Film Adam und Evelyn

Szene aus dem Film. Ländliche DDR-Idylle: Evelyn (Anne Kanis) und Adam (Florian Teichtmeister) Foto (Ausschnitt) : © Alexander Schaak

Sa, 23.11.2019

Cinéma L'Arlequin

76, rue de Rennes
75006 Paris

Samedis du cinéma allemand

Die DDR, 30 Jahre danach

Von Andreas Goldstein und Jakobine Motz, DE 2019, v.o.s.t.fr., 100 Min., nach dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze
Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit Jakobine Motz statt.
 
Sommer 1989. Als leidenschaftlicher Schneider braucht Adam nicht viel, um glücklich zu sein: sein altes Haus mit seinem idyllischen Garten in der ostdeutschen Provinz - und Evelyn. Deshalb reist er ihr hinterher, als sie eines Tages mit ihrer Freundin aufbricht, nachdem sie ihn bei einem Flirt erwischt hat. Er folgt ihr nach Ungarn. Als im Radio angekündigt wird, dass Ungarn seine Westgrenze öffnet, will Evelyn nach Westen gehen. Adam fühlt sich im Osten wohl, aber jetzt muss er sich zwischen Evelyn und seiner geliebten Heimat entscheiden.
Ist der Ort, an dem man wohnt, wirklich irrelevant?
 
Andreas Goldstein
wurde 1964 in Ost-Berlin geboren. Er studierte Kultur- und Theaterwissenschaften in Berlin, gefolgt von einem Regiestudium an der heutigen Filmuniversität Babelsberg. 1999 gab er sein Regiedebüt mit dem 36-minütigen Dokumentarfilm Die Erklärung des ersten Kapitels Luce. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2018 stellte Andreas Goldstein in der Sektion "Settimana della Critica" (Woche der Kritik) seinen ersten Spielfilm als Regisseur vor, die in der DDR des Jahres 89 spielende Tragikomödie Adam und Evelyn.

Jakobine Motz, 1967 in Königs Wusterhausen geboren, studierte von 1988 bis 1994 Kamera an der Filmhochschule in Babelsberg. Später verfeinerte sie ihr Handwerk in einem zweijährigen Aufbaustudium am American Film Institute in Los Angeles. Sie arbeitete mit Andreas Goldstein am Drehbuch von Adam und Evelyn und machte Kamera und Schnitt.

 

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