Blog #6
St. Petersburg
Als sich die ersten drei Monate meines Aufenthalts dem Ende zuneigten, begannen in Russland die Herbstferien und ich entschied mich, nach St. Petersburg zu reisen.
Viele Menschen, mit denen ich sprach, erzählten mir von dieser wunderschönen Stadt. Schon während meinem SCHULWÄRTS!-Praktikum in Charkiw schwärmte man von der russischen Hafenstadt an der Ostsee. Sie sei viel schöner und hübscher anzusehen als Moskau und eh überhaupt „einfach klasse“. Und nun hatte ich tatsächlich die Möglichkeit, das „kulturelle Zentrum“ Russlands zu erkunden.
Noch mehr als die Eremitage beeindruckte mich jedoch das russische Museum, was bei weitem nicht so populär wie die Eremitage ist. Anstehen muss man nicht und sehen kann man russische Kunst verschiedenster Epochen, die mir zuweilen unbekannt war, mich nun aber begeisterte.
Die Auferstehungskirche gehört neben der Isaak Kathedrale, von deren Kuppel man einen tollen Rundumblick über das Zentrum rund um den Newski Prospekt hat, und der Kasaner Kathedrale, die anders als die anderen beiden als „richtige“ Kirche fungiert, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden, so auch, als wir sie besuchten, zu den wohl berühmtesten der Stadt.
St. Petersburg ist wirklich wunderschön. Und wenn man die Möglichkeit bekommt, würde ich jedem ans Herz legen, diese Stadt zu besuchen. Doch die Meinung, dass St. Petersburg so viel schöner als Moskau sei, kann ich nicht bestätigen. Nachdem ich wieder zurück in Blumenfeld war, sprach ich mit Olga und Lisa darüber. Letztlich kam ich zu dem Schluss, dass sich St. Petersburg mit Moskau schlichtweg nicht so ganz vergleichen lässt. Es ist eben ganz anders dieses St. Petersburg. Barock. Klassizismus. Jugendstil. All die Feinheiten, Verzierungen und Farben. All das. Es ist wunderschön und doch so anders als Moskau. Moskau ist eben anders schön.