Die beste aller Welten?

Die beste aller Welten? © Goethe-Institut Italien / Grafik: eoodesign.it Il migliore dei mondi possibili keyvisual

Familie und Gesellschaft in Deutschland heute

„Wir leben in der besten aller möglichen Welten”, hatte Leibniz einst behauptet. Aber heute, dreihundert Jahre später, ist ein Fragezeichen hinter dieser These angebracht. Nach den neuesten Entwicklungen in Europa, nach den ‚großen‘ Debatten, Unsicherheit und Angst beinhaltend, richten wir nun unseren Blick auf den engsten Nukleus – die Familie. (Gabriele Kreuter-Lenz)

Das Goethe-Institut präsentiert 14 Filme, die unbekannte und bisweilen überraschende Aspekte aus dem Familien- und Alltagsleben in deutschen Städten und Provinzen enthüllen. In den genialen Komödien wie etwa Willkommen bei den Hartmanns, Almanya, Einmal Hans mit scharfer Soße oder Salami Aleikum steht das aktuelle Familienbild im Mittelpunkt und auch in den Figuren der jugendlichen Protagonisten von Ente gut! und Dreiviertelmond zeigt sich dem Zuschauer ein anderes, unerwartet facettenreiches Deutschland.

Anhand der Geschichten zahlreicher Helden des Alltags wird das Modell der modernen Familie aus einem neuen, ironisch-sentimentalen Blickwinkel unter die Lupe genommen: In Auf Augenhöhe buhlt Tom, ein kleinwüchsiger Vater, um die Gunst seines wiedergefundenen Sohnes, in Alki, Alki ringt der Familienvater Tobias mit seinem besten Freund, der Flasche, und in Eltern sieht sich ein Paar, vor die (unmögliche?) Herausforderung gestellt, Beruf, Kinder und Ehe unter einen Hut zu bringen.

Auch Leroy aus dem gleichnamigen Film, ein perfekter Deutsche mit schwarzer Hautfarbe, oder Florian, jugendliche homosexuelle Hauptfigur des Streifens Ich fühl mich Disco kämpfen, stets mit einem ironischen Augenzwinkern, um das eigene Lebensglück. Ebenso wie die drei jungen, jedoch höchst entschlossenen Protagonistinnen der Filme Hördur, Scherbenpark sowie des hochgelobten Kreuzweg, einer meisterhaften Absage an jegliche Form des religiösen Fanatismus. Ist die „beste aller Welten“ tatsächlich nur Utopie? Vielleicht. Aber eine Welt, in der es sich besser (zusammen)leben lässt, ist mit Sicherheit möglich.

Programm

  • 25. Oktober 2017, 20:30 Uhr (Filmvorführung in der Casa del Cinema)
    Willkommen bei den Hartmanns
    Regie: Simon Verhoeven, Deutschland 2016, 116 Min.
    Auftaktveranstaltung im Beisein des Regisseurs Simon Verhoeven
    Es moderiert Enrico Magrelli
  • 23. Novembre 2017, 19:00 und 21:00 Uhr
    Hördur
    Regie: Ekrem Ergün, Deutschland 2014, 84 Min.
  • 14. Dezember 2017, 19:00 und 21:00 Uhr
    Dreiviertelmond
    Regie: Christian Zübert, Deutschland 2011, 95 Min.
  • 18. Januar 2018, 20:30 Uhr (Filmvorführung in der Casa del Cinema)
    Hans mit scharfer Soße
    Regie: Buket Alakus, Deutschland 2013, 96 Min.
    Vorführung im Beisein der Regisseurin Buket Alakus
    Es moderiert Enrico Magrelli
  • 8. Februar 2018, 19:00 und 21:00 Uhr
    Ich fühl mich Disco
    Regie: Axel Ranisch, Deutschland 2013, 98 Min.
  • 8. März 2018, 20:30 Uhr (Filmvorführung in der Casa del Cinema)
    Internationaler Frauentag
    Scherbenpark
    Regie: Bettina Blümner, Deutschland 2011–’12, 91 Min.
    Vorführung im Beisein der Regisseurin Bettina Blümner
    Es moderiert Enrico Magrelli
  • 22. März 2018, 19:00 und 21:00 Uhr
    Auf Augenhöhe
    Regie: Evi Goldbrunner / Joachim Dollhopf, Deutschland 2016, 100 Min.
  • 5. April 2018, 19:00 und 21:00 Uhr
    Alki, Alki
    Regie: Axel Ranisch, Deutschland 2014–’15, 102 Min.
  • 19. April 2018, 20:30 Uhr (Filmvorführung in der Casa del Cinema)
    Kreuzweg
    Regie: Dietrich Brüggemann, Deutschland 2014, 107 Min.
    Vorführung im Beisein des Regisseurs Dietrich Brüggemann
    Es moderiert Enrico Magrelli
  • 10. Mai 2018, 19:00 und 21:00 Uhr
    Eltern
    Regie: Robert Thalheim, Deutschland 2012–’13, 96 Min.
  • 24. Mai 2018, 19:00 und 21:00 Uhr
    Ente gut! Mädchen allein zu Haus
    Regie: Norbert Lechner, Deutschland 2016, 91 Min.
  • 7. Juni 2018, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
    Almanya – Willkommen in Deutschland
    Regie: Yasemin Samdereli, Deutschland 2009–’11, 95 Min.
    Gast wird noch bekannt gegeben
    Es moderiert Enrico Magrelli
  • 21. Juni 2018, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
    Salami Aleikum
    Regie: Samadi Ahadi, Deutschland 2009, 106 Min.
  • 12. Juli 2018, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
    Abschlussveranstaltung
    Leroy
    Regie: Armin Völkers, Deutschland 2007, 89 Min.