Metelkova, Ljubljana (2026) führen wird.