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20. Mai 2026
Terminhinweis: „Being Alone“: Festival beleuchtet Einsamkeit und Rückzug als globales Phänomen

Vom 29. bis zum 31. Mai widmet sich das Goethe-Institut gemeinsam mit dem HAU Hebbel am Ufer mit „Being Alone“ einem gesellschaftlich hochaktuellen Thema: Alleinsein als Spannungsfeld zwischen Rückzug, Isolation und ökonomisch verwertbarer Ressource. Das interdisziplinäre Festival in Berlin bringt Perspektiven aus Zentral- und Ostasien zusammen und verknüpft sie mit globalen Fragestellungen. Performances, eine Ausstellung sowie diskursive und digitale Formate untersuchen, wie Alleinsein als gesellschaftlich produziertes und kulturell geprägtes Phänomen Fragen nach Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Intimität und Selbstermächtigung aufwirft. „Being Alone“ findet im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums des Goethe-Instituts statt und macht dessen weltweite kulturelle Zusammenarbeit sichtbar.

Das Programm versammelt künstlerische und wissenschaftliche Stimmen aus den Netzwerken der Goethe-Institute in Almaty, Beijing, Bischkek, Hongkong, Kyoto, Seoul, Shanghai, Taipei, Taschkent, Tokyo und Ulan Bator sowie aus Deutschland. Es macht die vielschichtigen Erfahrungsdimensionen von Alleinsein sichtbar, die im Zuge gesellschaftlicher Transformationsprozesse in Asien besonders deutlich hervortreten. Zugleich werden ihre globalen Verflechtungen beleuchtet. Der Schwerpunkt bildet den Abschluss des zweijährigen Regionalprojekts der Goethe-Institute in Ost- und Zentralasien „Solitude: Loneliness & Freedom“, das anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Goethe-Instituts eine internationale Auswahl künstlerischer Arbeiten präsentiert.

„Alleinsein ist in vielen Gesellschaften zu einer prägenden Erfahrung im Kontext von Digitalisierung, demografischem Wandel und tiefgreifenden sozialen Veränderungen geworden. Auch für westeuropäische Gesellschaften ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Das Projekt ‚Solitude: Loneliness & Freedom‘ macht deutlich, wie Gesellschaften in Ost- und Zentralasien mit diesen Entwicklungen umgehen. Der internationale Austausch darüber eröffnet neue Perspektiven darauf, wie wir Zugehörigkeit und Gemeinschaft in Zukunft gestalten können“, beschreibt Johannes Ebert, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender des Goethe-Instituts.

Ein zentrales Panel des Programms in Berlin, „The Fragility and Richness of Being Alone“ (29. Mai, 20.00 Uhr), widmet sich der Frage, inwiefern Einsamkeit und Rückzug sowohl Ausdruck individueller Erfahrung als auch Ergebnis sozialer, ökonomischer und digitaler Bedingungen sind. Ausgehend von einer musikalischen Lesung des chinesischen Wanderarbeiter-Poeten Xiao Hai diskutieren u.a. der Sozialanthropologe Xiang Biao, die Autorin Khuê Phạm sowie weitere Gäste über Ungleichheit, Migration und die ambivalenten Potenziale des Alleinseins.

Am Sonntag diskutieren Payal Arora, Xiang Biao, Elira Turdubaeva und Daniel Schreiber, wie sich Einsamkeit in digitalen und repressiven Kontexten verändert, welche neuen Formen von Verbundenheit entstehen können und welche Rolle Macht, Teilhabe und Solidarität in zukünftigen Gesellschaften spielen. „Loneliness in Future Societies“ (31. Mai, 18.00 Uhr) richtet den Blick damit in die Zukunft sozialer Beziehungen unter den Bedingungen technologischer Transformation, globaler Ungleichheit und politischer Kontrolle.

„Being Alone“ lädt dazu ein, Alleinsein neu zu denken, als individuelle Erfahrung ebenso wie als gesellschaftlich geprägtes Phänomen im Spannungsfeld von Freiheit, Ausschluss und Zugehörigkeit.

Das vollständige Programm von „Being Alone“ sowie Karten sind über HAU Hebbel am Ufer erhältlich: Being Alone

Das gesamte Veranstaltungsprogramm zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts steht zur Verfügung unter: www.goethe.de/75jahre

Die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts werden ermöglicht durch das Engagement folgender Unternehmen aus dem Wirtschaftsbeirat des Goethe-Instituts: Bertelsmann, BMW Group, Evonik Industries AG, Holtzbrinck, Volkswagen Konzern sowie Adolf Würth GmbH & Co. KG.

Das Goethe-Institutist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de


Kontakt:

Annika Goretzki
Pressesprecherin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 565
annika.goretzki@goethe.de

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