Jugend debattiert in Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Jugend debattiert international © János Szita

Eine Demokratie braucht Bürger, die kritische Fragen stellen, ihre Meinung sagen, aber auch zuhören und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen. Diese grundlegenden Kompetenzen schult Jugend debattiert in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, der internationale deutschsprachige Debattierwettbewerb für Schüler*innen.

Über das Projekt
Das Projekt trägt dazu bei, dass junge Menschen ihre Ansichten und Standpunkte in der Fremdsprache Deutsch kenntnisreich und überzeugend vertreten können. Der Wettbewerb stärkt die Debatte als Medium demokratischer Auseinandersetzung und fördert die aktive Mehrsprachigkeit in Europa. Gegenstand des Wettbewerbs ist das Debattieren in deutscher Sprache zu Themen aus den Bereichen Schulalltag, Grund- und Menschenrechte, Geschichte und Europa.
 
Training und Wettbewerb
Am Anfang steht eine mehrmonatige Unterrichtsphase, in der sich die Schüler*innen nach einem festgelegten Curriculum auf das Debattieren vorbereiten und sich inhaltlich mit relevanten Themen auseinandersetzen. Die sich anschließende Wettbewerbsphase führt von den Schulen über regionale Schulverbünde zum Halb- und Landesfinale. Die Erst- und Zweitplatzierten aus jedem Land erreichen das Internationale Finale, das jedes Jahr im Herbst in einem der teilnehmenden Projektländer stattfindet.
 
Für Schüler*innen und Schüler
Gegenwärtig nehmen etwa 3.500 Schülerinnen und Schüler an über 200 Schulen in Belarus, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Kroatien, Rumänien, der Ukraine und Ungarn an dem Wettbewerb teil. Mitmachen können Schüler*innen ab Klasse 10 und ihre Deutschlehrer.
 
Die Projektpartner
Jugend debattiert in Mittel-, Ost- und Südosteuropa ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

Aktuelles

Jugend Debattiert International 2019

Michail Krumov aus dem 91. Deutschsprachigen Gymnasium „Prof. Konstantin Galabov“ gewinnt das XIII. Internationale Finale von Jugend debattiert international.

Michail Krumov aus dem 91. Deutschsprachigen Gymnasium „Prof. Konstantin Galabov“ gewinnt das XIII. Internationale Finale von Jugend debattiert international Foto: © János Szita Die XIII. Internationale Finaldebatte in Budapest zur Streitfrage „Sollen individuelle Obergrenzen für Flugreisen eingeführt werden?“ hat mit seiner hervorragenden Leistung Michail Krumov aus Sofia für sich entschieden.

Das Internationale Finale ist der alljährliche Höhepunkt des deutschsprachigen Debattierwettbewerbs. Schüler, die Deutsch als Fremdsprache lernen und an einem Austausch über aktuelle Themen interessiert sind, können in ihrem Heimatland am Wettbewerb teilnehmen. Die Besten zwei aus jedem der zwölf teilnehmenden Länder debattieren beim Internationalen Finale.
 
Die vier Debattant*innen, die sich in der Internationalen Qualifikation und
dem Internationalen Halbfinale rhetorisch durchsetzen konnten, standen in
der Finaldebatte und haben sich wie folgt platziert:

  1. Michail Krumov aus Bulgarien
  2. Katrin-Lisa Laius aus Estland
  3. Andrea Sosková aus der Slowakei
  4. Maryna Dmytryk aus der Ukraine

Zum Internationalen Finale und dem begleitenden Rahmenprogramm
reisten neben den Debattant*innen mehr als 300 Zuschauer und Gäste an.
Weitere mehrere Hundert Zuschauer verfolgten die Debatte im Live-
Stream.
 
Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und
Osteuropa ist ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung
„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), der Gemeinnützigen
Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.
Das XIII. Internationale Finale stand unter der Schirmherrschaft der
Regisseurin Ildikó Enyedi und des Autors Wilhelm Droste.

 

Boyko Vassilev: „Debattieren bedeutet nicht, der Beste zu sein“

Sehen Sie hier das gesamte Video mit Boyko Vassilev: