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1961 - 1989
Die Berliner Mauer

Am 9. November 1989 löste eine DDR-Pressekonferenz eines der ikonischsten historischen Ereignisse der jüngeren Vergangenheit aus – den Fall der Berliner Mauer. Scharen ausreisewilliger Bürgerinnen und Bürger der DDR läuteten an den Grenzposten das Ende der Teilung der Welt ein, in Ost und West, Kommunismus und Kapitalismus. Was folgte, war eine Phase der Freiheit und des Optimismus, aber auch der Enttäuschung und Verunsicherung.

Die Mauer am 9. November 1989© Bundesregierung, Lehnartz

Berlin Wonderland

Als 1989 in Berlin die Mauer fiel, läutete dieses epochale Ereignis eine einzigartige Zeit ein. Sie währte nur einige Jahre, und doch ist sie unwiderruflich in die DNA Berlins eingegangen. Die heutige Metropole wäre ohne sie nicht denkbar.

Gerade im Bezirk Mitte standen 1989 viele Gebäude leer, waren ganze Straßenzüge verwaist. Unklare Zuständigkeiten und Besitzverhältnisse schufen für einige Jahre ein Vakuum, das von vielen Künstlern und Kulturschaffenden exzessiv genutzt wurde. Aus aller Welt kamen junge Kreative nach Berlin, um in dieser »temporären autonomen Zone« an den besonderen Möglichkeiten zu partizipieren und ein neues Lebensgefühl zu schaffen. Kunst- und Kulturprojekte entstanden, die schnell weit über die Grenzen Berlins bekannt wurden. Galerien und Veranstaltungsräume wurden gegründet, die Ströme internationaler Touristen anlockten. Im künstlerischen Prozess entstanden Trends, die auch heute noch maßgeblich die internationale Kunst- und Musikszene beeinflussen.

Die Fotografen Ben de Biel, Hendrik Rauch, Philipp von Recklinghausen, Stefan Schilling, Hilmar Schmundt, Andreas Trogisch und Rolf Zöllner waren Teil dieses Prozesses und bilden mit ihren Werken die Dynamik des Wandels und diese einmalige Zeit von Aufbruch, Widerstand und Neuordnung – die Berlin wieder zu dem gemacht hat, was es ist: ein kreativer Meltingpot mit internationaler Ausstrahlung – spürbar ab.
 

  • Todesstreifen im Norden Berlins, 1990 © Philipp von Recklinghausen
    Todesstreifen im Norden Berlins, 1990 © Philipp von Recklinghausen
  • Grenzstreifen, 1990 © Rolf Zöllner
    Grenzstreifen, 1990 © Rolf Zöllner
  • Sprengung, Mulackstraße 1, 1994, © Rolf Zöllner © Rolf Zöllner
    Sprengung, Mulackstraße 1, 1994, © Rolf Zöllner
  • Streetart, Linienstraße, 1992 © Rolf Zöllner © Rolf Zöllner
    Streetart, Linienstraße, 1992 © Rolf Zöllner
  • Marienburger Straße, 1992 © Hendrik Rauch © Hendrik Rauch
    Marienburger Straße, 1992 © Hendrik Rauch
  • Tacheles, 1993 © Stefan Schilling © Stefan Schilling
    Tacheles, 1993 © Stefan Schilling
  • Scheunenviertel, 1991 © Philipp von Recklinghausen © Philipp von Recklinghausen
    Scheunenviertel, 1991 © Philipp von Recklinghausen
  • Wohnzimmer Synlabor, Kleine Hamburger Straße 5, 1991 © Ben de Biel © Ben de Biel
    Wohnzimmer Synlabor, Kleine Hamburger Straße 5, 1991 © Ben de Biel

Arndt Peltner (*19.07.1968) ist freier USA-Korrespondent für Zeitungen und Radiostationen in Deutschland und der Schweiz. 1996 gründete er Radio Goethe, einen Musik- und Informationskanal mit mehr als 40 Stationen, den er auch produziert und moderiert. Für das Projekt „Berlin Wonderland“ stellt er dem Goethe-Institut Mexiko drei Hördateien mit Informationen und Originaltönen aus der Zeit des Mauerfalls 1989 zur Verfügung.

Der Sommer 1989: Proteste, die Angst vor Gewalt, die Öffnung der ungarischen Grenze, die Prager Botschaft, Sprache: Deutsch, Dauer: ca. 6 min.

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Politische Opposition, massiver Protest, Alexanderplatz, die Hoffnung auf eine neue, eigene Lebensweise, Sprache: Deutsch, Dauer: ca. 7 min.
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Was am 9. November 1989 passierte: Pressekonferenz, die Öffnung der Grenze und was danach passierte, Sprache: Deutsch, Dauer: ca. 8 min.
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Didaktisches Material zum Mauerfall

Anlässlich des 30-jährigen Mauerfalljubiläums präsentiert das Goethe-Institut Mexiko von November 2019 bis Februar 2020 die Ausstellung Berlin Wonderland, die sich vorrangig mit dem Berlin der Jahre 1990 bis 1996 beschäftigt.

Damit Sie die Inhalte der Ausstellung im Unterricht oder beim Ausstellungsbesuch verwenden können, bieten wir Ihnen begleitend zur Ausstellung die Möglichkeit, interaktives didaktisches Material kostenlos herunterzuladen.
Das Material beleuchtet historische Ereignisse in Deutschland zwischen 1945 und 1989, den Wendejahren 1989 und 1990 und der ersten Hälfte der 1990iger. Ab Sprachniveau A2 eignet es sich für den Einsatz im DaF-Unterricht vor, während und nach Besichtigung der Ausstellung. Mit Hilfe des Materials vertiefen Schüler*innen ihre Kenntnisse und bekommen Zugang zu Informationen, die sich sowohl auf die Ausstellung als auch auf andere, multimediale Quellen beziehen. Das didaktische Material eignet sich dabei nicht nur für den Einsatz im DaF-Unterricht, sondern auch für den deutschen Fachunterricht.

Didaktisches Material, PDF, 488 kB

Sie benötigen gedruckte Exemplare des didaktischen Materials? Wenden Sie sich bitte an das
Goethe-Institut Mexiko

Verwenden Sie unsere Materialien? Bitte geben Sie uns Rückmeldung zum Einsatz in Ihrem Unterricht. Schreiben Sie uns eine E-Mail michael.kobs@goethe.de
 


Aus der Bibliothek


Der Mauerfall im Film


Projekte weltweit

TYPO 六

China
TYPO 六

TYPO 六 setzt sich anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft Berlin-Peking grafisch mit dem Wort ''Mauer'' auseinander und hinterfragt in einer kommunikativen, interaktiven Praxis Vorstellungen von Originalität eines Kunstwerks.

Einer der bekanntesten Off-Spaces in Berlin: das Kunsthaus Tacheles. Foto (Zuschnitt): © picture alliance/imageBROKER

USA
The Big Pond #48: Legacies of the Berlin Wall

„Es war Chaos, es war totales Chaos.“ Als die Berliner Mauer 1989 unerwartet fiel, löste das eine Zeit extremer Umbrüche in der wiedervereinten Hauptstadt Deutschlands aus. Für The Big Pond unterhält sich KCRW Berlin mit Berlinerinnen und Berlinern, die zum nachhaltigen kulturellen Erbe der Metropole beigetragen haben.

Geboren nach ’89 | vlnr: Hannah Stegmeier, Bonn; Riccardo Pilat, Triest; Agata Otranto, Bari; Philipp Werner, Dresden. © Goethe-Institut Italien / Collage / Fotos: Ignacio María Coccia

Italien
Portrait einer Generation: Geboren nach '89

Seit dem Mauerfall hat sich Europa grundlegend verändert: Die EU ist gewachsen, es gibt Reisefreiheit und eine gemeinsame Währung. Aber wie erleben es Menschen, die nach 1989 geboren wurden? Dieser Frage gingen der Journalist Matteo Tacconi und der Fotograf Ignacio María Coccia in Dresden, Bonn, Triest und Bari nach.

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