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Kolumbien
Die Strasse zum Meer

„Erinnerungsmaschinen“ von Mapa Teatro, Auftaktaktion des Regionalprojekts „Die Zukunft der Erinnerung“ | Foto: Felipe Moreno
„Erinnerungsmaschinen“ von Mapa Teatro, Auftaktaktion des Regionalprojekts „Die Zukunft der Erinnerung“ | Foto: Felipe Moreno

Wie werden wir uns morgen an gestern erinnern? Diese Frage stand im Zentrum des südamerikanischen Projekts „Die Zukunft der Erinnerung“, das sieben Goethe-Institute von Bogotá bis Montevideo gemeinsam ausgerichtet haben. Zum Abschluss findet nun im kolumbianischen Cali vom 8. bis 12. August 2018 die Aktion „Die Straße zum Meer“ statt, an der unter anderem die deutsche Künstlerin Hannah Hurtzig beteiligt ist.
 
Cali
8. bis 12. August 2018

Fast alle Länder Südamerikas haben Erfahrungen mit Gewalt, Terror und Vertreibungen gemacht und stehen vor der Frage, wie sie diese Vergangenheit bewältigen können. In vielen Fällen sind die bewaffneten Konflikte noch nicht lange beigelegt und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen, was eine Aufarbeitung erschwert.
 
Mit dem Projekt „Die Zukunft der Erinnerung“ haben sieben Goethe-Institute in Südamerika vor knapp anderthalb Jahren einen öffentlichen Raum geschaffen, um Fragen des Erinnerns und gegebenenfalls auch des Vergessens zu verhandeln. Die Zivilgesellschaft, Künstlerinnen, Denker, Aktivistinnen, Kuratoren und andere Akteure waren eingeladen, nach kreativen und experimentellen Formen der Erinnerungsarbeit zu suchen. Den Anfang machte das international bekannte Theaterkollektiv Mapa Teatro aus Kolumbien, das in diesem Jahr mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet wird.

Die Straße nach Buenaventura

Mit der mehrtägigen Aktion „Die Straße zum Meer“ findet das Projekt „Die Zukunft der Erinnerung“ nun vom 8. bis 12. August 2018 seinen Abschluss in Cali. Gäste aus den sieben beteiligten Städten (Bogotá, Buenos Aires, Lima, Montevideo, Rio de Janeiro, Santiago de Chile und São Paulo) tauschen sich mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Publikum vor Ort über das Erinnern aus und reflektieren die Ergebnisse des Projekts: mit einer Ausstellung, Konferenzen, Laboratorien, Filmvorführungen und Interventionen im öffentlichen Raum.
 
Mit dem Titel „Die Straße zum Meer“ spielen das Goethe-Institut Kolumbien und das Museum „La Tertulia“ auf die komplexe Rolle der kolumbianischen Stadt als Knotenpunkt an, der das Landesinnere mit der verarmten Hafenstadt Buenaventura verbindet. Zum Auftakt widmet sich die kolumbianische Künstlerin Liliana Angulo gemeinsam mit afrokolumbianischen Bewohnern des Viertels „Isla de la Paz“ dem Archiv, das die Erinnerung an den Widerstand der Gemeinde gegen ihre Verdrängung bewahrt: Fotos, Karten, Zeitungsartikel, Briefe und Notizen aus dem Nachlass des im Januar 2018 ermordeten Aktivisten Temístocles Machado.

Chronik zukünftiger Ereignisse

Das Künstlerkollektiv Caldo de Cultivo plant mit Bewohnern des Stadtbezirks Aguablanca in Cali eine Installation auf dem Dach der Sportarena Coliseo El Pueblo. Aguablanca ist der Bezirk, der die meisten Migranten aus den schwarzen Gemeinden der Pazifikküste aufnimmt. Die Gruppe Noís Radio baut ein Live-Studio auf und bringt lokale Gäste mit Projektbeteiligten ins Gespräch.
 
Die deutsche Künstlerin Hannah Hurtzig, Gründerin der Mobilen Akademie Berlin, inszeniert zusammen mit der Kulturwissenschaftlerin Karin Harrasser ein Casting für ihre Langzeitdokumentation „Chronik einiger zukünftiger Ereignisse“. Die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über zehn Jahre hinweg Gelegenheit haben, ihre Sicht auf die kolumbianische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zum Ausdruck zu bringen.
 
„Die Straße zum Meer“ ist ein Projekt der Goethe-Institute in Bogotá, Buenos Aires, Lima, Montevideo, Rio de Janeiro, Santiago de Chile und São Paulo in Zusammenarbeit mit dem Museum La Tertulia in Cali, der kolumbianischen Banco de la República, der Escuela Taller Buenaventura, dem Instituto Departamental de Bellas Artes sowie dem Coliseo El Pueblo de Cali.

Kontakt

Britta Verlinden
Kommunikation
Goethe-Institut Kolumbien
Tel.: +49 176 88439202
britta.verlinden@goethe.de
 
Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
noll@goethe.de

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