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18:00 Uhr

Driften wir auseinander oder sind wir miteinander verbunden?

Literaturworkshop|

  • Goethe-Institut Budapest, Budapest

Széttartunk máj 28 Ember Patrícia © Goethe-Institut Budapest

Warum fällt es einer Großmutter schwer, zu akzeptieren, dass ihr Enkel Vegetarier ist? Und warum verschließt sich eine ganze Klassengemeinschaft vor dem Leiden ihrer Lehrerin? Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Generationen oder in Machtverhältnissen. In unseren Workshops vertiefen wir uns mit dramaturgischen Mitteln in literarische Texte, um die Sichtweise der einzelnen Figuren kennen zu lernen, um zu verstehen, was sie in einer bestimmten Situation behindert und wie sie miteinander kommunizieren können. Dabei entdecken wir auch unsere eigenen Stolpersteine und mögliche Lösungen für sie.

Leitung: Bibliodramaleiterin Katalin Hegyes und der Literaturlehrer Richárd Sirák

Workshop 2.

Ein Schüler hat Selbstmord begangen, weil er wegen seiner schlechten Noten nicht an den Abschlussprüfungen teilnehmen konnte. Viele machen den Lehrer Klamm für diese Tragödie verantwortlich. In dem Monodrama „Klamms Krieg” von Kai Hensel lernen wir diese Geschichte aus der Sicht des Lehrers kennen, sowie die Reaktion der Klasse und der Lehrer. 

In unserem Workshop erkunden wir, welchen Herausforderungen sich ein Lehrer stellen muss, wie sich die gesichtslose Gleichgültigkeit in einem Klassenzimmer verbreitet, und wie es möglich ist, dass eine Institution, die auf Partnerschaft beruhen sollte, völlig ohne Brücken ist? Der Text vermischt die Stimmungen von Camus, Golding und Teller, und die Situationen, Dialoge und Figuren sind uns allen, die wir schon einmal in einem Klassenzimmer gesessen haben, vielleicht schmerzlich vertraut.



In unserer dreiteiligen Reihe im Frühjahr/Sommer 2025 werden wir mit Texten arbeiten, die sich mit unterschiedlichen Kommunikationsfragen beschäftigen. Zeitgenössische deutsche oder ungarische Werke wie Anita Harags Kurzgeschichte „Ásványvíz“ oder Kai Hensels Monodrama „Klamms Krieg“ behandeln jeweils ein wichtiges Thema wie Schwierigkeiten zwischen den Generationen, mangelndes Verständnis oder Spannungen in Lehrer-Schüler-Beziehungen. 
 
Wir werden mit Hilfe der Theaterpädagogik und des Bibliodramas mit den Texten arbeiten und den Teilnehmern die Möglichkeit geben, ein Thema oder eine Situation aus der Sicht der jeweiligen Figur zu betrachten; sie können miteinander diskutieren, indem sie sich in die Lage einer Figur versetzen. Auf dieser Weise können sie einerseits erfahren, wie viele verschiedene Sichtweisen und Wahrheiten es gibt, und andererseits können sie die Texte nicht nur kognitiv, sondern auch emotional vertiefen, da sie den literarischen Text mit ihrem eigenen Leben in Verbindung bringen. 
 
Im Einklang mit dem EU-Projekt PERSPECTIVES ist es unser Ziel, aus unserer eigenen Filterblase herauszutreten, unsere Weltanschauungen und Perspektiven zu erweitern, eine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, die unterschiedlichen Standpunkte anderer zu verstehen und einfach miteinander zu reden. 
 
Die Workhops werden von Katalin Hegyes, Bibliodramaleiterin und ehemalige Mitarbeiterin des Goethe-Instituts, und Richárd Sirák, Literaturlehrer, geleitet.
Die Veranstaltung findet auf Ungarisch statt.

Eine Anmeldung ist erforderlich und sollte an bibliothek-budapest@goethe.de gesendet werden. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der EU-Projekts PERSPECTIVES statt.
Weitere Informationen über das Projekt:
https://www.goethe.de/prj/per/en/index.html
Kofinanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch die der Autor(en) und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können zur Verantwortung gezogen werden.