Geförderte Übersetzungen

Zuletzt auf Ungarisch erschienen


Ronald D. Gerste: Történelmet író betegségek © Corvina Kiadó Ronald D. Gerste: Történelmet író betegségek - az ókortól napjainkig
(Originaltitel: Wie Krankheiten Geschichte machen. Von der Antike bis heute, Klett-Cotta, 2019)
Übersetzt von: László Győri
Budapest: Corvina, 2021

Eine englische Königin, die das Land zusammen mit ihrem Mann, dem spanischen König, wieder katholisch machen will, scheint schwanger zu sein. Doch es ist ein Tumor – wäre sonst Spanien die Supermacht in unserer Welt? Ein deutscher Kaiser gilt als Hoffnungsträger der Liberalen, könnte Deutschland auf den Weg zu einer konstitutionellen, fortschrittlichen Monarchie führen. Doch er hat Kelhlkopfkrebs, ihm sind nur 99 Tage an der Macht vergönnt - wäre durch ihn der Erste Weltkrieg vermeidbar gewesen? Die Krankheiten von Staatenlenkern haben wiederholt in den Ablauf der Geschichte eingegriffen und die Weichen des Weltgeschehens oft auf dramatische Weise in eine andere Richtung gestellt. Doch Krankheiten bestimmen auch das Leben, die Kultur und das Bewusstsein der Völker. Die Pest und Aids, die Cholera und die Syphilis haben ganze Zeitalter geprägt. Der Arzt und Historiker Ronald D. Gerste nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise zu den medizinischen Wegmarken unserer Geschichte.

Doron Rabinovici: A földönkívüliek. Magvető, 2020 © Magvető Kiadó Doron Rabinovici: A földönkívüliek
(Originaltitel: Die Außerirdischen, Suhrkamp, 2017)
Übersetzt von: Lídia Nádori
Budapest: Magvető, 2021

Eines Morgens wird von sämtlichen Sendern gemeldet: Eine extraterrestrische Macht hat über Nacht die Erde erobert. Nach der ersten allgemeinen Panik sickern Neuigkeiten durch: Die Außerirdischen sind sanftmütig; sie meiden scheu jeden Kontakt; sie bringen Aufschwung und Frieden. Da ist nur ein kleiner Haken – sie bitten um Menschenopfer auf freiwilliger Basis.
Überall werden Spiele ausgerichtet, um die Auserwählten zu bestimmen. Wer mitmacht, dem winken enorme finanzielle Vorteile. Sol, Mitbegründer eines Online-Magazins, ist mit einer rasch etablierten Talkshow dicht dran an den Ereignissen. Als sich aber sein junger Nachbar Elliot als Kandidat für die Spiele meldet, stellt das Sol und seine Frau Astrid auf die Probe: Wer ist mitschuldig, wer profitiert, wer begehrt auf?

Franz Hodjak: Homokkal teli bőrönd © Exit Kiadó-Szépirodalmi Figyelő Alapítvány Franz Hodjak: Homokkal teli bőrönd
(Originaltitel: Ein Koffer voller Sand, Suhrkamp, 2003)
Übersetzt von: Enikő Szenkovics)
Kolozsvár-Budapest: Exit Kiadó - Szépirodalmi Figyelő Alapítvány, 2020

Bernd Burger und seine Frau Melitta sind mit ihrer Tochter im Auto unterwegs Richtung Deutschland. Es ist eine Reise des endgültigen Abschieds und der Ankunft im Ungewissen. Die Familie kommt aus Rumänien und will ins Auffanglager Hamm; bis in die Bodenseeregion hat sie es schon geschafft. Dort aber wird alles kompliziert. Die Länder, die in wenigen Kilometern Abstand aneinanderstoßen, irritieren die Reisenden. Sie haben ihre Erfahrungen mit Grenzen und Versuchen, sie zu überschreiten. Hier nun sind plötzlich die Staatsgrenzen nicht recht zu erkennen, man nähert sich ihnen gut vorbereitet und vorsichtig, und plötzlich ist man auf der anderen Seite, ohne es bemerkt zu haben. Was die Lage nicht übersichtlicher macht: Bernd Burger kann nicht Auto fahren und seine Frau weder Landkarten noch Straßenschilder lesen.
So wird aus der Reise eine Irrfahrt voller komisch-skurriler Begegnungen mit einer gänzlich neuen Wirklichkeit, wahrgenommen durch den fremden Blick. Gleichzeitig bietet das Unterwegssein Gelegenheit zum Nachdenken darüber, was Heimat nicht war und wohl auch in der Erinnerung kaum werden kann, darüber, was aus dem vergangenen Leben brauchbar ist für die neue Welt, und was an der neuen Welt brauchbar ist für: was man nun einmal ist, und wer.

Yoko Tawada: Egy jegesmedve emlékiratai, Jelenkor, 2020 © Jelenkor Kiadó Yoko Tawada: Egy jegesmedve emléliratai
(Originaltitel: Etüden im Schnee)
Übersetzt von: Beáta Dobosi
Budapest: Jelenkor, 2020

Wer erzählt? Ist es ein Mensch, ein Gespenst, ein Tier? Es meldet sich in politischen Versammlungen zu Wort. Es erzählt, wie es gelernt hat, die Vorderpfoten zu heben. Indem der Pfleger es auf einen Metallboden stellte, Hinterpfoten in Schuhen, der Boden wurde immer heißer, bis die Hitze unaushaltbar wurde, zugleich erklang ein Fanfarenstoß und ein Befehl. Sie musste die Vorderpfoten heben. Es erzählt also ein Tier. Aus der Perspektive von drei Eisbären, Großmutter, Mutter und Sohn entsteht ein aufregendes Zeitporträt und eine Migrantengeschichte über drei Generationen hinweg. Sie spielt in Moskau, auf Reisen, in der DDR und zuletzt in Deutschland, in Berlin.




Volker Ullrich: Nyolc májusi nap, Corvina, 2020 © Corvina Kiadó Volker Ullrich: Nyolc májusi nap
(Originaltitel: Acht Tage im Mai)
Übersetzt von: Imre Kurdi
Budapest: Corvina, 2020

Die letzte Woche des Dritten Reiches hat begonnen. Hitler ist tot, aber der Krieg noch nicht zu Ende. Alles scheint zum Stillstand zu kommen, und doch ist alles in atemloser Bewegung. Volker Ullrich schildert Tag für Tag diese «zeitlose Zeit» und entführt den Leser in eine zusammenbrechende Welt voller Dramatik und Hoffnung, Gewalt und Angst. Sein Buch ist eine unvergessliche Zeitreise in den Untergang.
Während die Regierung Dönitz nach Flensburg ausweicht, rücken die alliierten Streitkräfte unaufhaltsam weiter vor. Berlin kapituliert, in Italien die Heeresgruppe C. Raketenforscher Wernher von Braun wird festgenommen. Es kommt zu einer Selbstmordepidemie und zu Massenvergewaltigungen. Letzte Todesmärsche, wilde Vertreibungen, abtauchende Nazi-Bonzen, befreite Konzentrationslager - all das gehört zu jener «Lücke zwischen dem Nichtmehr und dem Nochnicht», die Erich Kästner am 7. Mai 1945 in seinem Tagebuch vermerkt.  

Rüdiger Bubner: A dialektika mint topika. Typotex, 2020 © Typotex Kiadó
Rüdiger Bubner: A dialektika mint topika. A racionalitás egy életvilágbeli elméletének építőkövei

(Originaltitel: Dialektik als Topik. Bausteine zu einer lebensweltlichen Theorie der Rationalität, Suhrkamp, 1990)
Übersetzt von János Weiss
Budapest, Typotex, 2020
ISBN 978-963-493051-8






Judith Schalansky: Különféle veszteségek jegyzéke, Corvina, 2020 © Corvina Kiadó Judith Schalansky: Különféle veszteségek jegyzéke
(Originaltitel: Verzeichnis einiger Verluste)
Übersetzt von: Lídia Nádori
Budapest: Corvina, 2020

Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.

So handelt dieses Buch gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.

Yvonne Hofstetter: Láthatatlan háború, Corvina, 2020 © Corvina Kiadó Yvonne Hofstetter: Láthatatlan háború
(Originaltitel: Der unsichtbare Krieg)
Übersetzt von: László Kőrös
Budapest: Corvina, 2020

Die aktuelle Weltlage ist gefährlicher denn je. Weil sich Strategien und Formen der Kriegsführung aufgrund der Digitalisierung radikal ändern, nehmen die Spannungen zwischen den Supermächten zu. Die renommierte KI-Expertin Yvonne Hofstetter legt für alle politisch Interessierten offen, wie die Digitalisierung einst stabile Machtverhältnisse untergräbt, die Angst vor einem neuen Wettrüsten schürt und das Weltgeschehen unberechenbar macht.

Die Sicherheit im 21. Jh. ist extrem gefährdet, der Frieden, in dem wir leben, fragil. Grund dafür ist die digitale Revolution. Strategisch genutzt, ermöglicht sie die geopolitische Neuordnung der Welt: USA, Russland und China kämpfen um die Vorherrschaft, Europa ringt um seine Rolle zwischen den Großmächten. Basierte das strategische Gleichgewicht zwischen den Staaten vormals auf Verteidigung, verschiebt es sich heute zugunsten der Offensive. Denn in einer vernetzten Welt wird der Code zur vernichtenden Waffe. Mit ihm werden hochsensible Daten ausspioniert, kritische Infrastrukturen sabotiert und die Bevölkerung durch Fake News aufgehetzt – ohne dass es eine offizielle Kriegserklärung gäbe.
Yvonne Hofstetter schildert diese bedrohliche Lage anhand von realen Beispielen, die das Weltgeschehen und die Weltpolitik massiv beeinflussen. Sie beleuchtet die Verteidigungsstrategien der Großmächte und legt dar, warum der Westen vor Angriffen ungeschützter ist als der Osten.

Fritz Breithaupt: Az empátia árnyoldalai, Typotex, 2020 © Typotex Kiadó Fritz Breithaupt: Az empátia árnyoldalai
(Originaltitel: Die dunklen Seiten der Emphatie)
Übersetzt von: Ágnes Simon-Szabó
Budapest: Typotex, 2020

Empathie gilt als Grundlage moralischen Handelns – und damit selbst als gut. Sieht man aber genauer hin, erweist sich die Fähigkeit, »sich in andere Menschen hineinzuversetzen«, auch als Voraussetzung für gezielte Erniedrigungen und Grausamkeiten. Zudem hat selbst das wohlmeinende Mitgefühl zahlreiche unbeabsichtigte Konsequenzen. Aus diesen Gründen sind es gerade die dunklen, bisher verdrängten Aspekte der Empathie, die auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft in den Blick genommen werden müssen. Fritz Breithaupt lädt seine Leser dazu ein, diese Seiten zu bedenken oder gar an sich selbst zu entdecken, und führt uns dabei von Narzissmus und Nietzsche bis zu den Helikopter-Eltern und Angela Merkels Flüchtlingspolitik.

Hors Bredekamp: Képaktus, Typotex Kiadó, 2020 © Typotex Kiadó Horst Bredekamp: Képaktus 
(Originaltitel: Der Bildakt)
Übersetzt von: Edina Nagy
Budapest: Typotex, 2020

Seit dem byzantinischen Bilderstreit und dem Bildersturm der Reformation ist nicht mehr in solcher Intensität über Bilder nachgedacht worden wie in den letzten Jahrzehnten. Neben der Archäologie und der Kunstgeschichte haben sich zahlreiche weitere Fächer an Fragestellungen rund um das Bild geradezu festgebissen. Angesichts dessen geht einer der bedeutendsten Kunsthistoriker der Gegenwart der Frage nach, warum Begriff und Geltung sowie Macht und Ohnmacht von Bildern so hartnäckig verfolgte Themen unserer Tage geworden sind.
Vordergründig geht dieser Boom auf die nie zuvor dagewesene Dominanz des Visuellen in fast allen Lebensbereichen zurück. Dahinter verbirgt sich jedoch ein tieferliegendes Problem als Paradoxon: Bilder besitzen zwar als von Menschen geschaffene Artefakte kein autonomes Leben, entwickeln aber immer wieder eine Präsenz, die sie mehr sein läßt als nur toter Stoff. Darauf gründet die Erwartung, daß das Nachdenken über sie mehr hervorzubringen vermag als der bloße Blick auf sie.
Im Doppelspiel von lebloser Starre und Lebendigkeit liegt die handlungsstiftende Kraft von Bildern. Mit Blick darauf entwirft Bredekamp eine Theorie des Bildakts als Gegenstück zur Lehre vom Sprechakt und verfolgt das Phänomen wirkkräftiger Bilder in drei Bereichen: der künstlichen Lebendigkeit, des Austausches von Bild und Körper und der Eigentätigkeit der Form. Das Buch ist die stark erweiterte Fassung seiner im Jahr 2007 gehaltenen und vielbeachteten Frankfurter Adorno-Vorlesungen – und die Summe jahrzehntelanger Forschungen zur bildaktiven Phänomenologie.

Wolfgang Borchert összegyűjtött művei © Napkút Kiadó Wolfgang Borchert  összegyűjtött művei 

(Originaltitel: Das Gesamtwerk)
Übersetzt von: Máté Bordás, Ferenc Szolcsányi und Ferenc Vincze
Budapest, Napkút, 2020

Das Gesamtwerk Borcherts in erweiterter und revidierter Neuausgabe
Mit nur zwei Dutzend Kurzgeschichten, einer Handvoll Gedichte und dem Theaterstück „Draußen vor der Tür“ wurde Wolfgang Borchert zur wichtigsten Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur. Sie hat bis heute nichts von ihrer Wirkung eingebüßt.
Für die Neuausgabe des 1949 erschienenen Gesamtwerks sind sämtliche Texte anhand von Manuskripten und Erstdrucken revidiert und seinerzeit getilgte Passagen wieder eingefügt worden.

Marcel Beyer: Kaltenburg. Magvető, 2020 © Magvető Kiadó Marcel Beyer: Kaltenburg
(Originaltitel: Kaltenburg)
Übersetzt von: László Győri
Budapest: Magvető, 2020

Wer ist Kaltenburg? Ein Ornithologe und Verhaltensforscher, der nach dem Krieg in Dresden ein Forschungsinstitut aufbaut. Ein Exzentriker, der den Dienstwagen samt Stasi-Chauffeur stehen lässt und Motorrad fährt. Für Hermann Funk, der seine Eltern in der Dresdner Bombennacht verlor, wird er zum Ziehvater. Als alter Mann erinnert sich Funk: an die Gründung des Institutes und der DDR, an Kaltenburgs plötzliches Verschwinden nach dem Mauerbau, an ein möglicherweise dunkles Kapitel in dessen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund von einem halben Jahrhundert DDR-Geschichte erzählt Marcel Beyer in seinem hochgelobten Roman meisterlich von menschlichen Lebensläufen.
 

Brigitte Kronauer: A nők ruhái. Typotex, 2019 © Typotex Kiadó Brigitte Kronauer: A nők ruhái. Történetek
(Originaltitel: Die Kleider der Frauen, Reclam, 2008)
Übersetzt von Ágnes Gubicskó
Budapest: Typotex, 2019
ISBN 978-963-493026-6

Viele verschiedene Frauen, viele unterschiedliche Kleidungsstücke und Accessoires, 26 kurze Erzählungen: Die Kleider der Frauen ist der neue Erzählungszyklus von Brigitte Kronauer. War in den Tricks der Diva die Natur die heimliche Heldin aller Geschichten, so ist es nun das Ich einer fiktiven Autobiografie, das allerdings gelegentlich aus dem selbstgezimmerten Rahmen rutscht.

Byung-Chul Han: A kiégés társadalma, Typotex, 2019 © Typotex Byung-Chul Han: A kiégés társadalma
(Originaltitel: Müdigkeitsgesellschaft. Burnoutgesellschaft. Hoch-Zeit. Matthes & Seitz, 2016)
Übersetzt von Dóra Miklódy
Budapest: Typotex, 2019
ISBN 978-963-493065-5

Vor 5 Jahren erschien einer der wichtigsten zeitdiagnostischen Essays der letzten Jahre : Die Müdigkeitsgesellschaft hat sich bis heute weltweit über 300 000 mal verkauft. Byung-Chul Han konstatiert darin knapp und präzise einen entscheidenden Paradigmenwechsel : Die Gesellschaft der Negativität weicht einer Gesellschaft, die von einem Übermaß an Positivität beherrscht ist. Davon ausgehend zeichnet Han die pathologische Landschaft der heutigen Gesellschaft, zu der neuronale Erkrankungen wie Depression, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Borderline oder Burnout gehören. Sie sind keine Infektionen, sondern Infarkte, die nicht durch die Negativität des immunologisch Anderen, sondern durch ein Übermaß an Positivität bedingt sind. So entziehen sie sich jeder immunologischen Technik der Prophylaxe und Abwehr. Hans Analyse mündet am Ende in die Vision einer Gesellschaft, die er in beabsichtigter Ambivalenz Müdigkeitsgesellschaft nennt. Die Neuauflage ergänzt den Essay um zwei weitere Texte, in denen er seine These weiterführt: »Burnoutgesellschaft« und »Hoch-Zeit«.

Günter Kunert. Ellenfényben. Kriterion, 2019 © Kriterion Könyvkiadó Günter Kunert: Ellenfényben. Elbeszélések, karcolatok.
(Originaltitel: Prosa- Auswahl)
Übersetzt von Eszter Benő
Cluj-Napoca: Kriterion, 2019

… wo kein Optimismus vorhanden ist, soll zumindest Pessimismus sein, mit dem man noch was anfangen kann: ihn brandmarken immerhin. Aber wo nichts ist, da steht es schlimm, sehr schlimm, und wer nichts tut, ist schlimm dran, weil er derjenige ist, der weder im positiven noch im negativen Sinne den Weltlauf mitläuft. Weder für noch gegen etwas agieren (und was von beiden ist egal, es sind ja nur zwei Seiten ein und derselben Sache), das bedeutet Sabotage am irdischen Betrieb, und jeder Herr wird die Lauen ausspeien aus seinem Munde ...

Götz Aly: Az egyensúlyát nem találó nép. Múlt és Jövő Kiadó, 2019 © Múlt és Jövő Kiadó, 2019 Götz Aly: Az egyensúlyát nem találó nép: A németek a szabadságtól való félelem és a kollektivizmus között
(Originaltitel: Volk ohne itte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus)
Übersetzt von: Ágnes Huszár
Budapest: Múlt és Jövő Kiadó, 2019

Aufschlussreiche Essays über die Deutschen und ihre Vergangenheit von dem vielfach ausgezeichneten Historiker Götz Aly: In »Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus« zeigt er, wie der Antisemitismus schon früh die Weichen zur Katastrophe nach 1933 stellte, wie sich während des Nationalsozialismus der Staat und die Menschen bereicherten und warum wir keinen Schlussstrich ziehen können.
Der Mangel an Selbstbewusstsein und gemeinsamen Werten, die Suche nach dem eigenen Vorteil und ein starker Aufstiegswille führten dazu, dass die Deutschen dem nationalen Sozialismus in Massen folgten. Götz Aly eröffnet überraschende Einsichten in die geschichtlichen Konstellationen, welche die ungeheuerlich destruktive Energieentladung der zwölf kurzen Hitler-Jahre möglich machten. Er schildert individuelle Bereicherungen, zeigt, wie die Staatskasse und damit alle Deutschen von dem beispiellosen Raubzug in Europa profitierten, und belegt den Hang der Deutschen, nach dem Krieg Schuld und Verantwortung zu verlagern. Er zeigt, wie sehr nach 1945 der Korpsgeist und Karrierismus selbst in der Max-Planck-Gesellschaft und an historischen Instituten die Erforschung dieser Vergangenheit noch lange behinderten. Ein unbequemes Buch, das zum Weiterdenken anregt.

Ulrich Alexander Boschwitz: Az utazó,  Jelenkor, 2019 © Jelenkor Kiadó Ulrich Alexander Boschwitz: Az utazó
(Originaltitel: Der Reisende. Klett-Cotta, 2018)
Übersetzt von: Éva Blaschtik
Budapest, Jelenkor, 2019
ISBN 978-963-676822-5

Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst. Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.


Sasha Marianna Salzmann: Magunkon kívül. Fekete Sas, 2019 © Fekete Sas Kiadó Sasha Marianna Salzmann: Magunkon kívül
(Originaltitel: Außer sich. Suhrkamp, 2017)
Übersetzt von: Gábor Lengyel
Budapest, Fekete Sas Kiadó, 2019
ISBN 978-615-556-882-4

Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.

Wer sagt dir, wer du bist? Davon und von der unstillbaren Sehnsucht nach dem Leben selbst und seiner herausfordernden Grenzenlosigkeit erzählt Sasha Marianna Salzmann in ihrem Debütroman Außer sich. Intensiv, kompromisslos und im besten Sinn politisch.

Volker Kutscher: Goldstein, General Press, 2019 © General Press Könyvkiadó Volker Kutscher: Goldstein
(Originaltitel: Goldstein; Kiepenheuer & Witsch, 2011)
Übersetzt von: Róbert Csősz
Budapest, Genaral Press Könyvkiadó, 2019
ISBN 978-963-452-255-0

Berlin, 1931: gazdasági válság, szélsőséges csoportok összecsapása, alvilági leszámolások.
Ebbe a világba érkezik meg az amerikai bérgyilkos, Abraham Goldstein, a megjelenése után nem sokkal pedig rejtélyes halálesetek történnek a városban. A német rendőrség az FBI kérésére megfigyelés alatt tartja a bűnözőt; ezzel a feladattal Gereon Rathot bízzák meg. A nyomozó azonban hamar megunja az amerikai követését, ezért a saját kontójára elvállal egy ügyet az egyik bűnbanda vezetőjének a megbízásából, és hamarosan a berlini alvilág hatalmi harcának kellős közepén találja magát.

Eközben Rath szerelme, Charly épp a bírósági gyakorlatát végzi. Miután azonban egy rábízott hajléktalan lány megszökik a vizsgálati fogságból, Charly úgy dönt, otthagyja a porosodó aktákat, és a szökevény nyomába ered. A szálak hamarosan Rath futó nyomozásához vezetnek - és ez végzetes következményekkel jár mindkettőjük számára...

Stefanie Höfler: Velem nem lehet járni, Tilos az Á, 2019 © Tilos az Á Kiadó Stefanie Höfler: Velem nem lehet járni
(Originaltitel: Tanz der Tiefseequalle) Beltz & Gelberg, 2017
Übersetzt von: Hanna Győri
Budapest, Tilos az Á Kiadó, 2019
ISBN 978-963-410-465-0

Manchmal ist es diese eine Sekunde, die alles entscheidet: Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten - aber im entscheidenden Moment mutig über ihren Schatten springen.

Axel Hacke: A tisztességről nehéz időkben © Park Könyvkiadó Axel Hacke: A tisztességről nehéz időkben és arról, hogyan bánunk egymással
(Originaltitel: Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen) Verlag Antje Kunstmann, 2017
Übersetzt von: Zsuzsa Fodor
Budapest, Park Könyvkiadó, 2019
ISBN 978-963-355-463-0

Ein hochaktuelles Buch über die alte, immer wieder neu zu stellende Frage: Wie lebt man richtig, mit sich selbst und mit anderen?

Wir leben in aufgewühlten und aufwühlenden Zeiten, die Grundlagen unseres bisherigen Zusammenlebens sind bedroht: Zeit, sich wieder einmal ein paar wichtige Fragen zu stellen.
Was bedeutet es eigentlich für jeden Einzelnen, wenn Lüge, Rücksichtslosigkeit und Niedertracht an die Macht drängen oder sie schon errungen haben? Wenn so erfolgreich in der Öffentlichkeit gegen alle bekannten Regeln des Anstands verstoßen wird? Was heißt unter diesen Bedingungen genau: ein anständiges Leben zu führen?

Arthur Koestler: Sötétség délben. Regény. Az eredeti német kézirat alapján © Magvető Kiadó Arthur Koestler: Sötétség délben. Regény. Az eredeti német kézirat alapján
(Nach Arthur Koestler Rubanschow. Roman und Sonnenfinsternis. Roman. Nach dem deutschen Originalmanuskript, Elsinor Verlag, 2018)
Übersetzt von: Péter Mesés
Budapest, Magvető Kiadó, 2019
ISBN 978-963-143828-4

Mit einem Vorwort von Michael Scammel und Nachwort von Matthias Weßel. Koestlers weltberühmter Roman über den einstigen Volkskommissar Rubaschow, der den politischen Säuberungen innerhalb seiner eigenen revolutionären Partei zum Opfer fällt und in gnadenlosen Verhören zur Strecke gebracht wird, spielt auf die stalinistischen Schauprozesse der 1930er-Jahre an und deckt die Mechanismen totalitärer und diktatorischer Systeme auf. Der Roman entstand 1939 in Frankreich. Die von Koestlers damaliger Lebensgefährtin angefertigte (und teilweise unzulängliche) Übersetzung erreichte den Londoner Verleger gerade noch rechtzeitig vor dem Einmarsch der Deutschen in Paris; das deutsche Originalmanuskript aber ging verloren. Koestler selbst übersetzte den eigenen Roman später anhand der englischen Ausgabe zurück ins Deutsche. 2015 sorgte der Kasseler Germanist Matthias Weßel für internationales Aufsehen, als er das verschollene Original in einer Zürcher Bibliothek aufspürte. Die Originalfassung liegt hier erstmals öffentlich vor; ein Vorwort des renommierten Koestler-Biografen Scammell, ein Nachwort von Matthias Weßel und weitere textkritische Materialien ermöglichen einen Vergleich mit der bisher bekannten Fassung. - Gefördert wird das Projekt von der Kunststiftung NRW.


Manfred Flügge: Nagyváros lélek nélkül. Bécs, 1938 © Corvina Kiadó Manfred Flügge: Nagyváros lélek nélkül. Bécs, 1938
(Originaltitel: Stadt ohne Seele. Wien 1938, Aufbau Verlag, 2018)
Übersetzt von: Imre Kurdi
Budapest, Corvina Kiadó, 2019
ISBN 978-963-136580-1

Zeitroman und Schicksalspanorama: Der „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis im März 1938 und ihr Einmarsch in Wien waren ein traumatischer Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Anschaulich und detailreich erzählt Manfred Flügge vom tragischen Irrtum Kurt Schuschniggs und dem Versagen der Weltöffentlichkeit. In einem Wechsel von historischer Darstellung und beispielhaften Lebenserzählungen von Akteuren und Opfern, unter ihnen Sigmund Freud, Egon Friedell, Robert Musil, Franz Werfel und vielen anderen, entsteht ein Zeitroman, der zum vielfältigen Schicksalspanorama wird.

Jörg Baberowski: Az erőszak terei, Európa, 2019 © Európa Könyvkiadó Jörg Baberowski: Az erőszak terei
(Originaltitel: Räume der Gewalt. S. Fischer, 2015)
Übersetzt von: László Győri, Európa Könyvkiadó, 2019
ISBN 978-963-405-927-1

Warum tun Menschen einander Gewalt an? In seiner eindringlichen und vieldiskutierten Studie »Räume der Gewalt« zeigt der bekannte Historiker Jörg Baberowski, Autor des mit dem Leipziger Buchpreis 2012 augezeichneten Buches »Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt«, warum ein Ende der Gewalt so schwer zu erreichen ist.
Eigentlich sehnt jede Erklärung der Gewalt zugleich ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch die Gewalt war und ist eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption – und kein »Betriebsunfall« oder »Extremfall«. Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Menschen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten.
Jörg Baberowski präsentiert nicht nur klare Einsichten über den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umgang mit Gewalt. Er zeigt zugleich, warum die Abwesenheit von Gewalt sowohl Sehnsucht als auch Utopie bleiben muss.
 

Tilmann Lahme: A Mannok: családregény. Európa Könyvkiadó, 2018 © Európa Könyvkiadó Tilmann Lahme: A Mannok : családregény
(Originaltitel: Die Manns. Geschichte einer Familie, S. Fischer, 2015)
Übersetzt von: Miklós Györffy, Európa Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-963-405-925-7

Thomas Manns literarisches Werk überragt die Konkurrenz – und es beherrscht die Familie. Seine Frau Katia hält ihm den Rücken frei und die Kinder vom Hals. Ihre scharfe Zunge ist gefürchtet. Der schöne Sohn Klaus will als Schriftsteller so berühmt sein wie der Vater. Erika, die älteste Tochter, liebt so leidenschaftlich, wie sie hasst. Der scheue Golo sucht sein Glück fern der Familie. Michael will ein großer Musiker werden und kämpft gegen seinen Jähzorn und die hohen Ansprüche der Familie. Der Liebling des Vaters, Elisabeth, redet mit Tieren und rettet die Welt. Und alle lästern über Monika. Die Geschwister experimentieren in der Liebe und mit Drogen, verschleudern das Geld der Eltern – und werden zu ernsthaften Gegnern Hitlers. Wohin das Schicksal sie auch trägt: Die Manns halten zusammen. Und sie verraten einander.
In seinem Bestseller erzählt Tilmann Lahme anhand zahlloser bisher nicht zugänglicher Quellen das aufregende Leben der Familie Mann.

Christoph Ransmayr: Cox vagy Az idő múlása. Kalligram, 2018 © Pesti Kalligram Kft. Christoph Ransmayr: Cox vagy Az idő múlása. Regény
(Originaltitel: Cox oder Der Lauf der Zeit,
S. Fischer Verlag, 2016)
Übersetzt von: Lajos Adamik
Budapest, Kalligram, 2018
ISBN 978-615-468-079-6

Ein farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann.

Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind. Schließlich verlangt Qiánlóng, der gemäß einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, eine Uhr zur Messung der Ewigkeit. Cox weiß, dass er diesen ungeheuerlichen Auftrag nicht erfüllen kann, aber verweigert er sich dem Willen des Gottkaisers, droht ihm der Tod. Also macht er sich an die Arbeit.

Hans Poser: Leibniz, Gondolat, 2018 © Gondolat Kiadó Hans Poser: Leibniz
(Originaltitel: Gottfried Wilhelm Leibniz. Zur Einführung, Junius Verlag, 3. korr. Aufl., 2016)
Übersetzt von: Endre Kiss, János Rathmann
Budapest, Gondolat Kiadó, 2018
ISBN 978-963-693-902-1

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) ist uns heute am ehesten durch seine Symbolik der Infinitesimalrechnung, als Erfinder der Dualzahlen, die die Grundlage jedes Computers ausmachen, und als Vertreter der Relativität von Raum und Zeit vertraut. Dagegen erscheint seine Metaphysik fensterloser Monaden, die die Welt spiegeln, ebenso fremd wie seine Theodizee als Verteidigung der Güte Gottes angesichts der Übel dieser Welt. Um diese Thesen zu erschließen, führt die Einführung von Leibniz' Gedanken einer universellen Harmonie und den »großen Prinzipien« über seine Begriffs- und Wahrheitstheorie in die zentralen Probleme seiner Metaphysik. Ihr Verdienst und ihre Bedingtheit in seiner Zeit werden dabei ebenso sichtbar wie ihre Bedeutung für die Gegenwart.

Karl Schlögel: Európa-szigetcsoport, Kossuth, 2018 © Kossuth Kiadó Karl Schlögel: Európa-szigetcsoport. Városképek Berlin és Moszkva között
(Originaltitel: Marjampole, oder Europas Wiederkehr aus dem Geist der Städte, Carl Hanser Verlag, 2001)
Übersetzt von: Éva Karádi
Budapest, Kossuth Kiadó, 2018
ISBN 978-963-099304-3

Vergessen Sie Brüssel und Straßburg: der Nabel Europas ist Marjampole. Einmal im Monat treffen Ost und West in Form eines Gebrauchtwagenmarktes in der litauischen Provinzstadt zusammen. Städte wie Marjampole geben Auskunft über das neue Europa: Karl Schlögel hat beobachtet, wie sich seit 1989 ein neuer europäischer Lebensstil herausbildet, der eine unsichtbare Verbindung herstellt von Paris bis Nowgorod. Ein überraschend frisches Bild für alle, die glauben das Europa von heute zu kennen.

Herta Müller: A király meghajol és gyilkol, Napkút, 2018 © Napkút Kiadó Herta Müller: A király meghajol és gyilkol
(Originaltitel: Der König verneigt sich und tötet, Hanser, 2003)
Übersetzt von: Orsolya András. Budapest, Napkút Kiadó, 2018
ISBN 978-963-263785-3

Das eindrucksvolle Bild einer Lebenserfahrung unter absoluter Herrschaft: Herta Müller, die bedeutende und sprachmächtige Autorin, wuchs auf im Rumänien unter der Diktatur Ceausescus. Hier erfuhr sie Sprache als Instrument der Unterdrückung, aber auch als Möglichkeit des Widerstands und der Selbstbehauptung gegenüber der totalitären Macht. Und dieses Sprachbewusstsein stellt sie neben Erinnerungen an die Kindheit in den Mittelpunkt ihrer poetischen und politischen Selbstbefragung.

Terézia Mora: Szerelmes ufók. Magvető, 2018 © Magvető Terézia Mora: Szerelmes ufók
(Originaltitel: Die Liebe unter Aliens, Luchterhand Literaturverlag, 2016)
Übersetzt von: Lídia Nádori. Budapest, Magvető Kiadó, 2018
ISBN 978-963-143661-7

Kunstvoll erzählt Terézia Mora in »Die Liebe unter Aliens« von Menschen, die sich verlieren, aber nicht aufgeben, die verloren sind, aber weiter hoffen. Wir begegnen Frauen und Männern, die sich merkwürdig fremd sind und zueinander finden wollen. Einzelgängern, die sich ihre wahren Gefühle nicht eingestehen. Träumern, die sich ihren Idealismus auf eigensinnige Weise bewahren. Mit präziser Nüchternheit spürt Mora in diesen zehn Erzählungen Empfindungen nach, für die es keinen Auslass zu geben scheint, und erforscht die bisweilen tragikomische Sehnsucht nach Freundschaft, Liebe und Glück.

Eberhard Straub: Az élő város. Typotex, 2018 © Typotex Kiadó Eberhard Straub: Az élő város: Az urbánus életformák változásai
(Originaltitel: Das Drama der Stadt. Die Krise der urbanen Lebensformen, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, 2015)
Übersetzt von: Róbert Csősz. Budapest, Typotex Kiadó, 2018
ISBN 978-963-2799-86-5

Seit dem 11. Jahrhundert war die europäische Stadt Motor der europäischen Geschichte. Sie war das Reich der Vernunft, in dem der Mensch - in Abgrenzung zur Natur - zur Selbstbestimmung, zur Freiheit finden konnte. Und sie war ein Übungsplatz, Konflikte auszutragen und Geduld im Umgang miteinander zu finden. Vielfalt, Unberechenbarkeit, gesellschaftliche Dynamik schaffen aber auch Unsicherheiten. Zum Lob der Stadt gehörte deshalb stets die Angst vor der Stadt. Der Historiker Eberhard Straub resümiert in seiner Streitschrift die Entwicklung der Stadt und zeigt, wie durch das inzwischen übermächtige Sicherheitsstreben die Freiheit in den Städten eingeschränkt wird und das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit aus dem Gleichgewicht gerät. Und wie schließlich mit der Forderung nach einem städtischen Leben im Einklang mit der Natur sich der Begriff von Urbanität fundamental wandelt. Ist das Ende der europäischen Stadt in Sicht - und mit ihm der Untergang freiheitlicher Traditionen?

Abbas Khider: A pofon. Noran Libro, 2018 © Noran Libro Kiadó Abbas Khider: A pofon : egy bevándorló Németországban. Regény
(Originaltitel: Ohrfeige, Carl Hanser Verlag, 2016)
Übersetzt von: Zsuzsa Fodor. Budapest, Noran Libro Kiadó, 2018
ISBN 978-615-5761-23-2

Mit unverwechselbarer Stimme stellt Abbas Khider das Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft in Frage: stimmgewaltig, tieftraurig und voller Witz.

Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Als Karim drei Jahre zuvor von der Ladefläche eines Transporters ins Freie springt, glaubt er in Frankreich zu sein. Bis dorthin hat er für seine Flucht aus dem Irak bezahlt. In Wahrheit ist er mitten in der bayerischen Provinz gelandet. – Er kämpft sich durch Formulare und Asylunterkünfte bis er plötzlich seinen Widerruf erhält und abgeschoben werden soll. Jetzt steht er wieder ganz am Anfang. Dieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf?

Hans Belting: Faces. Az arc története. Atlantisz, 2018 © Atlantisz Könyvkiadó Hans Belting: Faces. Az arc története
(Originaltitel: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, C.H. Beck, 2013)
Übersetzt von: Károly Horváth. Budapest, Atlantisz Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-963-97777-48-4

Wo immer der Mensch im Bild erscheint, steht das Gesicht im Mittelpunkt. Gleichzeitig trotzt das Gesicht allen Versuchen, es auf Bilder festzulegen. Im Bild erstarrt es zur Maske, gegen die das lebendige Gesicht als Gegenspieler auftritt. Hans Belting erkundet diese Spannung in seiner grandiosen Geschichte des Gesichts – der ersten, die je geschrieben wurde.




Akos Doma: A vágyak útja, Európa, 2018 © Európa Könyvkiadó Akos Doma: A vágyak útja
(Originaltitel: Der Weg der Wünsche, Rowohlt Berlin Verlag, 2016)
Übersetzt von: Éva Blaschtik. Budapest, Európa Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-963-405-821-2

Akos Doma, der selbst als Jugendlicher mit seiner Familie Ungarn verließ, erzählt die Geschichte einer dramatischen Flucht. Hellsichtig und mit großer sprachlicher Kraft zeigt sein Roman, was Heimatlosigkeit und Ungewissheit im Menschen anrichten können – und wie sie ihn verändern.




Maxim Leo: Volt egyszer egy NDK, Park, 2018 © Park Könyvkiadó Maxim Leo: Volt egyszer egy NDK: egy keletnémet család történte
(Originaltitel: Haltet euer Herz bereit. Eine ostdeutsche Familiengeschichte, Wilhelm Heyne Verlag, 2011)
Übersetzt von: Éva Blaschtik. Budapest, Park Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-963-355-374-9

Die Familie von Maxim Leo war wie eine kleine DDR. In ihr konzentriert sich vieles, was in diesem Land einmal wichtig war: die Hoffnung und der Glaube der Gründerväter. Die Enttäuschung und das Lavieren ihrer Kinder, die den Traum vom Sozialismus nicht einfach so teilen wollten. Und die Erleichterung der Enkel, als es endlich vorbei war. In dieser Familie wurden im Kleinen die Kämpfe ausgetragen, die im Großen nicht stattfinden durften.


Robert Menasse: A főváros Robert Menasse: A főváros © Geopen, 2018 Robert Menasse: A főváros
(Originaltitel: Die Hauptstadt, Suhrkamp, 2017)
Übersetzt von: László Győri. Budapest, Geopen Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-615-572442-8

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen.Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten.

Daniel Kehlmann: Tyll Daniel Kehlmann: Tyll © Magvető, 2018 Daniel Kehlmann: Tyll
(Originaltitel: Tyll, Rowohlt, 2017)
Übersetzt von: Zsuzsa Fodor. Budapest, Magvető Kiadó, 2018
ISBN 978-963-143657-0

Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Rafik Schami: Szofia avagy minden történet kezdete, Lábnyom, 2018 © Lábnyom Könyvkiadó Rafik Schami: Szofia avagy minden történet kezdete
(Originaltitel: Sophia oder der Anfang aller Geschichten. Hanser, 2015)
Übersetzt von: Lídia Nádori. Budapest, Lábnyom Könyvkiadó, 2018
ISBN 978-615-80317-7-6

Als Mädchen war Sophia heftig in Karim verliebt, dennoch heiratete sie einen reichen Goldschmied. Als Karim jedoch unschuldig unter Mordverdacht geriet, rettete sie ihm das Leben. Wann immer sie ihn brauche, verspricht er, wird er ihr helfen, auch unter Lebensgefahr. Viele Jahre später kehrt Sophias einziger Sohn Salman aus dem Exil in Italien nach Damaskus zurück. Plötzlich entdeckt er sein Fahndungsfoto in der Zeitung und muss untertauchen. Jetzt erinnert sich Sophia an das Versprechen Karims, der im Alter eine neue Liebe gefunden hat.


Moritz Föllmer: A Harmadik Birodalom kultúrtörténete. Corvina, 2017 © Corvina Kiadó Moritz Föllmer: A Harmadik Birodalom kultúrtörténete
(Originaltitel: "Ein Leben wie im Traum." Kultur im Dritten Reich. C.H. Beck, 2016)
Übersetzt von: Imre Kurdi. Budapest, Corvina Kiadó, 2018
ISBN 978-963-13-6462-0

„Es ist wie in einem Traum“, notierte Joseph Goebbels, als er im Sommer 1940 das besetzte Paris besichtigte. In der Kultur des Dritten Reiches schienen Wunsch und Wirklichkeit ineinander zu fließen. Völkische Visionen und spektakuläre Inszenierungen trugen zu diesem Gefühl ebenso bei wie klassische Konzerte und populäre Filmkomödien. Kultur nach dem Geschmack der Mehrheit förderte die Akzeptanz des Regimes. Dabei schloss das Dritte Reich an bürgerliche Traditionen an, verweigerte sich aber auch nicht den modernen Trends der Massenkultur. Weil die Kultur der NS-Zeit Raum ließ für unterschiedliche Bedürfnisse und Phantasien, konnte sie auch Krieg, imperiale Herrschaft und Vernichtung legitimieren. Moritz Föllmer stellt diesen Zusammenhang erstmals konsequent in das Zentrum seiner innovativen Darstellung. Er fragt, was Kultur zwischen 1933 und 1945 bedeutete: für überzeugte Nationalsozialisten, für scheinbar unpolitische Zeitgenossen, für Antifaschisten und Juden. Und er lässt Beobachter aus ganz Europa zu Wort kommen.   A Harmadik Birodalom kultúrája felülről irányított tömegkultúra volt, amelyben a radikális nacionalista víziók és látványos tömegrendezvények mellett jól megfértek a klasszikus koncertek és a populáris filmvígjátékok. Épp a többség ízléséhez való igazodás, a polgári kultúra látszólagos kontinuitása volt az, ami nagymértékben fokozta a rezsim elfogadottságát. A Weimari Köztársaság alatti egzisztenciális problémák után egy új, modern élet perspektívái nyíltak meg a rendszer hívei előtt. Az ,,Örömből merített erő" mozgalom keretében sokak számára elérhetővé vált a nyaralás és a tömegsport, milliós közönség látogatta a sporteseményeket - 1936-ban olimpiát is rendeztek Berlinben -, a reklámok képi világa pedig már az autó- és családiház-tulajdonosok társadalmát vetítette előre. Mivel azonban a nemzetiszocialista időszak kultúrája sokféle igénynek hangot adott és mindenféle fantáziának teret engedett, képes volt arra is, hogy legitimálja a háborút, a nagy-birodalmi törekvéseket és a zsidó származású állampolgárok fokozatos kiszorítását a társadalomból, majd pedig megsemmisítésüket.

Günter Kunert: A véletlen archeológiája. Kriterion, 2017 © Kriterion Kiadó Günter Kunert: A véletlen archeológiája: Válogatott versek
(Originaltitel: Gedichte (Auswahl, 1980-2014) Hanser  Verlag)
Übersetzt von: Eszter Benő. Cluj-Napoca, Kriterion Kiadó, 2017
ISBN 978-973-26-1193-7


 
  • A filológiai megismerésről: Peter Szondi válogatott írásai
    (Originaltitel: Schriften. Suhrkamp Verlag)
    Übersetzt von: Éva Kocziszky u.a. Budapest, Gondolat Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-963-746-1
     
  • Bodrožić, Marica: Cseresznyefa asztal
    (Originaltitel: Kirschholz und alte Gefühle. Luchterhand Literaturverlag)
    Übersetzt von: Lajos Szalai. Budapest, Napkút Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-263-718-1
     
  • Erpenbeck, Jenny: Megy, ment, elment
    (Originaltitel: Gehen, ging, gegangen. Knaus Verlag)
    Übersetzt von: Éva Blaschtik. Budapest, Park Könyvkiadó, 2017
    ISBN 978-963-355-272-8
     
  • Kehlmann, Daniel: El kellett volna menned
    (Originaltitel: Du hättest gehen sollen. Rowohlt Verlag)
    Übersetzt von: Zsuzsa Fodor. Budapest, Magvető Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-14-3607-5

  • Reemtsma, Jan Philipp: Bizalom és erőszak a modern társadalomban
    (Originaltitel: Vertrauen und Gewalt. Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne. Hamburger Institut für Sozialforschung)
    Übersetzt von: Zoltán Papp. Budapest, Atlantisz Könyvkiadó, 2017
    ISBN 978-963-9777-49-1
     
  • Rothmann, Ralf: Tavasszal meghalni
    (Originaltitel: Im Frühling sterben. Suhrkamp Verlag)
    Übersetzt von: Ferenc Szijj. Budapest, Magvető Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-14-3514-6
     
  • Safranski, Rüdiger: Idő: Amit velünk tesz és amivé mi tesszük 
    (Originaltitel: Zeit: Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. Hanser Verlag)
    Übersetzt von: József Simon. Budapest, Typotex Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-2799-31-5
     
  • Seiler, Lutz: Krúzó
    (Originaltitel: Kruso. Suhrkamp Verlag)
    Übersetzt von: László Győri. Budapest, Európa Könyvkiadó, 2017
    ISBN 978-963-405-745-1
     
  • Walser, Martin: Kényszervirágzás
    (Originaltitel: Angstblüte. Reinbek bei Hamburg)
    Übersetzt von: Lídia Nádori. Budapest, Typotex Kiadó, 2017
    ISBN 978-963-279-944-5
     
  • Wells, Benedict: És véget ér a magány
    (Originaltitel: Vom Ende der Einsamkeit. Diogenes Verlag)
    Übersetzt von: Ágnes Almássy. Budapest, Geopen Könyvkiadó, 2017
    ISBN 978-615-5724-11-4
  • Assmann, Aleida: Rossz közérzet az emlékezetkultúrában: Beavatkozás
    (Originaltitel: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention. C.H. Beck)
    Übersetzt von Ágnes Huszár. Budapest, Múlt és Jövő Kiadó, 2016
    ISBN 978-615-5480-22-5
     
  • Engels, Jens Ivo: A korrupció története: A korai Újkortól a 20. századig
    (Originaltitel: Die Geschichte der Korruption. Von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert. S. Fischer) 
    Übersetzt von Imre Kurdi. Budapest, Corvina, 2016
    ISBN 978-963-13-6338-8
     
  • Flasch, Kurt: Miért nem vagyok keresztény? Beszámoló és érvelés
    (Originaltitel: Warum ich kein Christ bin. Bericht und Argumentation, C.H. Beck)
    Übersetzt von József Simon. Budapest, Typotex, 2016
    ISBN 978-963-279-852-3
     
  • Klüger, Ruth: Élni, tovább
    (Originaltitel: Weiter leben. Eine Jugend. Wallstein Verlag)
    Übersetzt von Boglárka Cziglényi. Budapest. L'Harmattan, 2016
    ISBN 978-963-414-038-2
     
  • Kosselek, Reinhart: Kritika és válság: Tanulmány a polgári világ patogeneziséről
    (Originaltitel: Kritik und Krise. Ein Beitrag zur Pathogenese der bürgerlichen Welt. Suhrkamp Verlag)
    Übersetzt von Gábor Boros. Budapest, Atlantisz, 2016
    ISBN 978-963-9777-26-2
     
  • Kreller, Susan: Égig érő szerelem
    (Originaltitel: Schneeriese. Carlsen Verlag)
    Übersetzt von Hanna Győri. Budapest, Tilos az Á Könyvek, 2016
    ISBN 978-963-410232-8
     
  • Kutscher, Volker: Csendes halál
    (Originaltitel: Der stumme Tod,  Kiepenheuer und Witsch Verlag)
    Übersetzt von Róbert Csősz. Budapest, General Press Könyvkiadó, 2016
    ISBN 978-963-643-819-7
     
  • Mommsen, Hans: A nemzetiszocialista rezsim és a zsidóság megsemmisítése Európában
    (Originaltitel: Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa. Wallstein Verlag)
    Übersetzt von László Győri. Budapest. Corvina, 2016
    ISBN 978-963-13-6382-1
     
  • Sebald, W.G.: Természet után: Elemi költemény
    (Originaltitel: Nach der Natur. Ein Elementargedicht. Eichborn Verlag)
    Übersetzt von Ferenc Szijj. Budapest, Magvető, 2016
    ISBN 978-963-143473-6
  • Biller, Maxim: Bruno Schulz fejében
    (Originaltitel: Im Kopf von Bruno Schulz,  Kiepenheuer und Witsch Verlag)
    Übersetzt von Éva Blaschtik. Budapest, Kossuth, 2015
    ISBN 978-963-098316-7
     
  • Blamberger, Günter: Heinrich von Kleist : Életrajz
    (Originaltitel: Heinrich von Kleist. Biografie),  S. Fischer, 2011)
    Übersetzt von László F. Földényi. Bratislava, Kalligram, 2015
    ISBN 978-80-8101-836-7
     
  • Goethe, Johann Wolfgang: Faust. A Tragédia első és második része. História doktor Johann Faustról. Az "Ős-Faust"
    (Originaltitel: Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust),  C. H. Beck, 1991)
    Übersetzt von László Márton. Budapest, Kalligram, 2015
    ISBN 978-615-5603-17-4
     
  • Lewitscharoff, Sibylle: Apostoloff
    (Originaltitel: Sibylle Lewitscharoff: Apostoloff, Suhrkamp)
    Übersetzt von: Imre Kurdi. Csíkszereda: Bookart, 2015
    ISBN 978-606- 835165-0
     
  • Meyerhoff, Joachim: Mikor lesz végre megint olyan, amilyen sosem volt
    (Originaltitel: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 2,  Kiepenheuer und Witsch Verlag)
    Übersetzt von: Zsuzsa Fodor. Budapest, Tea Kiadó, 2015
    ISBN 978-963-89917-6-8
     
  • Petrovszkaja, Katya: Talán Eszter: Történetek
    (Originaltitel: Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther, Suhrkamp)
    Übersetzt von: Imre Kurdi. Budapest: Magvető, 2015
    ISBN 978-963- 142815-5
     
  • Preußler, Otfried: A kis szellem
    (Originaltitel: Das kleine Gespenst, Thienemann Verlag)
    Übersetzt von: Lídia Nádori. Budapest, Kolibri Kiadó, 2015
    ISBN 978-615-5450-02-0
     
  • Sloterdijk, Peter: Harag és idő: Politikai-pszichológiai kísérlet
    (Originaltitel: Peter Sloterdijk: Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch, Suhrkamp)
    Übersetzt von: Gábor Felkai. Budapest: Typotex, 2015
    ISBN 978-963-279-398-6
     
  • Behringer, Wolfgang: A sport kultúrtörténete: Az ókori olimpiáktól napjainkig 
    (Originaltitel: Kulturgeschichte des Sports. Vom antiken Olympia bis ins 21. Jahrhundert)
    Übersetzt von: Győri László. Budapest: Corvina, 2014
    ISBN 978-963-13-6235-0
     
  • Illies, Florian: 1913: Az évszázad nyara 
    (Originaltitel: 1913: Der Sommer des Jahrhunderts)
    Übersetzt von: Fodor Zsuzsa. Budapest: Park, 2014
    ISBN 978-963-355-050-2
     
  • Kehlmann, Daniel: F
    (Originaltitel: F)
    Übersetzt von: Fodor Zsuzsa. Budapest: Magvető, 2014
    ISBN 978-963-142781-3
     
  • Kraushaar, Wolfgang: Diplomások lázadása. Az arab tavasztól az Occupy mozgalomig
    (Originaltitel: Der Aufruhr der Ausgebildeten. Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung)
    Übersetzt von: György Gábor. Budapest: Napvilág, 2014
    ISBN 978-963-338-354-4
     
  • Kutscher, Volker: Tisztázatlan bűnűgy
    (Originaltitel: Der nasse Fisch)
    Übersetzt von: Csősz Róbert. Budapest: Generalpress, 2014
    ISBN 978-963-643673-5
  • Mitscherlich, Alexander und Margarete : A gyászolásra képtelenül : A közösségi viselkedés alapjai 
    (Originaltitel: Die Unfähigkeit zu trauern, Grundlagen kollektiven Verhaltens)
    Übersetzt von: Huszár Ágnes. Budapest: Múlt és Jövő, 2014
    ISBN 978-963-9512-97-9
     
  • Mora, Terézia: A szörnyeteg
    (Originaltitel: Das Ungeheuer)
    Übersetzt von: Nádori Lídia. Budapest: Magvető, 2014
    ISBN 978-963-142802-5
     
  • Sebald, W.G.: Légi háború és irodalom: A rombolás természetrajza
    (Originaltitel: Luftkrieg und Literatur)
    Übersetzt von: Blaschtik Éva. Budapest: Európa, 2014
    ISBN 978-963-078506-8
     
  • Stein, Benjamin: A vászon 
    (Originaltitel: Die Leinwand)
    Übersetzt von: Makai Tóth Mária. Budapest: Napvilág, 2014
    ISBN 978-963-338-352-0
     
  • Tieck, Ludwig: Az élet fényűző bősége : Elbeszélések
    (Originaltitel: Die schönsten Märchen. Ausgewählt von Hermann Hesse)
    Übersetzt von: Horváth Géza und Tatár Sándor. Budapest: Argumentum, 2014
    ISBN 978-963-446-711-3

 

 
  • Gyerekszemmel: építészet gyerekekkel és gyerekeknek
    (Originaltitel: Kinder_Sichten. Architektur und Städtebau für und mit Kindern und Jugendlichen)
    Übersetzt von: Sebestyén Ágnes, Tóth Eszter. Pécs: KultúrAktív, 2013
    ISBN 978-963-08-6231-8
  • Immanuel Kant metafizikai és teológiai előadásai
    (Originaltitel: Vorlesungen über Metaphysik und Rationaltheologie)
    Hrsg. von: Tamás Miklós. Übersetzt von: Mesterházi Miklós. Budapest: Atlantisz, 2013
    ISBN 978-963-9777-25-5
  • Kortárs táncelméletek – Performansz 1
    Hrsg. von: Czirák Ádám. Übersetzt von: Faluhelyi Krisztián u.a. Budapest: Kijárat, 2013
    ISBN 978-6155-16021-9
  • Kumpfmüller, Michael: Az élet gyönyörűsége 
    (Originaltitel: Die Herrlichkeit des Lebens)
    Übersetzt von: Nádori Lídia. Budapest: Libri, 2013
    ISBN 978-963-310197-1
  • Liske, Michael-Thomas: Gottfried Wilhelm Leibniz 
    (Originaltitel: Gottfried Wilhelm Leibniz)
    Übersetzt von: Felkai Gábor. Budapest: Typotex, 2013
    ISBN 978-963-279-794-6 
  • Schalansky, Judith: Darwinregény 
    (Originaltitel: Der Hals der Giraffe)
    Übersetzt von: Nádori Lídia. Budapest: Typotex, 2013
    ISBN 978-963-279-272-9
  • Vogl, Joseph: A kapitalizmus kísértete 
    (Originaltitel: Das Gespenst des Kapitals)
    Übersetzt von: Tamás Barta. Budapest: Typotex, 2013
    ISBN 978-963-279-793-9
  • Wolf, Christa: Angyalok városa avagy Dr. Freud köpenye 
    (Originaltitel: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud)
    Übersetzt von: Tóth Mária. Bratislava: Kalligram, 2013
    ISBN 978-80-8101-644-8
  • Benn, Gottfried: Kígyóból kanyar (Originaltitel: Ausgewählte Gedichte)
    Übersetzt von: Árpád Mohácsi. Budapest: Kalligram, 2012. ISBN 978-80-8101-650-9
  • Habermas, Jürgen: Esszé Európa alkotmányáról (Originaltitel: Zur Verfassung Europas: ein Essay). 
    Übersetzt von: Dr. Zoltán Papp. Budapest: Atlantisz, 2012. ISBN 978-963-977719-4
  • Jünger, Ernst: Homokórák könyve (Originaltitel: Das Sanduhrbuch)
    Übersetzt von: Hajdú-Farkas Zoltán. [Csíkszereda]: Bookart, 2012. ISBN 978-606-8351-32-2
  • Karizma és hatalom /hrsg. von Bliesemann, de Guevara, Tatjana Reiber (Originaltitel: Charisma und Herrschaft. Führung und Verführung in der Politik)
    Übersetzt von: Mária Kajtár. Budapest: Napvilág, 2012. ISBN 978-963-338071-0
  • Lenz, Sigfried: A lotyószilva lelke: Történetek Bollerupból (Originaltitel:Der Geist der Mirabelle).
    Übersetzt von Dr. Lajos Szalai. Budapest: Cédrus Műv. Alapítvány: Napkút K., 2012. ISBN 978-963-263-240-7
  • Münkler, Herfried: A németek és mítoszaik (Originaltitel: Die Deutschen und ihre Mythen).
    Übersetzt von Endre Liska. Budapest: Európa, 2012. ISBN 978-963-079-270-7
  • Sanyal, Mithu M.: Vulva, a láthatatlan szerv felfedése (Originaltitel: Vulva: Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts)
    Übersetzt von: Hajdú Iringó. [Csíkszereda]: Bookart, 2012. ISBN 978-606-8351-22-3
  • Stern, Carola: Willy Brandt (Originaltitel: Willy Brandt).
    Übersetzt von György Gábor. Budapest: Napvilág, 2012. ISBN 978-963-338-072-7
  • Benn, Gottfried: Esszék, előadások (Originaltitel: Ausgewählte Essays). 
    Übersetzt von Imre Kurdi. Budapest: Kijárat, 2011. ISBN 978-963-95-2996-0
  • Dalos György: Gorbacsov: Ember és hatalom (Originaltitel: Gorbacsov). 
    Übersetzt von Andrea Dunai, Budapest: Napvilág, 2011. ISBN 978-963-338-038-3
  • Lenz, Sigfried: A bájos Suleyken : mazuriai történetek (Originaltitel: So zärtlich war Suleyken). 
    Übersetzt von Dr. Lajos Szalai. Budapest: Cédrus Műv. Alapítvány: Napkút K., 2011. ISBN 978-963-263-183-7
  • Mora, Terézia: Az egyetlen ember a kontinensen (Originaltitel: Der einzige Mann auf dem Kontinent). 
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Magvető, 2011. ISBN 978-963-14-2863-6
  • Neffe, Jürgen: Albert Einstein igaz története (Originaltitel: Einstein. Eine Biographie). 
    Übersetzt von Anna-Mária Bozsóki. Budapest: Typotex, 2011. ISBN 978-963-279-426-6
  • Sartorius, Joachim: Egykor voltak : versek (Originaltitel: Ich habe die Nacht u.a.). 
    Übersetzt von Péter Nádas. Pécs: Jelenkor, 2011. ISBN 978-963-67-6498-2
  • Schulze, Ingo: Mobil: Tizenhárom történet régi modorban (Originaltitel: Handy: Dreizehn Geschichten in alter Manier). 
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Európa, 2011. ISBN 978-963-07-8732-1
  • Sebald, W.G. : A Szaturnusz gyűrűi (Originaltitel: Die Ringe des Saturn) 
    Übersetzt von Éva Blaschtik. Budapest: Európa, 2011. ISBN 978-963-07-9142-7
  • Stroh, Wilfried : Meghalt a latin, éljen a latin!: egy nagy nyelv rövid története (Originaltitel: Latein ist tot, es lebe Latein!). 
    Übersetzt von István Dévény. Budapest: Typotex, 2011. ISBN 978-963-279-422-8
  • Kinsky, Esther: Üdülő (Originaltitel: Sommerfrische). 
    Übersetzt von Tímea Tankó. Budapest: Scolar, 2010. ISBN 978-963-244-224-2
  • Müller, Heiner: A boldogtalan angyal: összegyűjtött versek (Originaltitel: Werke. Die Gedichte). 
    Übersetzt von Vilmos Ircsik. Budapest: Magyar Napló, 2010. ISBN 963-99-6114-2
  • Safranski, Rüdiger: Romantika –egy német affér (Originaltitel: Romantik: eine deutsche Affäre). 
    Übersetzt von Géza Horváth. Budapest: Európa, 2010. ISBN 978-963-07-9016-1
  • Tellkamp, Uwe: A Torony: történetek egy elsüllyedt országból: regény (Originaltitel: Der Turm). 
    Übersetzt von: Imre Kurdi. Budapest: Magvető, 2010. ISBN978-963-14-2752-3
  • Walder, Vanessa: A Tündekirály átka (Originaltitel: Der Zauberfluch des Elfenkönigs). 
    Übesetzt von Szilvia Gémes. Budapest: Pongrácz K., 2010. ISBN 978-963-89013-6-1
  • Walser, Martin: Egy szerelmes férfi (Originaltitel: Ein liebender Mann). 
    Übersetzt von Katalin Lendvay. Budapest: Európa, 2010. ISBN 978-963-07-9017-8
  • Adorján, Johanna: Exkluzív szerelem (Originaltitel: Eine exklusive Liebe)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Park, 2010., ISBN 978 963 530 878 1 
  • Hein, Christoph: Paula Trousseau (Originaltitel: Frau Paula Trousseau).
    Übersetzt von Mária Makai Tóth. Budapest: Európa, 2010. ISBN 978-963-07-8925-7 
  • Hodjak, Franz: Határkövek (Originaltitel: Grenzsteine)
    Übersetzt von: Szenkovics Enikő. Kolozsvár: Kriterion, 2010. ISBN 978-973-260994-1 
  • Lenz, Siegfried: Gyászperc (Originaltitel: Schweigeminute).
    Übersetzt von: Sándor Tatár. Budapest: Európa, 2010. ISBN 978-963-07-8921-9 
  • Müller, Herta: Lélegzethinta (Originaltitel:Atemschaukel).
    Übersetzt von Lídia Nádori. Kistarcsa: Cartaphilus, 2010. ISBN 978-963-266-137-7 
  • Paetzke, Hans-Henning: Szemfényvesztők (Originaltitel: Blendwerk)
    Übersetzt von: Magdolna Vincze. Budapest: Kalligram, 2012. ISBN 978-80-8101-623-3 
  • Schmidt, Helmut: Nyugállományban (Originaltitel: Außer Dienst).
    Übersetzt von: Róbert Csősz. Budapest: Európa, 2010 
  • Schulze, Ingo: Adam és Evelyn (Originaltitel: Adam und Evelyn)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Európa, 2009. ISBN 978-963-07-8835-9
  • Sebald, W.G.: Szédület. Érzés. (Originaltitel: Schwindel.Gefühle.)
    Übersetzt von Éva Blaschtik. Budapest: Európa, 2010. ISBN 978-963-07-8909-7
  • Assmann, Jan: Uralom és üdvösség –Politikai teológia az ókori Egyiptomban, Izraelben és Európában (Originaltitel: Herrschaft und Heil)
    Übersetzt von: Zoltán Hidas. Budapest: Atlantisz, 2008, ISBN 978-963-977700-2
  • Beck, Ulrich: Világkockázat-társadalom. Az elveszett biztonság nyomában (Originaltitel: Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sichterheit)
    Übersetzt von: Ildikó G. Klement. Szeged: Belvedere, 2008. ISBN 978 963 9573 49 9
  • Behringer, Wolfgang: A klíma kultúrtörténete a jégkorszaktól a globális felmelegedésig (Originaltitel: Kulturgeschichte des Klimas)
    Übersetzt von Judit Tarnói. Budapest: Corvina, 2010. ISBN 978-963-07-8921-9
  • Belting, Hans: A hiteles kép – Képviták, mint hitviták (Originaltitel: Das echte Bild) 
    Übersetzt von Zoltán Hidas. Budapest: Atlantisz, 2009. ISBN 978-963-977704-0
  • Cassirer, Ernst: Rousseau, Kant, Goethe (Originaltitel: Ausgewählte Aufsätze aus den Bänden Rousseau, Kant, Goethe /Goethe und die Geschichtliche Welt)
    Übersetzt von Károly Horváth und Zoltán Papp. Budapest: Atlantisz, 2009. ISBN 978-963-916599-1
  • Figal, Günter: Tárgyiság. A hermeneutikai és a filozófia (Originaltitel: Gegenständlichkeit)
    Übersetzt von Imre Bartók. Budapest: Kijárat Kiadó, 2010, ISBN 978-963-9529-84-7
  • Kaiser, Regina / Karlstedt, Uwe: Kódolt vallomás (Originaltitel: Zwölf heißt „Ich liebe dich“)
    Übersetzt von Emese Réti. Budapest: General Press, 2008. ISBN 978-963-643052-8
  • Lehmann, Hans-Thies: A posztdramatikus színház (Originaltitel: Postdramatisches Theater)
    Übersetzt von Zsuzsa Berecz, Beatrix Kricsfalusi, Gábor Schein. Budapest: Balassi, 2009.
  • Sartorius, Joachim: Das Innere der Schiffe
  • Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph: Urfassung der Philosophie der Offenbarung
  • Thal, Lilli: Mimus
  • Graf, Fritz: A mágia a görög-római világban (Originaltitel: Gottesnähe und Schadenzauber)
    Übersetzt von Péter Torma. Budapest: Gondolat. ISBN 978-963-693015-8
  • Hacker, Katharina: Nincstelenek (Originaltitel: Die Habenichtse)
    Übersetzt von Miklós Györffy. Budapest: Európa, 2008. ISBN 978-963-078477-1
  • Kastner, Jörg: Az ördög színe kék : Fény és árnyék Amszterdam aranykorában (Originaltitel: Die Farbe Blau)
    Übersetzt von Ágnes Almássy. Budapest: Geopen, 2009. ISBN 978-963-976562-7
  • Nagel, Ivan: Autonomie und Gnade
    Budapest: Magvető (in Vorb.)
  • Schulze, Ingo: Új életek: Enrico Türmer ifjúsága levelekben és prózában (Originaltitel: Neue Leben)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Európa, 2008. ISBN 978-963-078479-5
  • Stanišic, Sasa: Hogy javítja a katona a gramofont (Originaltitel: Wie der Soldat das Grammofon repariert)
    Übersetzt von Tünde Farkas. Budapest: Szó, 2008. ISBN 978-963-869227-6
  • Nietzsche, Friedrich: Válogatott levelei : 1861. január – 1889. január (Originaltitel: Ausgewählte Briefe) 
    Ausgewählt und übersetzt von Gábor Romhányi Török. Budapest: Holnap, 2008. ISBN 978-963-346833-3
  • Ransmayr, Christoph: A repülő hegy (Originaltitel: Der fliegende Berg)
    Übersetzt László Márton. Bratislava: Kalligramm, 2008. ISBN: 978-808-101080-4
  • Bruhns, Wibke: Apám földje (Originaltitel Meines Vaters Land)
    Übersetzt von Lajos Szalai. Budapest: General Press, 2007. ISBN 978-9639-6485-79
  • Grimm, Jakob és Wilhelm: Német mondák (Originaltitel: Deutsche Sagen)
    Übersetzt von Lajos Adamik und László Márton. Bratislava, Kaligramm, 2009. ISBN 978-80-8101-151-1 
  • Anonyma: Egy nő Berlinben: Naplójegyzetek 1945. április 20-tól július 22-ig (Originaltitel: Eine Frau in Berlin)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Magvető, 2005. ISBN 963-14-2482-0
  • Canetti, Elias: Feljegyzések (Originaltitel Die Provinz des Menschen /Das Geheimherz der Uhr /Aufzeichnungen)
    Übersetzt von Zoltán Halasi. Budapest: Európa, 2006. ISBN 963-07-7944-7
  • Gülich, Martin: Az ölelés (Originaltitel: Umarmung)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Ab Ovo, 2007. ISBN 978-963-9378-57-5
  • Häntschel, Hiltrud: Brecht asszonyai (Originaltitel: Brechts Frauen)
    Übersetzt von Zsófia Dedinszky. Budapest: Európa, 2006. ISBN 963-07-7715-0
  • Hein, Christoph: Honfoglalás (Originaltitel: Landnahme) 
    Übersetzt von Beatrix Murányi. Budapest: Európa, 2006. ISBN 963-07-7994-3
  • Hentig, Hartmut von: Miért kell iskolába járnom? Levelek Tobiashoz (Originaltitel: Warum muss ich zur Schule gehen? Eine Antwort an Tobias in Briefen)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Szeged: Mozaik, 2006. ISBN 963-697-51-24
  • Hesse, Hermann / Mann Thomas: "Kedves és tisztelt barátom": Hermann Hesse és Thomas Mann levelezése (Originaltitel: Briefwechsel)
    Übersetzt von Róbert Csősz at al. Budapest: Cartaphilus, 2006. ISBN 963-7448-19-5
  • Jens, Inge und Walter: Frau Thomas Mann: Katharina Pringsheim élete (Originaltitel: Frau Thomas Mann)
    Übersetzt von Éva Blaschtik. Budapest: Európa, 2006. ISBN 963-07-7993-5
  • Mendelssohn, Moses: Phaidón, avagy A lélek halhatatlansága (Originaltitel: Phädon oder über die Unsterblichkeit der Seele)
    Übersetzt von  János Rathmann. Budapest: Jószöveg Műhely, 2006. ISBN 963-7052-45-3
  • Mittermayer, Manfred: Thomas Bernhard (Originaltitel: Thomas Bernhard)
    Übersetzte von Imre Kurdi. Budapest: Láva, 2006. ISBN 963-0600-00-5
  • Mora, Terezia: Nap mint nap (Originaltitel: Alle Tage)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Magvető, 2006. ISBN 963-14-2504-5 
  • Ritter, Joachim: Szubjektivitás – Válogatott tanulmányok (Originaltitel: Subjektivität/Metaphysik und Politik)
    Übersetzt von Zoltán Papp. Budapest: Atlantisz (Német Szellemtudományi Könyvtár), 2007. ISBN: 978-963-977701-9
  • Boehm, Gottfried: Paul Cézanne (Originaltitel: Paul Cezanne: Montagne Sainte-Victoire)
    Übersetzt von Péter Csobó et. al. Budapest: Kijárat, 2005. ISBN 963-952937-0
  • Dahlhaus, Carl: Az abszolút zene eszméje (Originaltitel: Die Idee der absoluten Musik)
    Übersetzt von Zoltai Dénes. Budapest: Typotex, 2004. ISBN 963-9548-38-3
  • Eggebrecht, Hans: A Nyugat zenéje: Folyamatok és állomások a középkortól napjainkig (Originaltitel: Musik im Abendland)
    Übersetzt von Zsuzsa Czagány et. al. Typotext , 2009. ISBN 978-963-966480-7
  • Ende, Michael: A kis firkások (Originaltitel: Das Schnurpsenbuch)
    Übersetzt von Dezső Tandori. Szeged: Könyvmolyképző, 2007. ISBN 963-949299-8
  • Gerlach, Christian, Aly Götz: Az utolsó fejezet: reálpolitika, ideológia és a magyar zsidók legyilkolása 1944/1945 (Originaltitel Das letzte Kapitel. Realpolitik, Ideologie und der Mord an den ungarischen Juden 1944/1945)
    Übersetzt von Gábor Kerényi. Budapest: Noran-Kiadó, 2004. ISBN 963-741-611-0
  • Grünbein, Durs: Koponyaalaptantárgy: versek (Originaltitel: Gedichte)
    Übersetzt von Szilárd Borbély et. al. Pécs: Jelenkor, 2006. ISBN 978-963-676399-2
  • Habermas, Jürgen: A posztnemzeti állapot: politikai esszék (Originaltitel: Die postnationale Konstellation)
    Übersetzt von István Ruzsacz. Budapest: L´Harmattan, 2006. ISBN 963-734348-2 
  • Habermas, Jürgen: Megismerés és érdek (Originaltitel: Erkenntnis und Interesse)
    Übersetzt von János Weiss. Pécs: Jelenkor, 2005. ISBN 963-676-365-8
  • Walser, Martin: Szökőkút (Originaltitel: Ein springender Brunnen)
    Übersetzt von Miklós Györffy. Budapest: Európa, 2004. ISBN 963-07-7582-4
  • Zeh, Juli: Sasok és angyalok (Originaltitel: Adler und Engel)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: Atheneum, 2004. ISBN 963-9471-68-2
  • Améry, Jean: Az ember önmagáé : értekezés a meghívott halálról (Originaltitel: Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod)
    Übersetzt von Éva Blaschtik. Budapest: Múlt és Jövő K., 2004. ISBN 963-9512-03-6
  • Belting, Hans: A művészettörténet vége (Originaltitel: Das Ende der Kunstgeschichte)
    Übersetzt von Katalin Teller. Budapest: Atlantisz, 2006. ISBN: 978-963-916585-4
  • Benjamin, Walter: Egyirányú utca ; Berlini gyermekkor a századforduló táján (Originaltitel: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert / Einbahnstrasse)
    Übersetzt von Árpád Berczik, Erzsébet Szitás, László Márton. Budapest: Atlantis, 2005. ISBN 963-9165-78-6
  • Eschenbach, Wolfram von: Parzival (Originaltitel: Parzival)
    Übersetzt von Dezső Tandori. Budapest: Kláris, cop. 2004. ISBN 963-86318-9-9
  • Hegel, G. W. F: Előadások a művészet filozófiájáról (Originaltitel: Vorlesungen. Ausgewählte Nachschriften und Manuskripte Bd. 2, Vorlesung über die Philosophie der Kunst (1823))
    Übersetzt von Dénes Zoltai. Budapest: Atlantis, 2004. ISBN 963-9165-62-X
  • Kerner, Charlotte: Blueprint – a másolat: regény (Originaltitel: Blueprint – Blaupause)
    Übersetzt von István Kornya. Budapest: Pont, cop. 2004. ISBN 963-9312-87-8
  • Nietzsche, Friedrich: Korszerűtlen elmélkedések (Originaltitel: Unzeitgemässe Betrachtungen)
    Übersetzt von Bulcsú Bognár. Budapest: Atlantis, 2004. ISBN 963-9165-73-5
  • Schiller, Friedrich: Művészet- és történelemfilozófiai írások (Originaltitel: Schriften zur Kunst und Geschichtsphilosophie)
    Übersetzt von Miklós Mesterházi, Zoltán Papp. Budapest: Atlantisz, 2005. ISBN: 978-963-916583-0
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  • Blumenberg, Hans: Hajótörés nézővel : metaforológiai tanulmányok (Originaltitel: Schiffbruch mit Zuschauer. Paradigmen zu einer Metaphorlogie)
    Übersetzt von Edit Király. Budapest: Atlantisz, 2006. ISBN 963-9165-81-6
  • Duve, Karin: Esőregény (Originaltitel: Regenroman)
    Übersetzt von Lídia Nádori. Budapest: JAK, 2002. ISBN 963-9500-06-2 
  • Goethe, Johann Wolfgang von: Nyugat-keleti díván (Originaltitel: West-östlicher Diwan)
    Übersetzt von István Eörsi u.a. Budapest: M. Kvklub, 2001.
  • Grass, Günter: Kutyaévek (Originaltitel: Hundejahre)
    Übersetzt von Gábor Schein und István Magyar. Budapest: Európa, 2001. ISBN 963-07-7040-7
  • Harlan / Rappmann / Schata: Szociális plasztika : anyagok Joseph Beuyshoz (Originaltitel: Soziale Plastik)
    Übersetzt von Lajos Adamik. Budapest: Balassi, cop. 2003. ISBN 963-506-562-0
  • Kant, Immanuel: A tiszta ész kritikája (Originaltitel: Kritik der reinen Vernunft)
    Übersetzt von János Kis. Budapest: Atlantisz, 2004. ISBN 963-9165-71-9
  • Klingemann, August: Éjjeli őrjáratok/ Bonaventura (Originaltitel: Nachtwachen von Bonaventura)
    Übersetzt von Sándor Tatár. Budapest: Fekete Sas, 2004. ISBN 963-9352-62- 4
  • Ludwig, Kurt: Rendszerszemléletű terápia (Originaltitel: Systematische Therapie)
    Budapest: Coindencia, 2003. ISBN 963-212-485-5
  • Mann, Thomas: Naplók 1940-1955 (Originaltitel: Tagebücher 1940-1955)
    Übersetzt von Pál Schweitzer. Budapest: Európa, 2002. ISBN 963-07-7045-8
  • Benz, Arnold: Az universum jövője : Véletlen, káosz, Isten? (Originaltitel: Die Zukunft des Universums)
    Übersetzt von János Bolyki. Budapest: Kálvin Kiadó, 2001. ISBN 9633008484
  • Hesse, Hermann: A varázsló gyermekkora: mesék (Originaltitel: Die Märchen)
    Übersetzt von Tamás Bárász u.a. Budapest: Cartaphilus, 2002. ISBN 963-9303-50-X
  • Kinkel, Tanja: A bábjátékosok (Originaltitel: Die Puppenspieler)
    Übersetzt von Beatrix Kézdy. Budapest: Geopen, 2001. ISBN 963-9093-30-0
  • Krausser, Helmut: Mágikus dallamok avagy Adalékok a higanykorhoz (Originaltitel: Melodien)
    Übersetzt von Gábor Kerényi und István Eörsi. Budapest: Európa, 2001. ISBN 963-07-7032-6
  • Nietzsche, Friedrich: Bálványok alkonya ; Nietzsche kontra Wagner (Originaltitel: Götzen-Dämmerung)
    Übersetzt von Gábor Romhányi Török Budapest: Holnap, 2004. ISBN 978-963-3466-70-4
  • Johnson, Uwe: Hogyan halt meg Jakob: regény (Originaltitel: Mutmassung über Jakob)
    Übersetzt von Vilmos Ircsik. Veszprém: Új Horizont, 2001. ISBN 963-8246-08-1
  • Kleist, Heinrich von: Esszék, anekdoták, költemények (Originaltitel: Erzählungen, Anekdoten, Kleine Schriften und Briefe)
    Übersetzt von Forgách András u.a. Pécs: Jelenkor, 2001. ISBN 963-676-068-4
  • Mora, Terézia: Különös anyag (Originaltitel: Seltsame Materie)
    Übersetzt von Rácz Erzsébet. Budapest: Magvető, cop. 2001. ISBN 963-14-2194-5
  • Hesse, Hermann: A fürdővendég; A nürnbergi utazás (Originaltitel: Kurgast / Die Nürnberger Reise)
    Übersetzt von Géza Horváth. Budapest: Cartafilus Kiadó, 1999. ISBN: 963-85882-3-3
  • Nietzsche, Friedrich: A hatalom akarása: minden érték átértékelésének kísérlete (Originaltitel: Der Wille zur Macht)
    Übersetzt von Gábor Romhányi Török. Budapest: Cartaphilus, 2002. ISBN 963-9303-7
  • Nietzsche, Friedrich: Virradat: gondolatok az erkölcsi előítéletekről (Originaltitel: Morgenröte)
    Übersetzt von Gábor Romhányi Török. Budapest: Holnap, 2000. ISBN 978-963-3468-67-8
  • Sachs, Hans: A lovag meg az ibolya: harminchárom farsangi komédia és egy svank (Originaltitel: Der Neidhart mit dem Veilchen)
    Übersetzt von Lajos Mann. Budapest : Orpheusz Könyvkiadó Kft., 1999. ISBN 963-9101-44-3