[Verschoben] Indigo-Treffen mit Olga Grjasnowa und Georgi Tenev

Indigo-Treffen mit Olga Grjasnowa und Georgi Tenev © Marius Weber

Do, 26.03.2020

18:30

Goethe-Institut Bulgarien, Zoom

Bei den „Indigo-Treffen“ werden aktuelle Themen und Werke deutschsprachiger Gegenwartsliteratur sowie übersetzte Werke präsentiert und besprochen. Immer zwei Personen aus der bulgarischen und deutschen Literaturszene werden eingeladen sich zu Themen wie Einsamkeit, Generationskonflikte, Migration etc. auszutauschen.

Partner

Zusammen mit dem Bulgarischen Kulturministerium, dem Bulgarischen Buchhändler- und Verlegerverband, Traduki und dem Nationalen Buchzentrum, organisiert das Goethe-Institut ein Literaturtreffen.

Olga Grjasnowa (Deutschland)

Olga Grjasnowa wurde 1984 in Baku in einer russisch-jüdischen Familie geboren. 1996 siedelte ihre Familie nach Deutschland über. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau. 2012 erschien ihr erster Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“, für den sie mit dem Klaus-Kühne-Preis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet und für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Danach erschienen von ihr  weitere zwei Romane – „Die juristische Unschärfe einer Ehe“  und „Gott ist nicht schüchtern“.

In ihren Büchern thematisiert Grjasnowa die Bedeutung  der Heimat, der Wurzeln und der Freiheit in der gegenwärtigen globalen Welt. Ihre Figuren sind intelligent, exzentrisch und selbstzerstörerisch, sie sehnen sich nach Geborgenheit und Gemeinsamkeit. Aber die Unmöglichkeit der Vertrautheit ist authentisch und lässt sich auf deren Vergangenheit und Herkunft zurückführen. Olga Grjasnowa beschäftigt sich mit einem der wesentlichsten Probleme der Gegenwart: die Utopie einer multikulturellen Gesellschaft, die Kluft zwischen Ost und West und die persönlichen Tragödien, die diese herbeiführen.

Georgi Tenev (Bulgarien)

Georgi Tenev wurde 1969 in Sofia geboren. Er studierte an der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst, setzte dann sein Studium an der Universität Wien fort. Er ist Autor von Romanen, Erzählungen und Theaterstücken. Sein Roman „Partien dom“ [Parteihaus], in dem die Paradoxa der postkommunistischen Gesellschaft in Bulgarien dargestellt werden,   wurde mit dem Vick-Preis für den besten bulgarischen Roman des Jahres 2007 ausgezeichnet. Der Roman „Gospodin M.“ [Herr M.] (2010) erzählt vom Schicksal des bulgarischen Schriftstellers und politischen Emigranten Georgi Markov, der am Höhepunkt des Kalten Krieges in London ermordet wurde. Der Erzählband „Sveštena svetlina“ [Heiliges Licht] (2009) behandelt Themen, die mit Biopolitik, Rassismus, sexuellen Differenzen zusammenhängen. Sein neuester Roman „Balkanski ritual“ [Balkanritual] (2019) ist ein historischer Thriller, ein mystischer Kriminalroman, in dem Terrorismus, Nahostkriege und Kontroversen auf der politischen Arena zusammentreffen.

Violeta Vicheva (Bulgarien)

Das Gespräch wird von Violeta Vicheva moderiert.
Sie hat Germanistik studiert, hat ein Masterstudium in Übersetzung abgeschlossen und promovierte mit einer Dissertation zum Thema Die Krise der Gemeinschaft in sieben Werken der jüngsten deutschsprachigen Literatur. Sie wohnt und arbeitet als freie Übersetzerin in Sofia.

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