Deutschland
Transatlantic Gaming Summit

Die Teilnehmer aus Deutschland © Goethe-Institut

Riad Djemili

Berlin, Maschinen - Mensch
Game: The Curious Expedition The Curious Expedition

Riad Djemili © Goethe-Institut Riad Djemili ist Co-Gründer des Kollektivs Berliner Saftladen und zusammen mit Johannes Kristmann Kopf des Entwicklerduos Maschinen-Mensch.
Für Riad Djemili, der selbst sieben Jahre beim deutschen Entwickler Yager gearbeitet hat, ist die Möglichkeit des persönlichen Austauschs ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Spielideen:
"Im Indie-Bereich ist es erfrischend, dass man offen über Verkaufszahlen, Fördermöglichkeiten und Design-Herausforderungen reden kann." 
Ihr erstes eigenes Spiel heisst Curious Expedition, ein Spiel, bei dem man als eine von zahlreichen berühmten Figuren aus dem 19. Jahrhundert eine Expedition durch unerforschtes Land führt. Die Idee dafür begann mit dem simplen Satz: „Hey, lass uns mal was probieren.“
 

Lea Schönfelder

London, Ustwo Games
Game: Perfect Woman Perfect Woman

Lea Schönfelder © Goethe-Institut Boston Lea Schönfelder versteht sich als Game Designerin und Künstlerin. Ihr künstlerisches Werk, in dem es häufig um Fragen der Ethik und um Alltagsprobleme geht, ist international anerkannt und preisgekrönt. Schönfelder arbeitet zur Zeit als Game Designerin bei Ustwo Games in London.
 

Alexander Pieper

Berlin, Technical Director Studio Fizbin
Game: The Inner World The Inner World

Alexander Pieper © Goethe-Institut Geboren wurde er 1985, direkt nach dem Videogame Crash und am Anfang eines neuen goldenen Zeitalters. Alexander wuchs auf mit NES, SNES, Mega Drive und seinem ersten PC. 1997 las er ein Buch über BASIC und programmierte sein erstes Text-Abenteuer zum Geburtstag seines Bruders, „Wie man den Nachmittagsunterricht überlebt“.

Er tauchte tiefer ein ins Programmieren und in die Architektur von Videospielen und begann 2007 das Studium Angewandte Computerwissenschaften. Nach einem Workshop an der Filmakademie Ludwigsburg stand seine Entscheidung fest: er wollte Computerspiele entwerfen, die Geschichten erzählen und den Spieler an Orte bringen, an denen er nie zuvor war. Alexander gründete Studio Fizbin zusammen mit Sebastian Mittag und Mareike Ottrand. Seit 2011 ist er dort der Technische Leiter und begann mit der Arbeit an seinem bisher größten Projekt: The Inner World. Das Spiel kam 2011 auf den Markt, fand seinen Weg durch den  App Store und zu viel Spielern weltweit. Es hat mehrere Preise gewonnen, darunter den wichtigen „Best German Game Award“ 2014.

Studio Fizbin hat seither seinen Ruf, Spiele mit fesselnden, originellen und humorvollen Charakteren, Welten und Geschichten zu entwickeln, gefestigt.
 

Utz Stauder

Köln, Ludopium
Game: MMM

MMM

Utz Stauder © Goethe-Institut Utz Stauder ist Programmierer und Co-Gründer des Kölner Entwicklerstudios Ludopium.
Geboren 1989 im Herzen des Ruhrgebiets – Gelsenkirchen – verschlug es ihn nach dem Abitur in die Medienstadt Köln. Hier studierte er Medieninformatik und arbeitete viele Jahre im Film- und TV-Bereich bevor er 2014 das Digital Games Studium am Cologne Game Lab entdeckte und vom linearen in den Bereich der interaktiven Medien wechselte.
Das Entwickeln von digitalen Spielen empfindet er als die perfekte Kombination aus technischem Anspruch und kreativer Freiheit. Gemeinsam mit drei Freunden und Kommilitonen aus Kolumbien und Ungarn und der Unterstützung des SpielFabrique Förderprogramms gründete er Ludopium.
Mit ihrem Project MMM, einem musikalischem Multiplayerspiel für bis zu 8 Personen, gewannen Ludopium 2016 den deutschen Multimediapreis. Ihr aktuelles Projekt Isometric Epilepsy, ein rhythmischer Puzzleplatformer, wurde jüngst als zweitbestes Nachwuchskonzept beim deutschen Computerspielpreis 2017 ausgezeichnet.
Zusätzlich zu seiner Arbeit als Spielentwickler unterrichtet Utz Game Programming an der School of Games in Köln.

 

Björn Bartholdy

Köln, Leiter Cologne Game Lab BIU

Björn Bartholdy © Goethe-Institut Björn Bartholdy, geboren 1965, ist ein deutscher Mediendesigner und Professor für Media Design. Bartholdy studierte an der Stuttgarter Merz Akademie Kommunikations-Design (Dipl.) und von 1992 bis 1994 Mediendesign (Dipl.) an der Kunsthochschule für Medien Köln. 1994 gründete er cutup, eine Agentur für Mediendesign, die er bis 2002 als Kreativ-Direktor und Geschäftsführer leitete. Von 2003 bis 2014 unterrichtete er als Professor für Audiovisuelle Medien an der Köln International School of Design. 2010 gründete er - gemeinsam mit Gundolf S. Freyermuth - das Cologne Game Lab. Seit 2014 ist er Professor für Media Design und Ko-Direktor des Cologne Game Lab der Fachhochschule Köln.

Jana Reinhardt

Halle, Indie-Game-Designerin
Game: TRI: Of Friendship and Madness TRI

J Jana Reinhardt © Goethe-Institut ana Reinhardt ist Indie-Game-Designerin. 2015 gewann sie mit ihrem Team für TRI den Deutschen Computerspielpreis. „Die Indie-Szene wird immer größer“, sagt sie. „Mit den Spielen trotzdem aus der Masse hervorzustechen, das ist die Kunst“. Sie könne von allem ein bisschen, sagt Jana Reinhardt. Und das ist vielleicht untertrieben. Sie kann manche Dinge nämlich ziemlich gut. Zum Beispiel Spiele-Charakter entwerfen, Spiele-Welten designen und gemeinsam mit ihrem Freund und Geschäftspartner Friedrich Hanisch Spiele entwickeln.
Janas großes Erfolgsspiel heißt TRI. Es ist eine Art Puzzle-Explorations-Spiel in Ego-Perspektive. Die Geschichte mit dem Fuchsgott und dem Mönch hat sich Jana ausgedacht. "Ich mag Story-Games, wo man Geschichten erlebt", sagt sie.
Ihre Ideen bringen Jana und ihr Partner Friedrich oft von Game Jams mit, wo die Teilnehmer in nur 48 Stunden ein Spiel entwickeln und programmieren. "Man rostet ideenmäßig ein, wenn man an einem längeren Spiel arbeitet", sagt Jana. Ein Game Jam bringt oft neue Inspiration.

Krystian Majewski

Köln, Cologne Game Lab

Game Design Netzwerk: Creative Units BIU
Krystian Majewski © Goethe-Institut Krystian Majewski ist in Warschau (Polen) 1981 geboren und in Darmstadt (Deutschland) aufgewachsen. Er unterrichtet am Cologne Game Lab und arbeitet für unterschiedliche Kunden als Freelancer.
Zuvor hat er für die "NEON Studios" aus Frankfurt und für die Werbeagentur "SchulzKommunikation" aus Darmstadt gearbeitet. Er interessiert sich für Game Design und arbeitet mit Yu-Chung Chen und Daniel Renkel in einem kollaborativen Game Design Netzwerk mit dem Namen "Creative Units" (CEEU). Sie betreiben die Blogs "Game Design Reviews" und "Game Design Scrapbook".

Kevin Glaab

Bonn, CEO Goodwolf Studio
Game: Code 7 Code 7

Kevin Glaap © Kevin Glaap Kevin ist ein Spiele-Entwickler aus Bonn. Seit frühester Kindheit wollte er Videospiele entwerfen. Der Beruf des Vaters, Lehrer für Medien an der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, hat das Interesse an der digitalen Welt entfacht. Seitdem ist die Begeisterung für das Entwerfen von Spielen nur gewachsen. Kevin hat den Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften und damit die Grundlage für eine Karriere in der Spieleindustrie. Seit 2014 studiert er am Cologne Game Lab und arbeitet an dem preisgekrönten Abenteuerspiel „Code 7“. In diesem Zusammenhang hat er das Goodwolf Studio gegründet, zusammen mit seinem Kollegen Zein Okko und erfolgreich Crowdfunding für „Code 7“ betrieben. Im April 2017 soll die erste Folge des Spiels veröffentlicht werden, deshalb hat er gerade viel mit der Vorbereitung zu tun.

Andreas Zecher

Stockholm, Schweden, Studio: Spaces of Play
Game: Future Unfolding Future Unfolding

Andreas Zecher © Julian Dasgupta Andreas Zecher hat an der Fachhochschule Potsdam Kommunikationsdesign studiert. Seine Abschlussarbeit über ‚Understanding Games‘ wurde weltweit zum Grundlagentext in vielen Game Design Studiengängen. Zusammen mit Mattias Ljungström und Marek Plichta arbeitet Andreas seit 2009 im Indie Studio Spaces of Play. Das hochangesehene Puzzle Spiel Spirits erschien 2010. Seit 2013 arbeiten sie am Entdeckungsspiel Future Unfolding, das unterstützt wird vom Indie Fund + Friends, dem MEDIA Programme of the European Union und dem Medienboard Berlin-Brandenburg. Future Unfolding soll 2017 erscheinen.
Zusätzlich leitet Andreas den Web Service Promoter, der für Spielentwickler die Presse verfolgt und promo codes vergibt und der on Firmen wie Double Fine Productions, Media Molecule und Finji genutzt wird.

Friedrich Hanisch

Halle, Indie-Game-Designer
Game: TRI: Of Friendship and Madness TRI

Friedrich Hanisch © Goethe-Institut Friedrich ist der Mitbegründer von Rat King Entertainment, einem Indie Game Studio in Halle, Deutschland. Zusammen mit Jana Reinhardt hat er Multimedia Design studiert und mit seinem Abschlussprojekt einen SAE Alumni Award gewonnen. Gleich nach dem Studium fingen die beiden an, Spiele zu entwerfen, die die Atmosphäre und Interaktivität ihrer Lieblingsspiele wiederspiegeln. Friedrich hat an über 40 Game Jams teilgenommen und ist ein überzeugter Vertreter von experimentellem Game Design, kleinen, lustigen Erfahrungen und schnellen Wiederholungen in Spielen. Einige seiner Eingaben beim online Game Jam Ludum Dare haben in der Kategorie Innovation überzeugt. Rat King’s Spiel TRI: Of Friendship and Madness, im Herbst 2014 erschienen, hat mehrere preise gewonnen, etwa den Goldenen Spatz - Best IndieGame4Kids 2014 und Bestes Spiel für Jugendliche beim Deutschen Computerspielpreis.

Onat Hekimoglu

Köln, Studio: SLOW BROS.
Game: Harold Halibut Harold Halibut

Onat Hekimoglu © Onat Hekimoglu Als Filmfan und Spiele-Entwickler, gamer und Filmemacher hat Onat ein Faible für Geschichten erzählen und interaktive Konzepte. Nachdem er Film an der WAM Medienakademie und Game Design am Cologne Game lab studiert hat, arbeitet er zur Zeit an seinem dritten akademischen Grad. Alle Geräte und Instrumente mit Knöpfen und Griffen machen ihm kindlichen Spaß und erregen seine Neugier als Ingenieur, der mit den Dingen spielt. Dies hat zu Projekten wie etwa die interaktive audio-visuelle Installation "Klanglichter" geführt oder die VR Simulation über Obdachlosigkeit, "Outcasted". Onat hat zahlreiche Preise gewonnen und arbeitet zur Zeit an „Harold Halibut“, einem zeitgenössischen Abenteuerspiel, hergestellt aus Bastelbedarf, und gleichzeitig die erste große Veröffentlichung des Studios SLOW BROS. , das er mit Freunden gegründet hat.

 

 

Josef Vorbeck

Stuttgart, Studio: Chasing Carrots
Game: Pressure Overdrive Pressure Overdrive

Josef Vorbeck Josef Vorbeck | © Josef Vorbeck Josef Vorbeck ist Game Producer beim Stuttgarter Spieleentwicklungsstudio Chasing Carrots. Schon seit seiner Jugend haben ihn Computerspiele geprägt. Durch sein erstes Spiel (Maniac Mansion) am Amiga seines Cousins, seinen ersten Game Boy, Mega Drive und später den ersten PC, kam er mit Mods in Verbindung und entwickelte mit gleichgesinnten ein paar Browser-basierte Onlinespiele. Nachdem er sich an verschiedenen Karriere-Richtungen probiert hatte, entschied er sich dafür Game Production in Berlin zu studieren. In 2012 gewannen er und sein Team den Deutschen Entwicklerpreis als beste Newcomer. Von diesem Punkt an führte ihn seine Reise in der Spielebranche von Berlin nach Stuttgart, wo er seit 2013 dem talentierten Team von Chasing Carrots hilft. Chasing Carrots ist ein unabhängiges und mehrfach ausgezeichnetes Spiele-Entwicklungsstudio mit Sitz im Stuttgarter Osten. Ihr Rezept ist simpel: Köstliche Spieleentwicklungen mit unverwechselbarem Erscheinungsbild und Spielerlebnis, gepaart mit innovativen Mechaniken für den PC, Konsolen und mobile Endgeräte. Kreiert für ein breites Publikum, erstrecken sich ihre Spielideen über verschiedene Genres, während man sich treu bleibt und Spiele entwickelt, welche man auch selbst spielen würde. 2009 als Nebenprojekt gestartet, wurde die Firma im Juli 2011 von Dominik Schneider und Patrick Wachowiak gegründet. Dank eines engagierten Investors ist Chasing Carrots ein vollständig privat finanziertes Studio. Das Team besteht aus leidenschaftlichen Personen, welche mit ihren unterschiedlichen Hintergründen fachübergreifend agieren.

Sebastian Bulas

Hamburg, Studio: Threaks
Game: Battle Planet - Daydream Battle Planet

Sebastian Bulas Sebastian Bulas | © Sebastian Bulas Sebastian Bulas hat Kommunikationsdesign studiert und erreichte 2010 seinen Abschluss. Er ist ein Mitgründer von Threaks GmbH und ist dort einer der Geschäftsführer. Als Producer und Art Director, der auch bei der Produktion aktiv mitwirkt, ist er eine Schlüsselfigur in der Firma, die die Einzigartigkeit und hohe Qualität in der Entwicklung jedes Projekts vorantreibt.
Als Repräsentant der Firma, besucht Sebastian Bulas regemäßig Game Shows in aller Welt und hält bei Tagungen und Messen, wie GDC San Francisco, Cebit und die Expo 2015 Reden.

Mareike Ottrand

Hamburg, Studio Fizbin Art Director
Game: The Inner World The Inner World

Mareike Ottrand © Goethe-Institut Mareike Ottrand ist sowohl Professorin and Mentorin, als auch Spieleillustratorin in Hamburg. Das andere Drittel der Zeit verbringt sie mit Videospielen, interaktiv an Tagungen und Messen teilzunehmen und Spiele für verschiedene Auszeichungen und Festivals zu bewerten.
Nach einem Jahr in London, in dem sie bei MTV, Nickelodeon, DisneyTV und dem Animationsstudio Mainframe gearbeitet hat, gründete sie 2011 die Spielefirma Studio Fizbin als zuständige Art Direktorin mit. Neben der interaktiven und der Spiele bezogenen Arbeit, wurde ihr erstes Spiel The Inner World ein internationaler Erfolg. Indem Studio Fizbin etliche Auszeichnungen wie u.a. den Indie Prize in Kiev (2013) und den Deutschen Computerspielpreis (in der Kategorie "bestes Deutsches Spiel des Jahres 2014") gewannen haben, setzen sie in der independent Game Industry Fuß. Der zweite Teil des Spiels The last Windmonk wird 2017 erscheinen.
2015 begann Mareike an der HAW Hamburg als Professorin zu unterrichten. Hierbei fokussiert sie sich auf Spiele und auf die interaktive Illustration. Sie hält weltweit ihre Seminare zur visuellen Entwicklung von Spielen und setzt sich dabei für ein besseres Verständnis von Videospielen als Kunst ein. Mareike ist Teil des Nominierungsausschusses beim Independent Games Festival in San Francisco und ist einer der Preisrichter beim Deutschen Computerspielpreis seit 2015. Das online Magazin Games Wirtschaft listet Mareike als eine der "Top 50 Frauen der deutschen Gamesbranche 2017".

Thorsten Hamdorf

Berlin, Bundesverband interaktive Unterhaltungssoftware BIU

Thorsten Hamdorf © Goethe-Institut Boston Nach dem BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing und Internationales Management (Abschluss Dipl.-Kfm.) war Thorsten in diversen Unternehmen der Games- und Filmbranche (u.a. Eidos Interactive, Virgin Interactive, Atari, Paramount Home Entertainment) im Marketing, Vertrieb und Business Development in leitenden Positionen tätig. Beim BIU verantwortet er das Marketing, die Marktforschung und die Mitgliederbetreuung, sowie das Netzwerk BIU.Dev & BIU.Net. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist dabei die Stärkung des Standortes Deutschland insbesondere für Spieleentwickler, weshalb er u.a. für deutsche Games-Unternehmen Möglichkeiten schafft sich international zu präsentieren und zu vernetzen.