Moskau | Public Talk Männerbilder im Film

Blick Key Visual 737*320 © Goethe-Institut

Sa, 15.06.2019

Multimedia Art Museum Moskau

Ostozhenka 16
Metro: Kropotkinskaja, Park kultury
11902 Moskau

Filmfestival Blick’19

Anmeldung
„Männerbilder im Film“ ist das Thema des öffentlichen Gesprächs am 15. Juni zum Thema „Maskulinität“ im Rahmen des Festivals Blick’19.
 
Wie beeinflussen Inszenierungen männlicher Protagonisten im Film gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit? Wie entwickeln sich Image und Bilder von Männergestalten in der Filmgeschichte und wie transformieren sich filmische Gender-Stereotypen im Alltag? Dies ist Gegenstand eines öffentlichen Gesprächs im Rahmen des diesjährigen Blick-Filmfestivals zum Thema Maskulinität, das vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft organisiert wird. Teilnehmer des Roundtables sind deutsche Festivalgäste – der Kurator Michael Baute, der Regisseur Gerd Kroske und der Kameramann Bernhard Keller – sowie der russische Filmkritiker Michail Ratgaus und die Programmleiterin des Goethe-Instituts Astrid Wege. Moderiert wird das Gespräch von der Dokumentarfilmemacherin Elena Pogrebischskaja.
 
Der Public Talk findet auf Deutsch und Russisch mit Simultanübersetzung statt.
Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist erforderlich.
 
Moderatorin – Elena Pogrebischskaja (Russland)
 
Journalistin, Regisseurin und Drehbuchautorin von Dokumentarfilmen. Geboren in Kamenka, Leningrader Gebiet. In den 1990er-Jahren war sie politische Kommentatorin der Sendung „Vremja“ (Zeit) des Senders ORT. Sie ist Mitglied der Akademie des russischen Fernsehens, hat zweimal den prestigeträchtigen russischen Fernsehpreis TEFI für beste Dokumentarfilme gewonnen sowie den Preis „Lorbeerzweig“erhalten. Unter ihren internationalen Auszeichnungen ist für Elena der Amnesty International-Preis beim Festival in Pesaro, Italien, am bedeutendsten. Sie hat ihr eigenes Dokumentarfilmstudio namens „Partizanets“ gegründet.
Seit 2013 leitet Elena den Dokumentarfilmklub im Toleranzzentrum des Jüdischen Museums.
 
Panelist/innen
 
Astrid Wege (Deutschland)
 
Kulturwissenschaftlerin. Leitet seit 2014 die Kulturprogramme am Goethe-Institut Moskau. Davor Kuratorin und Publizistin im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Dozentin an den Universitäten Köln und Bochum.
 
Michail Ratgaus (Russland)
 
Journalist, Redakteur, Filmkritiker, Filmhistoriker. Hat die philologische Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität absolviert. Seit 2012 stellvertretender Chefredakteur der Webseite Colta.ru, sowie Chefredakteur der Abteilung „Gesellschaft“. War als Autor für die Zeitschriften „Seance“, „Iskusstvo kino“, die Zeitungen „Kommersant“, „Wedomosti“ tätig. Kurator der Filmreihen „Das unbekannte Cinema der 2000-er“ (2011), „Der Himmel über Berlin. Berliner Schule“ (2014), „Rund um Fassbinder“ (2015), „Alltäglichkeit: Panorama“ (2014), „Zeitmaschinen“ (2015). U.a. Verfasser von Büchern „Cinéma vérité: Dokumentarfilm im Umbruchjahr“ (2014), „Über die Berliner Schule. Stille Revolution im europäischen Film“ (2014). Dozent der Schule für Dokumentarfilm und -theater von Marina Razbezhkina und Michail Ugarov.
 
Michael Baute (Deutschland), Kurator Blick ‘19
 
Autor, Dozent und Kurator. Schreibt und veröffentlicht seit 1992 zu Kino in Büchern, Katalogen, Zeitschriften (u.a. Jungle World, Sigi-Goetz Entertainment, Cargo, kolik.film, tip Berlin und taz) sowie im Weblog www.newfilmkritik.de. 2006 war er Mitherausgeber (mit Volker Pantenburg) von Minutentexte. The Night of the Hunter. 2008 erschien ein auf diesem Buch basierendes Hörspiel. 2008-09 künstlerischer Leiter des Projekts „Kunst der Vermittlung. Aus den Archiven des Filmvermittelnden Films“, welches sich mit der Erforschung, Sammlung und Verbreitung audiovisueller Formen von Film- und Kinovermittlung beschäftigt. Seit 2010 Lehrveranstaltungen und Workshops an
Filmhochschulen, Kunstschulen und Universitäten. Lebt in Berlin.
 
Gerd Kroske (Deutschland), Regisseur des Films „Der Boxprinz“
 
Geboren in Dessau/DDR. Lehre als Betonwerker. Telegrammbote.
Jugendkulturarbeit. Studium der Kulturwissenschaften an der Humboldt-
Universität zu Berlin und Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen
„Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg. 1987 bis 1991 Arbeit als Autor und
Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio. Zusammenarbeit mit den
Regisseuren Jürgen Böttcher, Helke Misselwitz, Petra Tschörtner und Volker
Koepp. Eigene Regiearbeiten ab Herbst 1989. Freischaffender Autor und
Regisseur seit 1991. Verschiedene Jury- und Lehrtätigkeiten für Film. Gründer
der Filmproduktion realistfilm (1996).

Bernhard Keller (Deutschland), Kameramann der Filme „Western“ und „Alle anderen“
 
Schauspielausbildung, anschließend Kamera-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam in Potsdam-Babelsberg (1994-2000), Abschlussfilm: Mein Stern. Seitdem ist Keller als freier Kameramann für Spiel- und Dokumentarfilme tätig und hat bei vielen Produktionen der Berliner Schule mit Christoph Hochhäusler, Maren Ade, Isabelle Stever und Valeska Grisebach zusammengearbeitet. Seine Filmografie zählt über 35 Filme, Western (2017), Alle Anderen (2009), Polar (2008), Fallen (2006) und Struggle (2003) wurden bei internationalen Filmfestivals als beste Kamera ausgezeichnet.

 

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