Immanence
Ausstellung|Ausstellung von Jazoo Yang
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Goethe-Institut Bulgarien, Galerie, Sofia
IMMANENCE
Einzelausstellung von Jazoo Yangim Goethe-Institut und in der Galerie POSTA
09.05-08.06.2025
Kurator: Vikenti Komitski
Eröffnung: 09.Mai, Freitag, um 18:00 Uhr
Die Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Bulgarien und den Ausstellungsräumen PUNTA/POSTA wird in diesem Jahr mit einem Gastauftritt der koreanischen Künstlerin Jazoo Yang fortgesetzt. Die zwischen Berlin und Seoul lebende Künstlerin untersucht in ihrer Arbeit die Beziehung zwischen Menschen und den Räumen, die sie bewohnen. Ihr besonderes Augenmerk gilt dem Wandel urbaner Landschaften und der Gentrifizierung, die langjährige Bewohner aus ihren angestammten Lebensräumen verdrängt.
Jazoo Yang arbeitet häufig mit Fragmenten der Stadtstruktur, die vom Verschwinden bedroht sind – Überreste von Außenwänden, antiken Fliesen oder Tapetenfragmenten aus dem Inneren verlassener Häuser. Diese stillen, oft übersehenen Relikte werden in ihren Werken neu interpretiert und lassen Erinnerungen an die Tiefe und Verletzlichkeit des persönlichen Raums aufleben.
In ihren Projekten setzt sich Yang mit den Auswirkungen städtischer Umbrüche auf die Lebensrealität der Menschen auseinander. Sie thematisiert Prozesse von Sanierung und Urbanisierung – und ein urbanes Tempo, das dem natürlichen Rhythmus des menschlichen Körpers nicht entspricht. Diese erzwungene Anpassung kann feinste sensorische Wahrnehmungen überfordern oder gar verletzen.
Dabei richtet Yang ihren Blick nicht nur auf die sichtbare, materielle Stadtstruktur, sondern auch auf das Verborgene: die natürlichen, lebendigen Systeme, die sich im urbanen Raum entfalten und dennoch im Alltag unsichtbar bleiben.
Die Ausstellung, die sich auf das POSTA, die Galerie des Goethe-Instituts und den Innenhof des Instituts verteilt, präsentiert Arbeiten aus ihrer Serie Immanence (Stolen Time) sowie neue Werke, die eigens für Sofia entstanden sind.
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JAZOO YANG (geb. 1979 in Südkorea) lebt in Berlin und Südkorea. Sie begann ihre Laufbahn als Malerin und arbeitet heute als Mixed-Media-Künstlerin. In ihren Werken setzt sie sich mit städtischem Wandel, Gentrifizierung und der Beziehung zwischen Mensch und Raum auseinander.
Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist das Sammeln von Baumaterialien aus verlassenen Gebäuden, die sie in ihrer „Materials Series“ neu arrangiert, um Prozesse des Verschwindens sichtbar zu machen. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit immateriellen Aspekten urbaner Räume, mit den unsichtbaren, organischen Systemen, die sich dort entwickeln und deren Einfluss auf die menschlichen Sinne.
Eine weitere ihrer Herangehensweisen ist es, öffentlichen Raum zu verfremden. In ihrer „Dots-Serie“ markierte sie zum Abriss bestimmte Häuser mit ihrem roten Daumenabdruck – einer in Südkorea symbolträchtigen Geste, die einer Unterschrift gleichkommt. Damit thematisiert sie individuelle Verantwortung, urbane Transformation und Korruption auf dem Immobilienmarkt.
Yang erweitert ihre Kunst zunehmend auf Themen wie Migration und Identität und arbeitet dabei mit Geflüchteten zusammen. Ihre Werke wurden in Einzelausstellungen in Deutschland, Frankreich, China und Südkorea gezeigt und sind derzeit in der Gruppenausstellung “Love Letters to the City” in Berlin sowie in der Kim Reeaa Gallery in Seoul zu sehen.
Ort
Goethe-Institut Bulgarien, Galerie
Budapesta Str. 1
1000 Sofia
Bulgarien
Budapesta Str. 1
1000 Sofia
Bulgarien
Ort
Goethe-Institut Bulgarien, Galerie
Budapesta Str. 1
1000 Sofia
Bulgarien
Budapesta Str. 1
1000 Sofia
Bulgarien