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Verleihung der Goethe-Medaille
„Ihre Kunst verbindet die Kulturen.“

Die Preisträger*innen: Princess Marilyn Douala Manga Bell, Toshio Hosokawa, Wen Hui (v.l.n.r.)
Die Preisträger*innen: Princess Marilyn Douala Manga Bell, Toshio Hosokawa, Wen Hui (v.l.n.r.) | Fotos (Ausschnitte): v.l.n.r.: © Max Mbakop, © Kaz Ishikawa, © Richy Wong

Am 28. August wurde die Goethe-Medaille als offizielles Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In einem digitalen Festakt wurden Princess Marilyn Douala Manga Bell, Toshio Hosokawa und Wen Hui für ihr Engagement im internationalen Kulturaustausch ausgezeichnet.

„Kultur ist ein besonderer Saft – im Netz der globalen Gemeinschaft“ hieß das Motto der diesjährigen Preisvergabe. Christina von Braun, Kulturwissenschaftlerin und Vizepräsidentin des Goethe-Instituts, erläutert: „Künstler*innen gehören zu den wichtigsten Akteur*innen des digitalen kommunikativen Apparates, der uns miteinander verbindet, aber auch gegeneinander lenken kann. Sie lehren uns, mit anderen Augen zu sehen und zu lesen, mit anderen Ohren zu hören, das heißt, sie sind Mittler jener Differenzierungsfähigkeit, derer wir in der vernetzten Welt bedürfen.“
 
Dieses Jahr wurden die Sozialökonomin und Präsidentin der Kulturorganisation doual’art, Princess Marilyn Douala Manga Bell aus Kamerun, der Komponist Toshio Hosokawa aus Japan und die Tänzerin und Choreografin Wen Hui aus China mit dem renommierten Preis ausgezeichnet. Die Preisträger*innen der Goethe-Medaille 2021 wurden mit einem in Kooperation mit der Deutschen Welle entstandenen digitalen Festakt geehrt.
Die Präsidentin des Goethe-Instituts Carola Lentz eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell der Goethe-Medaille-Preisträgerin 2017 Urvashi Butalia aus Indien: „‚Niemals zuvor hatte die Meinungsfreiheit so viel Gewicht wie heute. Wir brauchen Transparenz und Kritikfähigkeit, und wir müssen voneinander lernen‘. Ich freue mich sehr, dass wir heute das kulturelle und zivilgesellschaftliche Engagement von Princess Marilyn Douala Manga Bell, Toshio Hosokawa und Wen Hui mit der Goethe-Medaille auszeichnen.“
 
Auch in diesem Jahr konnten die Preisträger*innen aufgrund der Corona-Pandemie nicht gemeinsam nach Deutschland kommen. Einzig Tänzerin und Choreografin Wen Hui war in Weimar, wo ihr in der Anna Amalia Bibliothek nach der Übertragung des digitalen Festakts die Goethe-Medaille durch Carola Lentz verliehen wurde. Carena Schlewitt, Theaterwissenschaftlerin und Intendantin des Europäischen Zentrums der Künste HELLERAU, ehrte sie mit einer Laudatio. Auf Princess Marilyn Douala Manga Bell hielt die Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Mahret Ifeoma Kupka die Laudatio, auf Toshio Hosokawa der Dirigent Alexander Liebreich. Das Publikum konnte via Livestream die Würdigungen mitsamt Filmporträts der diesjährigen Preisträger*innen mitverfolgen.
 
Im Rahmen des Kunstfests Weimar fand darüber hinaus ein besonderes Programm zur Vergabe der Goethe-Medaille 2021 statt. Unter anderem führte das Ensemble MUSIKFABRIK das Konzert „Stunden-Blumen – Vertical Time Study“ des Preisträgers Toshio Hosokawa auf, Wen Hui zeigte die Uraufführung ihrer Tanz-Performance „I am 60“ und Carola Lentz diskutierte mit dem Leiter des Kunstfests Weimar, Rolf C. Hemke über internationale Kulturarbeit in Zeiten der Pandemie.

Live-Stream-Video auf YouTube: Digitaler Festakt zu Ehren der Preisträger*innen der Goethe-Medaille 2021 | Goethe-Institut

Die Preisträger*innen:

Die Sozialökonomin und Präsidentin der Kulturorganisation doual'art Princess Marilyn Douala Manga Bell aus Kamerun wurde für ihre zukunftsweisenden Ideen zur Aufarbeitung kolonialen Unrechts sowie für ihr zivilgesellschaftliches Engagement und internationales kulturelles Schaffen geehrt.

Toshio Hosokawa aus Japan, einer der bekanntesten Komponisten zeitgenössischer Musik, wird geehrt für seine unverwechselbare Musiksprache, die er aus der Spannung zwischen „westlicher“ und traditioneller japanischer Kultur schafft.

Wen Hui, Choreografin und Mitbegründerin des Living Dance Studios, zählt zur Avantgarde des Tanztheaters in China und wird dafür geehrt, dass sie an der Schnittstelle von Kunst, Theater, Tanz und Dokumentarfilm in ihren Stücken eine eindrückliche Spurensuche betreibt, jenseits offizieller Narrative.

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