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Deutschland und Libanon
Festival This Is not Lebanon

Foto eines Stadtteiles mit unvollendeten Bauprojekten und Konstruktionen in Beirut. Das Festival "This Is Not Lebanon" will unter anderem auf die wirtschaftlichen und politischen Missstände in der Stadt und im Land hinweisen. | Foto: Colourbox
Foto eines Stadtteiles mit unvollendeten Bauprojekten und Konstruktionen in Beirut. Das Festival "This Is Not Lebanon" will unter anderem auf die wirtschaftlichen und politischen Missstände in der Stadt und im Land hinweisen. | Foto: Colourbox

Die Explosion im August 2020 im Hafen von Beirut hatte auch massive Auswirkungen auf die Kunstszene im Libanon – denn das angrenzende Ausgehviertel, das stark betroffen war, ist bekannt für seine Galerien, Kulturveranstaltungen und Kinos. Das Festival „This Is Not Lebanon“ zeigt vom 26. August bis 12. September in Frankfurt am Main Arbeiten junger Künstler*innen aus dem Libanon. Im Oktober werden Teile des von Matthias Lilienthal kuratierten und von Christine Tohmé beratenen Festivals in Beirut gezeigt. Das Diskursprogramm wird von Rabih Mroué kuratiert und in Frankfurt am Main zu sehen sein. 
 
Frankfurt am Main
26. August bis 12. September 2021

Schulden, Protest, Explosion, Failed State – solche und andere Schlagworte aus den Medienberichten über den Libanon zeichnen aktuell ein düsteres Bild des arabischen Landes. Allerdings hat die westliche Berichterstattung Lücken. Sie erschließt vor allem nicht die vielfältige libanesische Kulturszene die insbesondere in Beirut gewachsen ist – und die gegenwärtig verloren zu gehen droht.
 
Um die libanesische Kulturszene künstlerisch und strukturell zu stärken, ist das Projekt „This Is Not Lebanon“ als Kooperation vom Frankfurt LAB mit dem Künstlerhaus Mousonturm, Ensemble Modern und dem Goethe-Institut in Beirut entstanden. Gemeinsam veranstalten sie ein Festival für Bildende Kunst, Performance, Musik und Diskurs, das vom 26. August bis 12. September in Frankfurt am Main stattfindet.
Kuratiert wird es von Matthias Lilienthal, der Gastkurator des Beiruter „Home Works“-Festival 2013, in Zusammenarbeit mit dem libanesischen Künstler Rabih Mroué, der international an der Schnittstelle von Theater, Videokunst und Installation arbeitet. An der Programmgestaltung sind darüber hinaus Christine Tohmé, Leiterin vom Ashkal Alwan Beirut, Anna Wagner, Dramaturgin am Mousonturm, und Mitglieder des Ensemble Modern beteiligt. 

Festival und Produktionsplattform

Das Festival soll zum einen die zeitgenössische libanesische Kultur in ihrem Facettenreichtum sichtbar machen. Zum anderen wird eine Produktionsplattform für libanesische Künstler*innen entstehen, an der sich mehrere Kulturinstitutionen beteiligen, die im Frankfurt LAB zusammengeschlossen sind. Das Frankfurt LAB schafft Netzwerke zwischen international renommierten Ensembles und dem künstlerischen Nachwuchs.
 
Im Kontext von „This Is Not Lebanon“ werden unter anderem vier neue Performancearbeiten entstehen und mehrere Werkaufträge vom Frankfurter Ensemble Modern vergeben. Neben Rabih Mroué zählen zu den Beteiligten etablierte libanesische Künstler*innen wie Lawrence Abu Hamdan, der akustische Untersuchungen als forensische Methode, unter anderem zur Ermittlung von Gewalt und Trauma, betreibt oder die Bildende Künstlerin, Filmemacherin und Feministin Marwa Arsanios, die bei der letzten Berlin-Biennale für großes Aufsehen sorgte. Außerdem entsteht eine choreografische Arbeit von Ghida Hachicho, die sich mit Gruppendynamiken befasst und eine Kunstperformance des jungen irakischen Künstlers Ali Eyal. Die vier neuen künstlerischen Arbeiten entstehen in Frankfurt im Rahmen von Produktionsresidenzen, die Teil von „Frankfurt Moves!" sind, einer Kooperation der KfW Stiftung mit dem Frankfurt LAB.

Austausch mit Perspektive

Zum Festival in Frankfurt gehört auch ein von Rabih Mroué kuratiertes Diskursprogramm, das den Begriff „Exil“ als Lebensgefühl im eigenen Land beschreibt. Vom 13. bis 17. Oktober 2021 werden Teile des künstlerischen Programms in Zusammenarbeit mit dem für die libanesische Kunstszene bedeutenden Zentrum Ashkal Alwan in Beirut vom Goethe-Institut Beirut präsentiert.
 
„This Is Not Lebanon. Festival for Visual Arts, Performance, Music and Talks” ist ein Kooperationsprojekt des Frankfurt LAB mit Künstlerhaus Mousonturm und Ensemble Modern in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Libanon. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das Goethe-Institut und die Bundeszentrale für politische Bildung. Die Residenzen im Rahmen von „This Is Not Lebanon. Festival for Visual Arts, Performance, Music and Talks” sind Teil von „Frankfurt Moves!", einer Kooperation der KfW Stiftung mit dem Frankfurt Lab zur Förderung internationaler aufstrebender Künstler*innen im Bereich Tanz und Darstellende Künste.

Kontakt

Caline Matar
Cultural Coordinator & Assistant to the Director
Goethe-Institut Libanon
Tel.: +961 1 570 131
caline.matar@goethe.de
 
Viola Noll
Stellvertretende Pressesprecherin
Goethe-Institut
Tel.: +49 (0)160 96 99 09 95
viola.noll@goethe.de
www.goethe.de/hauptstadtbuero

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