Rajita Schade
Devrai: An Encounter Between Native and Invasive
Über das Projekt
„Devrai“ verkörpert die tiefe Ehrfurcht vor unberührten ökologischen Lebensräumen, während „invasive“ für die vielfältigen Bedrohungen steht, denen diese gegenüberstehen – sei es durch eingreifende Pflanzenarten oder menschliche Einflussnahme. Dieses Projekt spürt der Frage nach, wie Glaubenssysteme, Spiritualität und soziale Strukturen das Gefüge von Ökosystemen prägen.
Im Mittelpunkt steht die Rolle heiliger Haine als Hüterinnen der biologischen Vielfalt. Das Sammeln und Bewahren heimischer Samen wird dabei zum Akt des Widerstands und der Fürsorge – ein Versuch, diese schwindenden Landschaften vor dem Verschwinden zu bewahren. In der Spannung zwischen Resilienz und Zerstörung fordert die Arbeit dazu auf, unser Verhältnis zur Natur neu zu überdenken – und wirbt für eine Zukunft, in der der Mensch nicht als Gegenspieler, sondern als Teil eines sensiblen, sich stets erneuernden Gefüges verstanden wird.