Goethe-Institut Mexiko 1966-1980

© Goethe-Institut Mexiko

1966

Das Goethe-Institut Mexiko wurde am 1. April 1966 in Mexiko-Stadt gegründet. Seine Arbeit als Kulturinstitut nahm es zunächst an der Deutschen Schule Alexander von Humboldt unter der Leitung von Dr. Christian Schmitt auf.

1967

Im September 1967 zog das Goethe-Institut Mexiko innerhalb Mexiko-Stadts um. Seither bietet der Standort in Roma Norte in der Calle Tonalá 43 einen Raum für den deutsch-mexikanischen Kulturaustausch und -dialog.

1968

Eröffnung
Zum ersten Mal in Mexiko: Die neue Welle des Deutschen Kinos

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1968

Eröffnung
Zum ersten Mal in Mexiko: Die neue Welle des Deutschen Kinos

Vom 26. November bis 19. Dezember 1968 wird das Auditorium des Instituto Nacional de Antropología e Historia zum Austragungsort des Jungen Deutschen Films. Gezeigt wurden acht Filme der damals neusten und jüngsten Stimmen des Deutschen Kinos, die dank des Goethe-Instituts und des Anthropologiemuseums erstmals in Mexiko und mit spanischen Untertiteln präsentiert wurden.

Unter den gezeigten Filen waren „Der junge Törless“ von Volker Schloendorff (international vielfach ausgezeichnet und gelobt), „Abschied on Gestern“ von Alexander Kluge, „Kopfstand, Madame!“ von Christian Rischert, „Paarungen“ von Michael Verhoven, „Schonzeit für Füchse“ von Peter Schamoni (der zu dieser Zeit in Mexiko, insbesondere Acapulco, bereits bekannt war), „Tätowierung“ von Johannes Schaaf, „Wilder Reiter GmbH“ von Franz Joseph Spieker und „Mahlzeiten“ von Edgar Reitz.

Die neue deutsche Filmbewegung, wie sie die Presse bezeichnete, war keine Gruppe mit einer gemeinsamen ideologischen Ausrichtung oder einem einheitlichen Ziel. Was sie - abgesehen davon, dass alle zwischen 1930 und 1940 geboren wurden – verband, zeigt sich vielmehr in ihrer Haltung und ihren Arbeitsmethoden. „Fast alle von ihnen verbinden das, was sie der Realität unserer Existenz entnehmen, mit der Absicht sozialer Kritik.“ Mit anderen Worten: Es gelang ihnen, eine ausdrucksstärkere filmische Sprache zu entwickeln, die zugleich stets eine reale Dimension widerspiegelte.


1968
Musikalische Innovation mit Karlheinz Stockhausen

Zwischen dem 22. Januar und dem 1. Februar 1968 erhielt Mexiko Besuch von Karlheinz Stockhausen, einem der innovativsten deutschen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Aufenthalt war kein Zufall: Er gab einen zehntägigen Kurs zur „Neuen Musik“ und hielt einen Gastvortrag, der vom Goethe-Institut Mexiko in Zusammenarbeit mit der Musikabteilung der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) organisiert wurde. Darin erläuterte er zwei seiner damals bedeutendsten Werke, Mikrophonie I und Telemusik, die beide mittels elektronischer Verfahren konzipiert und auf Magnetband aufgezeichnet wurden.

Karlheinz Stockhausen (1928–2007) war ein deutscher Komponist, der als einer der einflussreichsten und innovativsten des 20. Jahrhunderts gilt und als Pionier der elektronischen und seriellen Musik angesehen wird. © Goethe-Institut Mexiko
Karlheinz Stockhausen (1928–2007) war ein deutscher Komponist, der als einer der einflussreichsten und innovativsten des 20. Jahrhunderts gilt und als Pionier der elektronischen und seriellen Musik angesehen wird.

Hören Sie hier das Stück "Studie Nr. 1" von Karlheinz Stockhausen

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Studie No. 1 Stockhausen
Stockhausen und seine Musik waren gleichermaßen umstritten wie einflussreich. Die beiden frühen Elektronischen Studien (insbesondere die zweite) hatten einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der elektronischen Musik in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Möchten Sie seine Musik kennenlernen? Dann schauen Sie sich das folgende Video an!
℗ Puzzle Productions

1969

Mexiko
Deutsche Klassiker in der Metropolitan-Kathedrale von Mexiko-Stadt

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1969
Mexiko

Im Jahr 1969 strömte viele Besucher*innen, bestehend aus jungen Filmemacher*innen und Filmeliebhaber*innen, am 10. und 17. Mai in das Auditorio Justo Sierra der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), anlässlich der Vorführung der 22 preisgekrönten Kurzfilme der Oberhausener Wettbewerbe aus Deutschland. Das Festival Oberhausen wurde 1964 von der Volkshochschule Deutschlands ins Leben gerufen und bietet seitdem ein Forum für neue internationale Strömungen im Kurzfilmbereich. Mit einer Besucherzahl von über 7000 Personen nahmen in jenem Jahr 18 Filme aus 12 Ländern teil, darunter Jugoslawien, Deutschland, Ungarn, die Vereinigten Staaten und Frankreich.

Das Oberhausen-Festival in Mexiko mit einer Teilnahme von mehr als 7000 Besucher:innen im Auditorio Justo Sierra der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). © Goethe-Institut Mexiko
Das Oberhausen-Festival in Mexiko mit einer Teilnahme von mehr als 7000 Besucher*innen im Auditorio Justo Sierra der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM).

1970

Der Pantomime Scharre
Dialog ohne Worte

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1971

Pedro Rodríguez de la Vega
Hommage an den schnellsten Mexikaner aller Zeiten

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1973

Präsentiert von Alberto Vásquez aus Teotitlán del Valle
Handgenähte Textilausstellung

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Teilnehmende Person der Wanderausstellung, 1977. © Goethe-Institut Mexiko

1977

Bibliothek
Deutsche Buchausstellung für Kinder

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1977

Bibliothek
Deutsche Buchausstellung für Kinder

Kinder haben schon immer eine wichtige Rolle in der Geschichte der Bibliothek des Goethe-Instituts gespielt. Bereits 1977 war eine wandernde bibliografische Ausstellung installiert, die aus illustrierten und textbasierten Exemplaren bestand, die aus Deutschland entsandt wurden und durch verschiedene Länder Lateinamerikas reisten. Die Ausstellung zeichnete sich unter anderem durch Themen wie Kinderabenteuer, Märchen, Legenden, Fabeln, Poesie und die Umwelt aus.

Mexiko
1980-2000